Corona Chaos: erschöpfte Familie | Familiengarten

Corona Chaos: Erste Hilfemaßnahmen für Familien

Was für uns eine dauerhafte Herausforderung ist, ist nun wieder für viele Familien Realität: Die Kinder sind den ganzen Tag zu Hause und alles steht Kopf.  Wie schaffst du es, das Corona Chaos mit nur wenigen Kontakten gut zu gestalten und wie kannst du in diesen intensiven Zeiten zu Pausen kommen?

In diesem Beitrag stelle ich dir viele hilfreiche Ideen vor, wie du das Corona Chaos meistern kannst und den beinahe unmöglichen Spagat zwischen Kinderbetreuung, Haushalt und möglichem Home-Office schaffen kannst.

Einmal mehr wäre das vierte Paar Arme und das dritte Paar Beine eine wirklich sinnvolle Errungenschaft der Evolution. Vom sechsten Kopf mal ganz zu schweigen. Wenn auch dir dieses Upgrade leider vorenthalten bleibt, wirst du wohl oder übel Abstriche machen müssen, denn immerhin bist auch du nur ein Mensch.  

Ich möchte dich vor allem dazu ermutigen genau dazu zu stehen. Es ist normal mit einer solchen Situation überfordert zu sein. Wir leben in einer Ausnahmesituation, die die Geschichtsbücher füllen wird und die mit vielen Ängsten, Sorgen und jeder Menge Unsicherheit verbunden ist.  

All das darf da sein. Es kann jetzt nicht einfach alles genau so weitergehen wie zu vor. Abstriche werden nötig sein. Versuche das anzunehmen und auch ganz klar zu kommunizieren. Sag deinem Umfeld und auch deinen Kindern, dass du Pausen brauchst. Sorge bei kleinen Kindern selbst für ruhige Zeitfenster, auch wenn sie noch so kurz sind. Einmal durchatmen, fünf Minuten die Augen schließen, einmal kurz die Beine hochlegen: All das kann wahre Wunder bewirken und tut unglaublich gut. Wenn deine Kinder noch so klein sind, dass das nicht geht, nutze die Schlafenszeiten für deine Pausen. Ich weiß, dass da noch ein riesiger Stapel To Dos auf dich warten wird. Aber wir sind keine Maschinen. Wir brauchen Pausen, um gut zu funktionieren. Vieles geht dann sogar schneller als ohne. 

Im Folgenden habe ich dir einige Ideen zusammengetragen, die dir in der Zeit von Lockdowns, Kontaktbeschränkungen und Quarantäne helfen können und vielleicht die eine oder andere ruhige Minute bescheren.  

 

Corona Chaos im Kopf? 

Diese Krise, die Kontaktbeschränkungen und der zweite Lockdown sind herausfordernd, vor allem auch mental. Ängste und unbearbeitete Themen kommen hoch, aber auch Sorgen um die Gesundheit und die Existenz. Dazu kommt eine enorme Unsicherheit. Mit Kindern ist das alles schnell noch intensiver, zeigen sie uns doch nur allzu gern unsere ungelösten Themen auf. Wenn dann noch die Ablenkung durchs Außen abgestellt wird, kann das alles mit voller Wucht nach oben kommen. Vor allem jetzt im Winter mit der vielen Dunkelheit und dann noch in so sensiblen Zeiten wie Weihnachten und dem Jahreswechsel, kann das Corona Chaos noch herausfordernder sein und zu einer echten Belastung werden. 

Bei innerer Unruhe, Angst und viel Unsicherheit können Yoga und Meditation wahre Wunder bewirken. Das tolle daran ist, beides lässt sich auch mit wirklich wenig Zeit in deine tägliche Routine einbauen. Ganz bequem von Zuhause aus. Schon wenige Minuten täglich können eine Veränderung bringen und können dir helfen, das Corona Chaos besser zu überstehen. 

Im Internet finden sich viele gute Angebote. Besonders für Anfänger kann ich die App Seven Mind empfehlen. In der Basisversion ist sie kostenlos und enthält einen Einführungskurs in die Meditation, außerdem sind einige andere Einheiten kostenlos, darunter auch ein Kurs speziell für die aktuelle Krise. Du brauchst täglich nur sieben Minuten Zeit. Es tut unglaublich gut, probiere es doch einfach mal aus. 

Für Yoga kann ich dir die Youtube Videos von Mady Morrison empfehlen. Hier finden sich unglaublich viele Videos, darunter auch viele kurze. Es lohnt sich hier regelmäßig Zeit zu investieren, auch wenn es noch so wenig ist. Es ist ein riesiger Unterschied im Wohlbefinden und kann eine leichte Möglichkeit sein, zu mehr innerer Ruhe zu finden. Mady Morrison veranstaltet dem 5. Januar zudem eine 30tägige Yogachallenge, für die du allerdings etwas mehr Zeit zur Verfügung bräuchtest. 

Natürlich gibt es auch richtige Onlinekurse. Ich würde sie allerdings zusätzlich empfehlen, da ich gerade diese kurzen regelmäßigen Impulse sehr hilfreich finde, um eine echte Routine für dein eigenes Wohlbefinden zu etablieren.  

Wenn es um tiefer sitzende Probleme geht, die jetzt durch das Corona Chaos hochkommen, möchte ich dir Hypnose ans Herz legen. Ich selbst habe damit sehr gute Erfahrungen bei meinem Burnout gemacht. Schau gerne mal bei Linda vorbei. Sie bietet unter anderem Hypnose Online an. Auch The Work kann ein wunderbares Mittel sein, um tiefsitzende Ängste und Glaubenssätze zu bearbeiten. Weitere besonders hilfreiche Coachingangebote oder Online Kurse, die dich in deiner mentalen Arbeit unterstützen können, habe ich dir in meinem Ebook Eltern Burnout zusammengetragen, das in wenigen Tagen erscheint. Trage dich gerne hier in meinen Newsletter ein, damit du es nicht verpasst.

Corona Chaos: erschöpfte Mutter

Chaos zu Hause 

Sind die meisten Familienmitglieder den ganzen Tag zu Hause, ist auch das Chaos nicht weit. Es ist immer wieder erstaunlich wie schnell Kinder es schaffen, alles auseinander zu nehmen. Allerdings unterscheiden sich hier unsere Wahrnehmungen auch erheblich. Denn das, was wir als Chaos und riesen Durcheinander sehen, ist für Kinder Ausdruck ihrer Kreativität. Es ist nicht immer leicht hier einen guten Kompromiss zu finden. Auch wenn es das Idealbild ist, Kinder und auch Partner haben selten dasselbe Sauberkeits- und Ordnungsempfinden wie wir. Das zunächst einmal zu akzeptieren, finde ich äußerst wichtig.

Ich finde es schwierig von den Kindern (oder auch dem Partner) zu verlangen aufzuräumen, weil ICH es unordentlich finde. Ich kann sie einladen und ihnen das Aufräumen so leicht wie möglich machen. Auch kann ich natürlich erklären, dass es mir wichtig ist, weil ich sonst nicht mehr denken kann und mir sonst die Zeit für anderes fehlt. Wie bei allen anderen Bereichen des Miteinanders ist für mich also auch beim Aufräumen die gemeinsame Suche nach Lösungen der entscheidende Punkt. Wie können wir es uns allen so leicht wie möglich machen?

Im ersten Schritt ist es meiner Meinung nach sinnvoll die Erwartungen runterzuschrauben. Sowohl an dich selbst als auch an deine Familienmitglieder. Versuch stattdessen die Situation anzunehmen und im nächsten Schritt zu überlegen, was helfen kann, um es für dich erträglicher zu machen. Macht dich das Chaos um dich rum unruhig? Vielleicht kann es helfen Kisten und Körbe zu nutzen, in denen der schlimmste Wust wenigstens „verschwinden“ kann?  

Oft ist es aber nicht nur unser eigener Anspruch, der da rebelliert, sondern häufig kommen auch jede Menge Erwartungshaltungen und Glaubenssätze aus dem Außen dazu. Gerne in Kombination mit nicht hilfreichen Vergleichen zu anderen Familien. Diese Vergleiche sind ein echtes Problem, denn sie ziehen uns nicht nur runter, sie sind in den allermeisten Fällen auch einfach nicht richtig. Es mag ja sein, dass Monika immer einen perfekten Haushalt hat, wir wissen aber nicht, wie es in ihr drinnen aussieht oder an welcher Stelle es sonst bei ihr „hapert“. Niemand von uns ist perfekt und jeder Tag hat nur 24 Stunden. Noch dazu sind wir alle unterschiedlich. Jede und jeder von uns hat ein unterschiedliches Energielevel und bringt ganz verschiedene Voraussetzungen mit. Also lasst uns auf uns schauen und überlegen, was wir brauchen, um uns wohlzufühlen.

Die nächste Überlegung wäre, wie wir unseren Kindern das Aufräumen leichter machen können? Denn oft sind die Aufgaben noch viel zu komplex für sie. Sie brauchen häufig viel länger Hilfe dabei als wir meinen. Was können wir spielerisch machen, damit das ganze mehr Spaß bringt?

  • Aufräumspiele mit Musik
  • Wer findet alle roten Gegenstände? Wer schafft es alle Legofiguren einzusammeln? Wie schnell finden wir alle Bausteine?
  • Auch hier können Körbe sehr hilfreich sein. Alle Schleichtiere in einen, alle Legosteine in einen anderen. Das macht das Aufräumen nicht nur schneller, sondern kann Kindern auch helfen sich besser zu recht zu finden.

Auch in alle anderen Aufgaben können wir Kinder spielerisch einbeziehen. Allerdings ist das immer auch stark von der eigenen Verfassung und vom Alter wie auch dem Naturell der Kinder abhängig. Sind die Kinder sehr wuselig, kann es unglaublich herausfordernd sein. Für mich war gemeinsames Kochen und backen beispielweise lange einfach nur der pure Stress. Stattdessen habe ich versucht andere gemeinsame Aktivitäten zu finden, die besser mit meinen Nerven kompatibel waren:

  • Die Kinder mit eigenem Lappen und Besen mit putzen lassen

  • Die Tasten von Waschmaschine und Trockner drücken lassen, mit dem Wäscheexpress (Wäschekorb mit Rollen) nach Trocknerhausen fahren und die Wäsche anschließend wieder gemeinsam rausholen

  • Mit dem Saugroboter fange spielen lassen

  • Selbst saugen lassen

  • Zusammen Müll wegbringen

  • Gemeinsam Flaschen wegwerfen

  • Betten beziehen und nebenher eine Kissenschlacht machen

Corona Chaos: Kind will nicht essen

Essenschaos

Auch die regelmäßige Vollzeit Raubtierfütterung, kann zu gehörigem Chaos führen. Denn gefühlt ist man eigentlich nur noch mit Essen machen beschäftigt. Hier kann ein Essensplan Abhilfe verschaffen und auch MealPrep kann eine große Hilfe sein. So stehst du nicht immer wieder vor der Frage was es denn nun schon wieder zu Essen geben kann, auch werden einige Arbeitsschritte viel leichter. Hier erfährst du mehr dazu, was MealPrep genau ist und wie es helfen kann. Außerdem bekommst du gleich noch einen MealPrep Plan für eine Woche dazu. 

Eine weitere Idee kann das Bestellen des Einkaufs sein. Mehr dazu und weitere Ideen, wie du oder ihr den Haushalt entschleunigen könnt, findest du hier. 

Mach es dir so leicht wie möglich.   

 

Chaos mit den Kindern  

Viel Zeit mit den Kindern zu haben ist toll. Stehen aber alle unter Druck irgendwas schaffen zu müssen und kommen noch Ängste und ein Lockdown oder gar Quarantäne hinzu, kann es schnell unglaublich anstrengend werden. Das ist ok. Das Gefühl von Überforderung darf sein und ja, auch schimpfen darf in solchen Momenten sein.

Natürlich ist das weder gut noch hilfreich. Eher im Gegenteil. Aber das weißt du sicher selbst. Du bist nicht allein damit. Vielen Eltern geht es gerade so. Denn es ist unglaublich viel. Das gesamte vergangene Jahr schon und im Übrigen auch schon lange vor dem ganzen Corona Chaos. Aber jetzt kommt es massiv an die Oberfläche. Versuche das anzunehmen. Geißel dich nicht für deine „Fehler“ und deine „Schwächen“. Versuche dir stattdessen im Nachhinein liebevoll anzuschauen, wie du das nächste Mal besser reagieren könntest und wie du eine solche Situation vielleicht das nächste Mal umgehen kannst.  

Jetzt ist nicht die Zeit für Perfektionismus. Du darfst loslassen und es dir und euch so einfach wie möglich machen. Schau dir an, was dir und euch jetzt guttut und versuche den Tag möglichst oft damit zu füllen. Schau bei jedem „müssen“ und bei jedem „sollten“ genau hin.

Muss das wirklich? Was passiert, wenn ihr es nicht macht? Was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn ihr das einfach weglasst oder es etwas anders macht? Müssen die Kinder wirklich zu einer bestimmten Zeit aufstehen? Können sie während des Lockdowns nicht auch einfach mal im Schlafanzug bleiben? Nimm so oft den Stress raus, wie es geht.

Nehmt euch auch nicht zu viel mit einmal vor. Eure Kinder brauchen keine Dauerbespaßung. Sie brauchen Aufmerksamkeit. Wie viel ist zum einen stark vom Alter abhängig, aber auch ganz klar eine Typsache. Oft kann es helfen, diesen Tank direkt am Morgen großzügig zu füllen. Zum Beispiel mit einer Kuschel-, Tobe-, oder Spieleinheit. Oft geht der Übergang zu eigenständigen Aktivitäten dann deutlich leichter. Ist dieser Tank dagegen einmal leergelaufen, kann es schnell für alle ziemlich anstrengend werden.

Im Folgenden habe ich euch einige Beschäftigungsideen zusammengetragen, die euch einige ruhige Momente im Corona Chaos bringen können:

  • Hörbuch hören

  • Lern Apps benutzen

  • Serien oder Filme schauen. Es ist ok, wenn das auch mal mehr ist. Es ist Winter, es ist ständig dunkel und es ist Lockdown. Kuschel dich so oft es geht dazu und macht es euch gemütlich dabei.

  • Ein Zelt im Wohnzimmer aufstellen 

  • Malen oder basteln. Je nach Alter kann basteln auch eine sehr gute Beschäftigung allein sein. Mit Kulleraugen Pfeifenreinigern, Buntpapier, Stickerbüchern, Kritzelbildern, Knete, Salzteig, Modellierton, alten Papp- oder Plastikbechern und -Tellern, Filz, Schnüren und Pom Poms kann man sich ganz gut auch allein mal austoben.

  • Online Yoga für Kinder 

  • Baut Höhlen aus Decken und Möbeln und gebt Taschenlampen zum Spielen dazu

  • Wandern spielen beziehungsweise passendes Equipment wie Rucksäcke oder Taschen, eine kleine Decke, vielleicht eine Brotdose bereitlegen und die Kinder tauchen in eine Fantasiewelt ab

  • oder baut einen Kletterparcour aus Stühlen und Tischen auf

  • Papphäuser aus Kartons basteln und anmalen

  • Hörbücher oder den Mira Podcast hören. Immer mittwochs erscheint eine neue Folge. Wenn ihr sie noch nicht kennt, habt ihr eine ganze Weile lang eine prima Beschäftigung mit absolut wertvollem Inhalt für eure Kinder. Hört unbedingt mal rein! 

  • Skype Gespräche und online mit Freunden spielen. Neben klassischen Onlinespielen wie minecraft bieten sich auch ganz normale Brettspiele und Fantasiespiele mit Schleichtieren, Barbies bzw Lotties und Kuscheltieren an. Aber auch Lego lässt sich zusammen bauen, ein Hörspiel kann angehört werden oder auch gemeinsames malen ist möglich. Das wird am Anfang ungewohnt sein, aber die Kinder können sich einfach langsam daran gewöhnen.

  • Onlineausleihe von Bibliotheken nutzen

  • auch wenn es nicht das gleiche ist, aber bezieht eure Kinder auch gern zu (zusätzlichem) Yoga oder einer Meditation mit ein (beispielsweise mit der MIRAmeditaion), es gibt aber auch Kinder Yoga Karten oder zeig ihnen, wie tiefes Atmen geht.

  • Kakao trinken. Das geht auch wunderbar in gesund. Hierfür ein bis zwei Bananen mit eventuell 1-2 EL Haferflocken, 1-2 TL Kakao oder Carobpulver und 300-400 ml Pflanzenmilch mixen (gegebenenfalls vorher erwärmt). Besonders wichtig: den Strohhalm nicht vergessen. Wir nutzen welche aus Edelstahl. Das Ganze lässt sich auch als Schokoshake kalt trinken und eignet sich prima um zusätzliche Nährstoffe und Supplemente unterzubringen.

  • Feuer im Garten machen oder Feuerschale im Hof mit Punsch oder Kakao

  • Zusammen Spiele spielen. Um Streit zu vermeiden und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken bieten sich kooperative Spiele an. Hier wird nicht gegeneinander, sondern miteinander gespielt und versucht zusammen ans Ziel zu kommen. Andor für Kinder wird hier zum Beispiel sehr gerne gespielt. Gebt den Kindern hier unbedingt auch die Chance nach ihren eigenen Regeln zu spielen oder neue zu erfinden. Auch verwenden meine Kinder mit Vorliebe jedes Spiel gänzlich anders. Sie nutzen die Spielfiguren und tauchen in ihre eigenen Spielwelten ab. Auch wenn es manchmal schwerfällt, aber versucht das zuzulassen. Ein Nachteil dieses sehr kreativen und so wertvollen freien Spiels ist das Chaos, das entsteht. Bei Spielfiguren kann es schwierig werden, denn im Eifer des Gefechts geht auch schnell mal was verloren oder verschwindet in Koffern und Taschen. Hier kann es helfen vorab das Spiel auf einen Ort zu begrenzen.

  • Musik aufdrehen und tanzen 

  • Hüpfkästchen malen oder kleben. Wenn ihr niemanden unter euch wohnen habt, geht das auch wunderbar drinnen. Ansonsten ist es eher für draußen geeignet und geht selbst im mini kleinen Innenhof oder auf der Terrasse.

  • Auch Autostraßen können geklebt oder gemalt werden

  • Seilspringen oder Hula-Hoop für draußen zum Warmhalten und bewegen

  • Seifenblasen für draußen zum hinterherrennen

  • Badewanne mit Schleichtieren, Lego oder Farben zum aufwärmen

  • Gemeinsam lesen oder einen Film schauen

  • Picknick im Wohnzimmer

Diese Ideen sind lediglich als Anregung gedacht. Sie sollen dich nicht stressen oder noch zusätzlich unter Druck setzen. Nimm für euch mit, was dir Spaß macht und Entlastung im Corona Chaos bringt. Spielen deine Kinder ohnehin den halben Tag frei und tauchen die Wohnung ins tiefste Chaos? Willkommen im Club! Dann brauchst du wohl höchstens einige ruhigere Angebotsideen, mit denen deine Nerven etwas geschont werden können.

Oder fliegen bei euch eigentlich permanent nur die Fetzen? Auch das kenne ich zur Genüge. Es ist oft stark vom Alter und oder der jeweiligen Phase abhängig. Auch macht sich natürlich Stress und Druck innerhalb der Familie bemerkbar. Geht es euch Eltern nicht gut, betrifft das auch oft die Kinder. Was hier außerdem immer wieder zur Eskalation führt, ist Hunger. Oft merken die Kinder es selbst nicht, aber ist das Hungergefühl einmal überschritten, gibt es häufig den schlimmsten Krach. Kleine Snacks, Schokoshakes oder Kakao können hier schnell erste Löcher stopfen. Auch sehr beliebt fürs schnelle reagieren sind Bananenscheiben mit Nussmus oder Chufella (ein Schokoaufstrich ohne Zuckerzusatz) bestrichen.  

Solltest du merken, dass es an irgendeiner Stelle nicht mehr gesund ist und ihr beispielweise immer wieder massiv an eure Grenzen stoßt oder sehr oft sehr laut werdet, dann holt euch Hilfe. Es ist absolut nichts Verwerfliches daran, nicht mehr weiter zu wissen. Weder müssen wir alles allein schaffen, noch können wir das. Welche Hilfen es für Eltern bei Burnout konkret gibt und wie sich ein Burnout vorbeugen lässt, habe ich dir in meinem kostenlosen Ebook zusammengetragen, dass in den nächsten Tagen erscheint. Möchtest du hierüber auf dem Laufenden gehalten werden, dann trage dich gerne hier in meinem Newsletter ein

Merkst du, dass du immer wieder in alte Erziehungsmuster fällst, obwohl du das gar nicht möchtest und deine Kinder eigentlich auf Augenhöhe begleiten willst, dann kann ich dir Verena ans Herz legen

Corona Chaos: Arbeiten mit Kind

Corona Chaos im Home-Office 

Arbeiten mit Kindern zu Hause ist alles andere als einfach. Ist man es nicht gewohnt, reicht schon die vertraute Umgebung und alle anderen Verpflichtungen, um aus dem Konzept zu kommen. Wuseln dann noch laute Kinder umher, die aller Nase lang was zu essen wollen oder auf Toilette müssen, wird erwerbstätig arbeiten schwierig bis unmöglich.

Wenn es einen Partner oder eine Partnerin gibt, dann hol ihn oder sie unbedingt mit ins Boot. Es kann meiner Meinung nach absolut nicht angehen, dass mit dieser Extrembelastung eine Person alleingelassen wird. Mir ist auch klar, dass das nicht immer leicht umzusetzen ist, aber ihr seid ein Team. Klar gibt es Berufe, die nicht Homeoffice kompatibel sind, aber es gibt auch sehr viele, in denen das durchaus denkbar ist. Es muss ja nicht immer zwingend auch Vollzeit sein. Vielleicht lassen sich die Arbeitszeiten aber etwas flexibler gestalten, sodass ihr an irgendeinem Punkt Entlastung bekommt. Ein Ansatz könnte beispielsweise sein, die täglichen Stunden zu reduzieren und dafür Teile auch am Wochenende oder am späten Abend abzuarbeiten oder könnt ihr euch irgendwie in Schichten reinteilen? Einer geht ganz früh arbeiten, der andere dafür dann am späten Nachmittag?

Schaut ansonsten an welchen anderen Stellen ihr entlastet werden könnt.

Wenn ihr beide im Homeoffice seid, dann versucht euch mit den Verantwortlichkeiten abzuwechseln. Hierfür sind klare Absprachen von Vorteil. Trefft euch am Abend und plant den folgenden Tag. Was steht bei wem an? Welche Aufgaben erfordern dringend Ruhe oder Konzentration und welche sind vielleicht eher organisatorischer Natur? Teilt euch hier auch alle anderen Zuständigkeiten wie Haushalt und Essen machen auf. Kommt ihr nicht gut zum Besprechen, kann es helfen die To Dos digital zu planen. Wir nutzen hierfür Trello sehr gern. In Post It ähnlichen Karteikarten lassen sich To Dos festhalten und den einzelnen Teammitgliedern zuteilen. Auch eine Frist, bis wann die Aufgabe erledigt werden sollte, lässt sich einfügen. Mit Checklisten können auch Teilbereiche abgehakt werden, was sich für die Haushaltsorganisation zum Beispiel gut eignet.

Wenn es deine Arbeit hergibt, versucht vormittags rauszugehen. So wart ihr im Hellen an der Luft, der schlimmste Bewegungsdrang ist erledigt und ihr könnt dann drinnen zum ruhigeren Teil des Tages kommen und entsprechende Aktivitäten anbieten. Einige Anregungen findest du im vorigen Punkt. 

Eine weitere Idee kann gemeinsames CoWorken mit Freunden sein. Je nach Alter der Kinder, können diese vielleicht parallel online miteinander spielen oder gemeinsam etwas anhören. Oder ihr wechselt euch für kurze Zeitfenster ab. Einer liest oder spielt mit den Kindern, der andere arbeitet und umgekehrt. Das ist natürlich stark vom Alter der Kinder abhängig und sicher nicht für den ganzen Tag geeignet, kann aber wenigstens ein bisschen Zeit überbrücken. Natürlich lassen sich auf diese Weise auch die Großeltern sehr gut einbeziehen.

Ich hoffe, du konntest einige Ideen für dich mitnehmen und du kommst gut durch diese verrückte und fordernde Zeit!  

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