Ätherische Öle sind für mich eines der kraftvollsten Tools überhaupt, wenn es darum geht, sich und seiner Familie im Alltag selbst helfen zu können.
Denn mit Kindern ist ja eigentlich immer irgendwas. Jemand hat Bauchweh, sich geschnitten, einen fies juckenden Stich oder eine geschwollene Stelle. Der Hals kratzt, die Nase schnieft, nach einem langen Tag liegen die Nerven blank oder abends kommt einfach niemand zur Ruhe. Familienalltag halt.
Ich liebe es, in all diesen Situationen alles griffbereit zu haben und direkt etwas tun zu können.
Nicht zehn verschiedene Produkte für zehn verschiedene Themen, sondern eine überschaubare Anzahl ätherischer Öle, die unglaublich vielseitig einsetzbar sind und uns inzwischen seit vielen Jahren durch unseren Familienalltag begleiten.
Dabei geht es längst nicht nur um körperliche Themen. Gerade für Emotionen und Nervensystem sind ätherische Öle für mich zu einem der wertvollsten Werkzeuge überhaupt geworden. Wenn Worte nicht mehr ankommen, ein Kind völlig überreizt ist, Ängste hat, nicht in den Schlaf findet oder einfach komplett drüber ist, können Düfte auf einer ganz anderen Ebene unterstützen.
Wir lernen unseren Körper besser kennen, nehmen früher wahr, wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät, und haben Werkzeuge zur Hand, mit denen wir uns sofort unterstützen können.
In diesem Artikel zeige ich dir, warum ätherische Öle für mich in jede Hausapotheke gehören, wie wir sie im Alltag nutzen und welche Öle besonders vielseitig sind.
Meine Basis in Kurzform
Meine Basisöle: Lavendel, Weihrauch, Copaiba und Wild Orange. Für die natürliche Hausapotheke kommen Peppermint, Tea Tree, Lemon, Deep Blue, Air und On Guard dazu.
→ Direkt zu den Basisölen springen
Was sind ätherische Öle eigentlich?
Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Pflanzenessenzen, die je nach Pflanze aus Blüten, Blättern, Schalen, Harzen, Holz oder Wurzeln gewonnen werden.
Sie sind für mich ein ziemlich beeindruckendes Beispiel dafür, welche Kraft in Pflanzen steckt. Für ein kleines Fläschchen ätherisches Öl wird eine enorme Menge Pflanzenmaterial benötigt. Entsprechend konzentriert sind die fertigen Öle – und entsprechend wenig brauchen wir davon.
Ätherische Öle können aromatisch, äußerlich und in vielen Fällen bei doTERRA auch innerlich angewendet werden.
Ätherische Öle aromatisch anwenden
Bei der aromatischen Anwendung werden die flüchtigen Duftmoleküle eingeatmet, beispielsweise über einen Diffuser, einen Tropfen in der Hand oder ganz simpel direkt aus der Flasche.
Gerade rund um Emotionen, Nervensystem und unsere täglichen Routinen ist diese Form der Anwendung genial.
Ätherische Öle auf der Haut anwenden
Äußerlich können viele Öle direkt oder verdünnt mit einem Trägeröl auf die Haut gegeben werden.
Gerade für Kinder nutze ich dafür unglaublich gerne Roll-Ons, weil sie schnell zur Hand und super einfach anzuwenden sind. Außerdem kann ich die Verdünnung vorher passend vorbereiten und muss nicht jedes Mal neu mischen.
Ätherische Öle innerlich anwenden
Ätherische Öle von doTERRA können auch innerlich verwendet werden. Auch diese Form der Anwendung lieben wir sehr. Vor allem für Erwachsenen.
Auch wenn es sich zunächst komplex anhört, ist es das in der Praxis gar nicht.
Du brauchst keine 50 Öle und musst auch nicht sämtliche Eigenschaften auswendig lernen. Mit der Zeit kennst du deine wichtigsten Öle und weißt ziemlich genau, welche davon du in welcher Situation verwenden möchtest.
Wenn du erst einmal tiefer in die Grundlagen einsteigen möchtest, habe ich sie dir hier in Ätherische Öle anwenden und verstehen ausführlich aufgeschrieben.
Interessant wird es vor allem dann, wenn diese kleinen Fläschchen im ganz normalen Familienalltag tatsächlich zum Einsatz kommen.
Warum ätherische Öle gerade für Familien so wertvoll sind
Familienalltag ist ziemlich unberechenbar.
Du kannst morgens noch denken, heute läuft alles erstaunlich entspannt, und zwei Stunden später hat einer Bauchweh, der nächste eine Schramme und das dritte Nervensystem – deins – ist kurz davor, sich offiziell aus dem Familienleben abzumelden.
Für solche Situationen mag ich Lösungen, die nicht kompliziert sind.
Ich möchte nicht erst drei Stunden recherchieren und auch nicht für jedes kleine Thema ein neues Produkt brauchen. Ich möchte Dinge zu Hause haben, die ich kenne und von denen ich weiß, wie ich sie einsetzen kann.
Ätherische Öle sind hierfür wirklich unschlagbar vielseitig.
Lavendel ist nicht einfach nur zum Schlafen da, sondern ist auch unschlagbar für alles rund um Haut, Kratzer und Nervensystem. Und auch Copaiba steht bei uns nicht in der Ecke und wartet darauf, dass genau Situation X eintritt.
Je besser du die einzelnen Öle kennenlernst, desto mehr Möglichkeiten entdeckst du. Dadurch braucht es am Ende erstaunlich wenig, um ziemlich viel abzudecken.
Unsere natürliche Hausapotheke
Bei uns gibt es nicht die eine Schublade mit Ölen, die alle paar Monate mal geöffnet wird.
Die Dinger stehen überall. 😄
Ein Roller liegt am Bett, ein anderer fliegt in irgendeiner Tasche herum, im Bad stehen ein paar Fläschchen und natürlich gibt es unsere eigentliche Ölebox.
Denn die klassische natürliche Hausapotheke ist nach wie vor ein riesiger Teil davon.
Ein Schnitt, ein Stich, irgendwas juckt, der Bauch zwickt, die Muskeln melden sich nach dem Sport oder der Hals fängt verdächtig an zu kratzen – für all diese kleinen Alltagsthemen haben wir inzwischen unsere bewährten Öle und Mischungen.
Besonders praktisch finde ich, dass sich viele Öle eben nicht nur für eine Sache einsetzen lassen.
Dazu kommen fertige Mischungen für Verdauung, Atemwege, Muskeln und andere typische Familienthemen.
So entsteht mit relativ wenigen Fläschchen eine Hausapotheke, mit der du verdammt viel anfangen kannst.
Wenn du sehen möchtest, wie unsere Grundausstattung konkret aussieht, lies hier weiter:
→ doTERRA Home Essentials Kit – was kann die natürliche Hausapotheke wirklich?
Dort zeige ich dir die zehn Öle und Mischungen ausführlich und vor allem, wie wir sie tatsächlich benutzen.
Ätherische Öle für Emotionen und Nervensystem
Die Hausapotheke war für mich der Anfang.
Der Bereich, der mich heute aber mindestens genauso begeistert, sind Emotionen und Nervensystem.
Und gerade als Mama von sensiblen Kindern ist das Thema starke Gefühle für mich riesig.
Ich habe lange versucht, schwierige Situationen vor allem über Worte zu lösen.
Erklären. Begleiten. Noch mehr erklären. Verständnis zeigen. Irgendwie versuchen, das Kind zu erreichen.
Und manchmal kannst du dir schlicht den Mund fusselig reden.
Wenn ein Nervensystem komplett im Alarm ist, ist der Moment für die pädagogisch wertvolle Erklärung häufig einfach vorbei.
Düfte finde ich in solchen Situationen so faszinierend, weil Gerüche über unser Riechsystem verarbeitet werden, das eng mit Bereichen unseres Gehirns verbunden ist, die unter anderem an Emotionen, Erinnerung und Stressverarbeitung beteiligt sind.
Du kennst das wahrscheinlich selbst: Irgendein Geruch steigt dir in die Nase und plötzlich bist du wieder sechs Jahre alt, stehst in Omas Küche und kannst den Kuchen praktisch schmecken.
Oder du riechst das Parfum von irgendeinem Menschen aus deiner Vergangenheit und denkst: Ach du Scheiße, den hatte ich ja erfolgreich verdrängt. 😄
Gerüche sind mächtig.
Und diese Verbindung können wir ganz bewusst nutzen.
Duftanker im Familienalltag
Bei uns sind viele Düfte über die Jahre zu richtigen Duftankern geworden.
Sie begleiten immer wieder ähnliche Situationen und bekommen dadurch irgendwann eine Bedeutung.
Ein bestimmter Duft gehört zum Einschlafen. Ein anderer zum Runterkommen. Manche Öle nutzen wir, wenn Mut fehlt oder vor einer neuen Situation. Andere begleiten uns bei Fokus und Konzentration oder in Momenten, in denen einfach alles zu viel geworden ist.
Das Schöne daran ist, dass die Kinder diese Verbindungen irgendwann selbst kennen. Sie wissen, welchen Roller sie mögen, wenn sie aufgeregt sind, kennen ihren Duft zum Schlafen und holen sich manches inzwischen selbst.
Dabei geht es mir übrigens nicht darum, unangenehme Gefühle möglichst schnell wegzumachen.
Wut, Angst, Überforderung oder Rückzug dürfen da sein. Viel hilfreicher finde ich die Frage, was gerade dahintersteckt und was das Nervensystem jetzt braucht.
Und manchmal ist die Antwort ein Duft.
Manchmal Bewegung.
Manchmal Ruhe.
Manchmal Nähe.
Und manchmal erstmal ein Brot, weil das vermeintlich dysregulierte Kind seit fünf Stunden nichts gegessen hat. 😄
Wenn du lernen möchtest, diese Zustände bei dir und deinem Kind schneller zu erkennen, hol dir meinen kostenlosen Nervenkompass. Mit Sonne, Sturm, Lava und Eis bekommt ihr eine einfache Sprache dafür, was gerade in euch passiert und was ihr jetzt braucht.
→ Nervenkompass kostenlos holen
Wenn du tiefer in meine Arbeit rund um Nervensystem, Stress und natürliche Unterstützung einsteigen möchtest, findest du außerdem in Nerven stärken für Mütter viele weitere Ideen.
Kinder können viel früher lernen, sich selbst zu unterstützen, als wir oft denken
Etwas ist mir als Mutter dabei grundsätzlich unglaublich wichtig:
Ich möchte meine Kinder nicht dauerhaft von mir abhängig machen, wenn es darum geht, zu wissen, was gut für sie ist.
Natürlich begleite ich sie und natürlich trage ich die Verantwortung. Aber ich möchte ihnen nicht vermitteln, dass immer jemand von außen besser weiß, was in ihrem Körper passiert als sie selbst.
Kinder können lernen, in sich hineinzuspüren.
Und ätherische Öle sind dafür ein erstaunlich einfaches Werkzeug.
Anfangs wähle ich einen Roller aus und biete ihn an. Irgendwann kennt das Kind ihn. Noch etwas später kommt es selbst darauf, ihn zu benutzen.
Und dabei passiert viel mehr, als dass ein Kind lernt, welches Öl wofür gedacht ist.
Es lernt:
Wie geht es mir gerade?
Was passiert in meinem Körper?
Was brauche ich?
Was tut mir gut?
Das ist einer der Gründe, warum ich die doTERRA Kids Collection so liebe.
Die sieben Roll-Ons sind bereits fertig verdünnt und auf typische Themen im Kinderalltag abgestimmt: Ruhe und Schlaf, Mut, Fokus, Verdauung, körperliches Wohlbefinden, Erdung und starke Gefühle.
Dadurch wird das Ganze für Kinder greifbar.
Es ist nicht Mamas komplizierte Ölekiste, in der man besser nichts anfasst. Es sind ihre Roller, die sie kennen und zunehmend selbst benutzen können.
Und plötzlich wird aus:
„Mama, mach mal!“
immer öfter:
„Ich weiß, was mir guttut.“
Das finde ich ziemlich großartig.
Die einzelnen Roller und wie wir sie im Alltag einsetzen, findest du ausführlich in meinem Artikel über die doTERRA Kids Collection.
Ätherische Öle begleiten die ganze Familie
Was ich an den Ölen ebenfalls liebe: Sie sind nicht an eine bestimmte Familienphase gebunden.
Sie haben mich durch Schwangerschaften begleitet, waren in der Babyzeit da und sind heute mit größeren Kindern genauso selbstverständlich Teil unseres Alltags.
Die Öle bleiben. Die Anwendung verändert sich.
Ätherische Öle für Babys
Gerade mit Baby sind natürliche Möglichkeiten unglaublich wertvoll.
Bauchweh, Zahnen, ein wunder Po, Schlaf, Unruhe, Überreizung – die Babyzeit bringt genug Situationen mit, in denen man sich wünscht, etwas tun zu können.
Bei Babys braucht es allerdings nicht viele verschiedene Öle. Viel wichtiger ist eine kleine Auswahl geeigneter Öle und eine an das Alter angepasste Anwendung.
Lavendel, Weihrauch und Copaiba gehören für mich dabei zu den absoluten Klassikern.
Wie ich ätherische Öle bei Babys verwende, welche sich eignen und worauf ich dabei achte, findest du ausführlich in:
→ Ätherische Öle für Babys: Unterstützung aus der Natur
Ätherische Öle in der Schwangerschaft
Auch in der Schwangerschaft können ätherische Öle unglaublich vielseitig sein.
Übelkeit, Schlaf, kreisende Gedanken, körperliche Veränderungen und später natürlich Geburt und Wochenbett bringen wieder ganz andere Themen mit.
Welche Öle mich in dieser Zeit begleiten und welche ich bewusst nicht verwende, habe ich dir deshalb in meinem großen Guide zusammengestellt:
→ Ätherische Öle in der Schwangerschaft
Ätherische Öle für besseren Schlaf
Schlaf ist bei uns noch einmal ein ganz eigenes Thema.
Denn müde zu sein und wirklich herunterfahren zu können, sind zwei verschiedene Dinge. Das kennen wir Erwachsenen genauso wie unsere Kinder.
Bei uns gehören Düfte deshalb schon lange zur Abendroutine. Lavendel, Copaiba und Serenity sind drei meiner absoluten Favoriten. Wir nutzen sie im Diffuser, als Roller, für kleine Massagen oder inzwischen auch ganz unkompliziert mit dem Serenity Stick neben dem Bett.
Serenity ist eine weiche, beruhigende Duftmischung für den Abend. Der Serenity Stick ist die praktische Stiftvariante zum Riechen, die du einfach neben das Bett legen oder mit auf Reisen nehmen kannst.
Mit der Zeit werden auch solche Düfte zu Ankern. Der Körper kennt die Abläufe, der gleiche Duft taucht immer wieder am Abend auf und gehört irgendwann genauso zur Routine wie Zähneputzen, Buch und Licht aus.
Welche Öle wir für unterschiedliche Schlafthemen nutzen und was Nervensystem, Stress und unsere Abendroutine damit zu tun haben, findest du hier:
→ Ätherische Öle für besseren Schlaf: natürlich zur Ruhe kommen und erholsamer schlafen
Ätherische Öle in der Erkältungszeit
Und dann kommt jedes Jahr irgendwann diese wunderbare Phase, in der gefühlt überall jemand schnieft und hustet. 😄
Auch dann laufen unsere Öle bei uns auf Hochtouren.
On Guard, Lemon, Weihrauch, Tea Tree und Air gehören in dieser Zeit zu den Fläschchen, die ständig irgendwo herumstehen. Und ich mag es, schon dann aktiv werden zu können, wenn der Hals gerade erst anfängt zu kratzen oder ich merke, dass sich irgendetwas ankündigt.
Air ist eine frische, kühle Mischung mit unter anderem Eukalyptus und Pfefferminze – ein Duft, der sich nach freiem Durchatmen anfühlt.
Gleichzeitig gehört für mich inzwischen viel mehr zu einem starken Körper als das passende Öl. Schlaf, Ernährung, Nährstoffe, Darm, Bewegung, Stress und Nervensystem hängen miteinander zusammen.
Wie wir all das in Herbst und Winter verbinden und welche Mischungen und Routinen bei uns dazugehören, findest du in:
→ Natürlich gesund durch Herbst und Winter
Welche ätherischen Öle braucht eine Familie wirklich?
Jetzt könnte ich dir natürlich eine Liste mit 27 Ölen hinknallen und behaupten, die brauchst du alle unbedingt.
Brauchst du nicht.
Wenn du anfängst, finde ich eine gute, vielseitige Grundausstattung viel sinnvoller.
Ein paar Öle haben sich bei uns dabei über die Jahre zu absoluten Dauerbrennern entwickelt.
Lavendel
Lavendel ist vermutlich eines der bekanntesten ätherischen Öle überhaupt – und das völlig zu Recht.
Ich nutze ihn rund um Entspannung und Schlaf, aber genauso in unserer natürlichen Hausapotheke. Gerade weil Lavendel so vielseitig ist, gehört er für mich in jede Familien-Grundausstattung.
Weihrauch
Wenn ich mich auf sehr wenige Öle beschränken müsste, wäre Weihrauch dabei.
Er ist so vielseitig einsetzbar, lässt sich hervorragend mit anderen Ölen kombinieren und begleitet uns deshalb in ganz unterschiedlichen Situationen.
Copaiba
Copaiba ist eines meiner absoluten Lieblingsöle und aus unseren Rollern kaum wegzudenken.
Gerade rund um Nervensystem und Emotionen liebe ich es und kombiniere es häufig mit anderen Ölen.
Wild Orange
Wild Orange macht schon beim Aufschrauben gute Laune.
Der Duft ist frisch und leicht und eignet sich wunderbar für unsere Duftanker. Besonders zusammen mit Copaiba oder Weihrauch gehört Wild Orange bei uns zu den Kombinationen, die immer wieder auftauchen.
Für die Hausapotheke kommen dazu
Wenn es um die natürliche Hausapotheke geht, gehören für mich zusätzlich Peppermint, Tea Tree, Lemon und On Guard dazu. Wie wir sie zusammen mit den Basisölen im Alltag einsetzen, zeige ich dir ausführlich im Artikel zum Home Essentials Kit.
Welche Öle darüber hinaus sinnvoll sind, hängt davon ab, was bei euch eigentlich Thema ist.
Wenn ihr ständig mit Verdauung zu tun habt, braucht ihr andere Ergänzungen als eine Familie, bei der Schlaf, starke Gefühle oder die Erkältungszeit ganz oben auf der Liste stehen.
Deshalb mag ich eine gute Basis plus die Öle, die wirklich zu eurer Familie passen.
So werden ätherische Öle wirklich Teil des Familienalltags
Am besten so, dass sie nicht noch eine weitere Aufgabe auf deiner To-do-Liste werden.
Denn das wäre ja einigermaßen sinnlos. 😄
Bei uns funktionieren vor allem die Dinge, die einfach da sind, wenn wir sie brauchen.
Ein Roller neben dem Bett. Ein bestimmtes Öl morgens. Der Diffuser im Wohnzimmer. Ein Öl in der Tasche für unterwegs. Ein Duftanker vor Schule, Terminen oder neuen Situationen.
Und natürlich unsere Hausapotheke, aus der wir uns bedienen, wenn irgendetwas zwickt.
Gerade Roller finde ich mit Kindern unschlagbar praktisch. Sie sind fertig gemischt, schnell aufgetragen und die Kinder können sie mit zunehmendem Alter selbst benutzen.
Wenn du anfängst, würde ich deshalb nicht versuchen, sofort hundert Anwendungen zu lernen.
Nimm einige wenige Öle und benutze sie wirklich.
Nur dadurch lernst du sie kennen. Irgendwann musst du nicht mehr nachschauen, was du mit Lavendel machen kannst oder welcher Roller bei euch in welcher Situation funktioniert.
Dann sind die Öle einfach Teil eures Alltags.
Ätherische Öle sicher anwenden
Weil ätherische Öle hochkonzentriert sind, braucht es davon meistens erstaunlich wenig.
Gerade bei Kindern passe ich die Verdünnung an das Alter an und wähle die Öle entsprechend aus. Bei Babys gelten noch einmal andere Verdünnungen und nicht jedes Öl, das wir Erwachsenen benutzen, ist für die ganz Kleinen geeignet.
Einige ätherische Öle können empfindliche Haut reizen. Bei bestimmten Zitrusölen muss außerdem die mögliche Lichtempfindlichkeit nach der Anwendung auf der Haut berücksichtigt werden. Augen, Ohren und andere empfindliche Bereiche sind ebenfalls keine sinnvollen Orte für ätherische Öle.
Das klingt geschrieben immer nach einem riesigen Regelwerk. Im Alltag ist es das überhaupt nicht.
Wenn du deine Basisöle kennst, weißt du ziemlich schnell, was wie verwendet wird.
Und deshalb finde ich es so wichtig, nicht einfach irgendwelche Öle zu kaufen, sondern auch zu wissen, wie du sie benutzen kannst.
Bei ätherischen Ölen ist Qualität für mich nicht verhandelbar
Je mehr du ätherische Öle benutzt, desto wichtiger wird irgendwann eine Frage:
Was ist da eigentlich drin?
Wenn ich einen Duft zweimal im Jahr in eine Duftlampe gebe, kann mir das vielleicht relativ egal sein.
Wenn ätherische Öle aber so selbstverständlich zu meiner Hausapotheke gehören wie bei uns, möchte ich es ziemlich genau wissen.
Denn ätherisches Öl ist nicht automatisch ätherisches Öl.
Schon die Pflanze selbst macht einen Unterschied. Wo ist sie gewachsen? Unter welchen Bedingungen? Wann wurde sie geerntet? Wie wurde das Öl gewonnen? Wie wurde es anschließend gelagert? Und vor allem: Wie wird überprüft, was am Ende tatsächlich im Fläschchen steckt?
All das beeinflusst die Qualität.
Und das ist einer der Hauptgründe, warum ich seit vielen Jahren doTERRA nutze.
doTERRA bezeichnet seinen Qualitätsstandard als CPTG – Certified Pure Tested Grade. Dahinter stehen verschiedene Prüfungen, mit denen unter anderem Identität, Zusammensetzung und mögliche Verunreinigungen der Öle überprüft werden. CPTG ist ein unternehmenseigener Qualitätsstandard – entscheidend ist für mich deshalb weniger der Name als die Qualitätskontrollen, die dahinterstehen.
Dazu kommt die Herkunft der Pflanzen. Eine Pfefferminze braucht andere Bedingungen als Weihrauch, Lavendel oder Wild Orange. Ich finde den Ansatz sinnvoll, Pflanzen dort anzubauen beziehungsweise zu beziehen, wo sie unter passenden Bedingungen wachsen und entsprechendes Wissen vorhanden ist.
Und nach vielen Jahren kommt noch etwas dazu, das für mich mindestens genauso wichtig ist:
Ich kenne die Öle.
Ich kenne ihre Qualität, ich kenne ihre Anwendung und ich habe inzwischen jahrelange Erfahrung damit – bei mir selbst, in meiner Familie und in der Begleitung anderer Familien.
Deshalb findest du hier im Familiengarten ganz bewusst doTERRA.
Häufige Fragen zu ätherischen Ölen für Familien
Ab welchem Alter kann ich ätherische Öle bei Kindern verwenden?
Das hängt vom Alter und vom Öl ab. Bei Babys gelten andere Verdünnungen und nicht jedes Öl ist für die ganz Kleinen geeignet. Lavendel, Weihrauch und Copaiba gehören zu den milden Klassikern für Babys, Details findest du in meinem Artikel zu ätherischen Ölen für Babys. Bei größeren Kindern passe ich Verdünnung und Ölauswahl an das Alter an.
Wie wende ich ätherische Öle bei Kindern an?
Am liebsten mit Roll-Ons, weil sie schnell zur Hand sind und die Verdünnung schon vorbereitet ist. Dazu kommen die aromatische Anwendung über den Diffuser oder direkt aus der Flasche und kleine Massagen mit Trägeröl.
Welche ätherischen Öle braucht eine Familie zum Start?
Nicht viele. Bei uns sind Lavendel, Weihrauch, Copaiba und Wild Orange die Basis. Für die natürliche Hausapotheke gehören außerdem Peppermint, Tea Tree, Lemon, Deep Blue, Air und On Guard dazu.
Kann man ätherische Öle auch innerlich anwenden?
Ja, sehe viele ätherischen Öle von doTERRA können auch innerlich angewendet werden. Zum Beispiel im Wasser getrunken, unter die Zunge gegeben oder in einer Leerkapsel genommen werden.
Sind alle ätherischen Öle gleich?
Nein. Ätherisches Öl ist nicht gleich ätherisches Öl. Es gibt sehr große Unterschiede, die die Wirkung und Sicherheit stark beeinflussen. Die meisten ätherischen Öle, die es zu kaufen gibt, sind synthetisch oder gestreckt. Denn es gibt leider keinen geregelten Markt. Außerdem spielt es eine große Rolle, welche Pflanze verwendet wurde, wo sie wachsen konnte, wie sie gewonnen, extrahiert und gelagert wurde und welche Tests und Prüfungen stattgefunden haben. Deshalb arbeite ich mit doTERRA und weiß, wie ich die Öle anwende.
Brauche ich viele Öle, um anzufangen?
Nein. Du brauchst keine 50 Öle und musst nicht alle Eigenschaften auswendig lernen. Nimm einige wenige Öle und benutze sie wirklich, so lernst du sie am besten kennen.
Deine wichtigsten Öle für stressige Familienmomente
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Wie fange ich mit ätherischen Ölen an?
Mach es dir nicht komplizierter, als es sein muss.
Du brauchst weder eine riesige Sammlung noch musst du vorher alles über ätherische Öle wissen.
Viel wichtiger ist die Frage:
Was braucht ihr als Familie?
Wenn du vor allem eine vielseitige natürliche Hausapotheke möchtest und möglichst viele typische Alltagsthemen abdecken willst, ist das Home Essentials Kit für mich ein richtig guter Einstieg.
Wenn bei euch Kinder, starke Gefühle, Schlaf, Fokus und Nervensystem im Mittelpunkt stehen, kann die Kids Collection ein guter Ausgangspunkt sein.
Und wenn eure Themen irgendwo dazwischenliegen oder du überhaupt nicht weißt, welche Öle für euch sinnvoll sind, dann musst du dich auch nicht allein durch sämtliche Produkte wühlen.
Schreib mir einfach, wer zu eurer Familie gehört, wie alt deine Kinder sind und welche Themen euch gerade am meisten beschäftigen. Dann schauen wir, welche Öle zu eurem Alltag passen.
Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst viele Fläschchen im Schrank stehen zu haben.
Es geht darum, ein paar richtig gute Werkzeuge zu haben, zu wissen, wie man sie benutzt und sich damit selbst helfen zu können.
Und das ist wahrscheinlich der Grund, warum ich nach all den Jahren immer noch so begeistert von ätherischen Ölen bin.
Sie haben uns nicht einfach nur eine andere Hausapotheke gegeben. Sie haben verändert, wie wir mit Gesundheit umgehen.
Wir warten nicht erst ab. Wir schauen hin, wenn sich etwas verändert. Und wir haben unglaublich viele Möglichkeiten zur Hand, direkt etwas zu tun.
Für mich ist das ein verdammt großes Stück Freiheit.
Und ja – ich frage mich tatsächlich immer noch ziemlich oft, was Familien eigentlich ohne Öle machen. 😄







