Ätherische Öle für gesunden Schlaf

Ätherische Öle für besseren Schlaf: Natürlich zur Ruhe kommen und erholsamer schlafen

Schlaf ist das Fundament für unser körperliches und geistiges Wohlbefinden. Er beeinflusst unser Nervensystem, unsere Stimmung und unser Immunsystem. Vor allem Eltern erleben häufig Schlafmangel, der den Alltag belastet und die Grundstimmung in der Familie beeinträchtigt. Die gute Nachricht: Ätherische Öle bieten eine natürliche, sanfte Möglichkeit, besseren Schlaf zu fördern – für uns Erwachsene genauso wie für unsere Kinder.
Du bist todmüde, liegst endlich im Bett und plötzlich ist dein Kopf hellwach. Oder dein Kind reibt sich seit einer Stunde die Augen, ist offensichtlich völlig erledigt und dreht trotzdem noch einmal richtig auf. Schlaf funktioniert leider nicht einfach deshalb, weil wir müde genug sind. Gerade wenn der Tag voll war, wir unter Stress stehen oder unser Nervensystem noch auf Hochtouren läuft, fällt das Abschalten oft schwer. Und spätestens als Eltern merken wir ziemlich schnell, was dauerhaft zu wenig Schlaf mit uns macht: Wir werden dünnhäutiger, schneller überfordert und haben weniger Kapazität für die starken Gefühle unserer Kinder – und unsere eigenen. Ätherische Öle gehören deshalb bei uns schon lange zur Abendroutine. Ich nutze sie gezielt für mein Nervensystem, um Ruhe reinzubringen und unserem Körper immer wieder dasselbe Signal zu geben: Der Tag ist vorbei. In diesem Artikel zeige ich dir, welche ätherischen Öle ich für besseren Schlaf besonders gerne nutze, welches Öl zu welchem Schlafthema passt, was unser Nervensystem damit zu tun hat und welche einfachen Schlafroutinen sich bei uns mit Kindern bewährt haben.

Das erfährst du in diesem Artikel

✓ Warum du todmüde sein und trotzdem nicht schlafen können kannst ✓ Welche ätherischen Öle ich für Ruhe und Schlaf besonders gerne nutze ✓ Welches Öl zu welchem Schlafthema passt ✓ Welche Mischungen bei uns abends in den Diffuser kommen ✓ Wie wir ätherische Öle bei Kindern verwenden ✓ Was Nervensystem, Cortisol und Melatonin mit deinem Schlaf zu tun haben ✓ Was du dir anschauen kannst, wenn dein Kind trotz Müdigkeit nicht zur Ruhe kommt

Warum guter Schlaf so viel verändert

Schlaf ist weit mehr als die Zeit, in der wir einfach nichts tun. Während wir schlafen, laufen wichtige Regenerationsprozesse. Unser Nervensystem verarbeitet den Tag, unser Hormonsystem arbeitet anders als tagsüber und auch unser Immunsystem nutzt diese Zeit. Das merken wir ziemlich schnell, wenn Schlaf dauerhaft fehlt. Wir werden reizbarer. Konzentration und Belastbarkeit lassen nach. Unser Nervensystem reagiert schneller und irgendwann fühlt sich schon der ganz normale Familienalltag nach zu viel an. Mit Kindern kann daraus ein ziemlich gemeiner Kreislauf entstehen: Dein Kind schläft schlecht, du schläfst schlecht, am nächsten Tag habt ihr beide weniger Kapazität und startet bereits voller in den nächsten Abend. Schlaf ist deshalb eine der wichtigsten Zeiten, in denen unser Körper und unser Nervensystem regenerieren können.

Warum dein Nervensystem beim Schlafen eine Rolle spielt

Du kannst völlig erschöpft sein und trotzdem nicht einschlafen. Denn körperliche Müdigkeit bedeutet nicht automatisch, dass auch dein Nervensystem schon zur Ruhe gekommen ist. Unser autonomes Nervensystem reagiert ständig darauf, was um uns herum und in uns passiert. Vereinfacht gesagt sorgt der Sympathikus dafür, dass wir wach, leistungsfähig und reaktionsbereit sind. Der Parasympathikus übernimmt stärker, wenn Ruhe, Verdauung und Regeneration möglich sind. Und schlafen wollen wir natürlich nicht mit einem Nervensystem, das noch glaubt, es müsse gerade leisten, organisieren oder auf irgendetwas reagieren. Nach einem vollen oder stressigen Tag kann genau das passieren. Der Körper ist erschöpft, gleichzeitig läuft das System noch auf Aktivität. Die Gedanken kreisen. Die Schultern sind angespannt. Jedes Geräusch nervt. Du willst eigentlich nur noch schlafen und findest trotzdem nicht in die Ruhe. Auch unsere Hormone spielen dabei eine Rolle. Cortisol sorgt unter anderem dafür, dass wir morgens wach und leistungsbereit werden, und folgt über den Tag einem eigenen Rhythmus. Melatonin steigt dagegen normalerweise am Abend an und bereitet unseren Körper auf die Nacht vor. Stress, Licht, unser Tagesrhythmus und der Zustand unseres Nervensystems mischen bei diesem Zusammenspiel mit. Und hier werden ätherische Öle besonders spannend. Düfte werden über unsere Riechrezeptoren aufgenommen und sind eng mit Bereichen unseres Gehirns verbunden, die an Emotionen, Erinnerungen und Stressreaktionen beteiligt sind. Bestimmte ätherische Öle nutze ich gezielt, um den Parasympathikus und damit den Wechsel aus Anspannung und Aktivität in Richtung Ruhe zu unterstützen. Deshalb benutze ich Lavendel, Copaiba, Weihrauch oder Vetiver nicht einfach, weil das Schlafzimmer dann nett riecht. Ich nutze sie für mein Nervensystem. Bei Kindern sieht ein Nervensystem, das noch auf Hochtouren läuft, übrigens manchmal völlig anders aus. Sie werden albern. Rennen durchs Schlafzimmer. Fangen wegen der falschen Bettdecke an zu weinen. Brauchen fünfmal etwas zu trinken oder erklären dir mit beeindruckender Überzeugung, dass sie überhaupt nicht müde sind, obwohl du ihnen seit einer Stunde beim Augenreiben zusiehst. Gerade bei Kindern, die sehr viel wahrnehmen, schnell überreizt sind oder intensive Gefühle haben, kennen wir das gut. Deshalb schaue ich beim Thema Schlaf nicht nur darauf, wie müde jemand ist, sondern auch darauf, wie voll das Nervensystem noch ist. Wie du dein Nervensystem im Alltag stärken kannst, findest du hier: Nerven stärken für Mütter – natürliche Wege zu mehr emotionaler Balance und Entspannung

Die besten ätherischen Öle für besseren Schlaf

Es gibt verschiedene Gründe, warum wir abends nicht zur Ruhe kommen. Manchmal arbeitet der Kopf weiter. Manchmal ist der ganze Körper angespannt. Manchmal waren die letzten Tage einfach zu viel und das Nervensystem steht noch komplett unter Strom. Deshalb greife ich nicht jeden Abend automatisch zum gleichen Öl.

Lavendel – mein Klassiker für Ruhe und Schlaf

Lavendel ist für mich eins der Öle, das in jede Familie gehört. Er ist eines der bekanntesten ätherischen Öle rund um Entspannung und Schlaf. Lavendel wirkt beruhigend auf unser Nervensystem und ist für mich besonders interessant, wenn Stress und Anspannung das Einschlafen erschweren. Auch rund um unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und Melatonin spielt Lavendel eine wichtige Rolle. Ich nutze ihn abends sehr gerne im Diffuser oder verdünnt auf den Füßen. Gerade mit Kindern finde ich Lavendel so praktisch, weil er weit über das Thema Schlaf hinausgeht und beispielsweise auch rund um die Haut eines meiner meistgenutzten Öle ist.

Copaiba – wenn der Körper müde, aber das System noch an ist

Copaiba ist für mich DAS Nervenöl schlechthin. Ich nutze es, um mein Nervensystem zu beruhigen und es runterzufahren, besonders wenn Stress und innere Anspannung noch deutlich spürbar sind. Ich gebe mir dafür morgens und abends einen Tropfe direkt unter die Zunge. Auch für Kinder ist Copaiba wunderbar geeignet, denn es ist ein sehr mildes Öl. Es kann bei starker Unruhe helfen und Regulation fördern, außerdem ist es großartig, wenn Kinder Angst vorm Schlafengehen haben. Am besten kombiniert mit Wild Orange oder der beruhigenden Mischung Adaptiv. Abends kombiniere ich es besonders gerne mit Lavendel, Wild Orange oder Vetiver.

Weihrauch – wenn der Kopf einfach weiterarbeitet

Du liegst endlich im Bett und plötzlich fällt dir alles ein. Die Mail, die du morgen noch schreiben musst. Das Gespräch von vorgestern. Irgendetwas, das nächste Woche organisiert werden muss. Und wenn sonst wirklich nichts mehr übrig ist, findet das Gehirn bestimmt noch irgendeine Lebensentscheidung von 2017. 😄 An solchen Abenden mag ich Weihrauch sehr gerne. Weihrauch hat für mich stark beruhigende und erdende Eigenschaften und ist besonders wertvoll, wenn mein Körper eigentlich schon zur Ruhe kommen könnte, mein Kopf aber einfach nicht aufhört. Ich kombiniere ihn gerne mit Lavendel oder Copaiba. Für besonders stressige Zeiten ist diese 3er Kombination auch grandios in einer Leerkapsel.

Vetiver – wenn du völlig müde und gleichzeitig komplett drüber bist

Vetiver ist intensiv, sehr erdig und wirkt für mich stark stabilisierend. Ich nutze es besonders an diesen Abenden, an denen das Nervensystem nach einem intensiven Tag einfach nicht aus der Aktivität herausfindet. Oder anders gesagt: Ich kann eigentlich nicht mehr – aber herunterfahren kann ich auch nicht. Davon braucht es nicht viel. Im Diffuser reicht mir häufig schon ein Tropfen zusammen mit Lavendel und Copaiba. Vetiver ist übrigens auch Bestandteil der fertigen Schlafmischung Serenity und ist wunderbar auch für kleine Zappelkinder geignet.

Römische Kamille – besonders schön für Kinder

Römische Kamille gehört für mich zu den schönsten Ölen für Ruhe und Entspannung und ich mag sie besonders gerne bei Kindern. Gerade nach sehr vollen Tagen, bei innerer Unruhe oder starken Gefühlen passt sie wunderbar in eine ruhige Abendroutine. Zusammen mit Lavendel ist sie eine meiner liebsten sanften Kombinationen für Kinder.

Serenity – wenn du einfach eine fertige Mischung möchtest

Du musst natürlich nicht jeden Abend drei Fläschchen zusammensuchen. Serenity ist die fertige Ruhemischung von doTERRA und enthält unter anderem Lavendel, Zedernholz, Ylang Ylang, Majoran, römische Kamille, Vetiver und Sandelholz. Ich liebe Serenity und greife besonders an Abenden dazu, an denen ich einfach nur den Diffuser anmachen und Feierabend haben möchte. Inzwischen ist auch der Serenity Stick wieder verfügbar. Den mag ich vor allem deshalb, weil er so unkompliziert ist. Kein Mischen, kein Kokosöl holen. Deckel auf, auftragen, fertig. Durch die Kombination der Serenity-Mischung mit Baldrian ist er für mich gerade an Abenden interessant, an denen besonders viel Ruhe gefragt ist. Ich trage ihn beispielsweise an den Füßen oder Pulspunkten auf und kann ihn einfach direkt ans Bett legen.

Welches ätherische Öl nehme ich bei welchem Schlafthema?

Wenn du vor deinen Fläschchen sitzt und dich fragst, was davon heute Abend am besten passt, kannst du dich daran orientieren:
  • Du bist müde, aber innerlich noch völlig angespannt: Lavendel + Copaiba
  • Dein Gedankenkarussell hört nicht auf: Lavendel + Weihrauch
  • Du bist völlig überreizt und gleichzeitig überdreht: Lavendel + Copaiba + 1 Tropfen Vetiver
  • Du möchtest einfach Ruhe ins Schlafzimmer bringen: Lavendel + Wild Orange
  • Dein Kind hatte einen sehr intensiven Tag: Lavendel + römische Kamille
  • Du möchtest gar nicht erst mischen: Serenity oder Serenity Stick
Das muss nicht jeden Abend gleich aussehen. Ich schaue meistens danach, was gerade los ist und was wir an diesem Abend brauchen.

So verwenden wir ätherische Öle zum Schlafen

Ich mag beim Schlafen Anwendungen, die einfach genug sind, dass wir sie tatsächlich regelmäßig machen.

Im Diffuser

Der Diffuser ist bei uns wahrscheinlich die einfachste Variante. Ich schalte ihn gerne schon eine Weile vor dem Schlafengehen an. Der Duft ist dann bereits im Raum und wird Teil des Übergangs in den Abend, bevor wir überhaupt im Bett liegen. Eine meiner liebsten einfachen Mischungen ist:
  • 2 Tropfen Lavendel
  • 2 Tropfen Copaiba
  • 1 Tropfen Wild Orange
Wenn es erdender sein darf:
  • 2 Tropfen Lavendel
  • 1 Tropfen Copaiba
  • 1 Tropfen Vetiver
Die Menge passe ich an Raumgröße und Diffuser an.

Verdünnt auf den Füßen

Gerade mit Kindern finde ich die Füße sehr praktisch. Ich verdünne die Öle entsprechend dem Alter mit fraktioniertem Kokosöl und massiere sie kurz ein. Noch einfacher wird es mit einem fertigen Roller. Einmal mischen, ins Bad oder ans Bett stellen und abends musst du nicht mehr überlegen. Oder eben: Serenity Stick schnappen und fertig.

Als kleine Fuß- oder Rückenmassage

Berührung gehört für mich ebenfalls dazu. Gerade bei Kindern können zwei Minuten Fuß- oder Rückenmassage nach einem vollen Tag schon unglaublich schön sein. Dafür verwende ich beispielsweise verdünnten Lavendel oder Copaiba und massiere damit die Füße oder sanft den Rücken entlang. Das ist keine 20-minütige Wellnessbehandlung. Manchmal sind es wirklich nur zwei Minuten beim Vorlesen oder Kuscheln. Die Verbindung aus Berührung, vertrautem Duft und einem wiederkehrenden Ablauf macht daraus für uns ein richtig schönes Abendritual.

Innerlich bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen nutze ich rund um Schlaf und Nervensystem auch die innere Anwendung ätherischer Öle. Wenn mein Kopf abends überhaupt nicht aufhören möchte zu arbeiten, gehören Weihrauch und Copaiba zu meinen liebsten Kombinationen. Einen Tropfen Weihrauch und einen Tropfen Copaiba gebe ich dafür unter die Zunge. Für die innere Anwendung verwende ich ausschließlich ätherische Öle, die vom Hersteller dafür vorgesehen sind. Das ist eine Anwendung für Erwachsene und nicht meine Schlafroutine für Kinder.

Unsere einfache Abendroutine

Ich möchte aus Schlaf kein weiteres Optimierungsprojekt machen. Wenn ich vor dem Zubettgehen erst zwölf Schritte abarbeiten, journaln, meditieren, Supplements nehmen, meine Atemübungen machen und anschließend meine Schlaf-App kontrollieren soll, bin ich wahrscheinlich wieder wach. 😉 Unsere Abendroutine darf deshalb simpel sein. Etwa eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen mache ich den Diffuser an und reduziere langsam das Licht. Irgendwann kommt das Handy weg. Beim Zähneputzen oder direkt am Bett kommen die Öle auf die Füße. Manchmal nutze ich den Serenity Stick. Bei den Kindern vielleicht noch eine kurze Massage. Dann Buch, kuscheln, Licht aus. Gerade diese Wiederholung finde ich wichtig. Der gleiche Duft. Ähnliche Abläufe. Immer wieder. Unser Gehirn verknüpft Gerüche sehr stark mit Erinnerungen und Situationen. Wenn ein bestimmter Duft immer wieder Teil derselben Abendroutine ist, wird irgendwann schon dieser Geruch mit dem vertrauten Ablauf verbunden: Jetzt wird es ruhig.

Ätherische Öle zum Schlafen bei Kindern

Gerade mit Kindern nutze ich ätherische Öle rund um Schlaf sehr gerne. Denn Kinder sagen uns normalerweise nicht: „Mama, dieser Tag hatte ungefähr 37 Reize zu viel und mein Nervensystem schafft gerade den Übergang in den Schlaf nicht.“ Sie zeigen es uns. Und dann haben wir manchmal ein todmüdes Kind vor uns, das trotzdem einfach nicht zur Ruhe kommt. Bei Kindern mag ich besonders:
  • Lavendel für Ruhe und eine entspannte Schlafatmosphäre
  • Römische Kamille bei innerer Unruhe und nach intensiven Tagen
  • Copaiba rund um Nervensystem und Regulation
  • Wild Orange als schöne Ergänzung zu Lavendel oder Copaiba
Bei Babys nutze ich Copaiba, Lavendel und Weihrauch. Mehr dazu findest du hier: Ätherische Öle für Babys – Unterstützung aus der Natur Je nach Alter können Kinder auch selbst mitentscheiden: „Welches Öl möchtest du heute?“ Das ist bei uns oft schon Teil des Rituals. Wichtig ist natürlich, die Öle altersgerecht auszuwählen und entsprechend zu verdünnen. Mehr dazu findest du hier: doTERRA Kids Collection

Eine einfache Schlafroutine für Kinder

  1. Diffuser mit einer sanften Mischung an.
  2. Waschen, Zähne putzen, Schlafanzug.
  3. Verdünntes Öl auf die Füße und, wenn dein Kind mag, kurz massieren.
  4. Buch lesen.
  5. Kuscheln.
  6. Licht aus.
Mehr braucht es bei uns oft gar nicht.

Wenn dein Kind trotz allem nicht schlafen kann

Wenn ein Kind regelmäßig sehr lange zum Einschlafen braucht, nachts häufig aufwacht oder abends immer wieder komplett eskaliert, würde ich allerdings nicht nur nach einem anderen Schlaföl suchen. Dann finde ich eine andere Frage viel interessanter: Warum kommt dieses Kind so schwer zur Ruhe?
  • Wie voll ist sein Alltag?
  • Wie viele Reize verarbeitet es jeden Tag?
  • Hat es genug Bewegung und gleichzeitig genug echte Ruhe?
  • Wie viel Nähe braucht es?
  • Gibt es Ängste oder Sorgen?
  • Ist es ein Kind, das seine Umwelt besonders intensiv wahrnimmt?
Und wie voll ist sein Nervensystem eigentlich schon, bevor der Abend überhaupt beginnt? Gerade bei hochsensiblen und sehr feinfühligen Kindern ist Schlaf für mich kein isoliertes Thema. Wenn ein Kind Geräusche, Stimmungen, Berührungen, Konflikte und Veränderungen intensiver wahrnimmt, verschwindet all das nicht in dem Moment, in dem wir das Licht ausschalten. Manchmal liegt der größere Hebel deshalb gar nicht im Schlafzimmer, sondern in dem, was das Nervensystem über den gesamten Tag tragen und verarbeiten muss.

Welche ätherischen Öle brauche ich, wenn Schlaf mein Hauptthema ist?

Wenn du rund um Schlaf und Nervensystem mit ätherischen Ölen starten möchtest, würde ich dir nicht einfach irgendein Schlaföl in die Hand drücken. Denn „Ich schlafe schlecht“ kann ziemlich vieles bedeuten. Vielleicht liegst du abends ewig wach, obwohl du todmüde bist. Vielleicht schläfst du sofort ein, wirst aber nachts immer wieder wach. Vielleicht passiert das sogar ziemlich regelmäßig zu ähnlichen Uhrzeiten. Vielleicht wachst du viel zu früh auf und dein Kopf springt sofort an. Oder du schläfst zwar, hast aber sehr intensive Träume und fühlst dich morgens trotzdem nicht wirklich erholt. Bei Kindern kommen noch einmal andere Themen dazu: nicht in den Schlaf finden, abends komplett aufdrehen, viel Nähe brauchen, nachts häufig wach werden oder nach einem reizvollen Tag überhaupt nicht herunterkommen. Deshalb schaue ich bei Schlafthemen gerne genauer hin. Was passiert eigentlich bei dir – oder deinem Kind? Wann wird Schlaf schwierig? Wie sieht euer Abend aus? Was passiert nachts? Und was macht dein Nervensystem dabei?

Mein einfacher Einstieg rund um Schlaf und Nervensystem

Wenn du direkt mit einer kleinen Auswahl starten möchtest, mit der du verschiedene Anwendungen rund um Schlaf und Nervensystem ausprobieren kannst, würde ich aktuell diese Produkte wählen:
  • Serenity Öl ist für mich die Basis. Ich liebe diese Mischung für den Diffuser und als festen Bestandteil einer ruhigen Abendroutine.
  • Serenity Stick ist die unkomplizierte Variante direkt am Bett. Auftragen, fertig. Gerade wenn du abends keine Lust mehr hast, irgendetwas zu mischen, finde ich ihn unglaublich praktisch.
  • Copaiba gehört für mich dazu, weil es eines meiner wichtigsten Öle fürs Nervensystem ist. Ich kombiniere es sehr gerne mit Serenity und nutze es auch unabhängig vom Schlaf bei innerer Unruhe und Anspannung.
  • Wild Orange lässt sich wunderbar mit Serenity oder Copaiba kombinieren und gehört zu meinen liebsten Ergänzungen, wenn ich abends eine warme, angenehme Atmosphäre schaffen möchte.
  • Serenity Kapseln sind eine zusätzliche Möglichkeit für Erwachsene, wenn du auch die innere Anwendung rund um Schlaf nutzen möchtest.

Schlaf ist individuell – lass uns deine Situation anschauen

Wenn du nicht weißt, womit du anfangen sollst, musst du dich nicht durch sämtliche Öle und Kombinationen durchprobieren. Schreib mir einfach kurz, wie dein Schlafthema tatsächlich aussieht. Schläfst du schlecht ein? Wachst du nachts wieder auf? Passiert das häufig zu ähnlichen Uhrzeiten? Bist du morgens viel zu früh wach? Hast du sehr intensive Träume? Ist dein Kopf nachts aktiv? Oder geht es um dein Kind, das abends oder nachts nicht zur Ruhe findet? Dann können wir uns deine Situation konkret anschauen und überlegen, welche Öle und Anwendungen für dich bzw. euch sinnvoll sind.

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So funktioniert es

Häufige Fragen zu ätherischen Ölen für besseren Schlaf

Welches ätherische Öl eignet sich am besten zum Schlafen?

Lavendel ist für mich der klassische Allrounder rund um Ruhe und Schlaf.

Welches Öl ich auswähle, hängt aber davon ab, warum jemand nicht zur Ruhe kommt. Bei innerer Anspannung greife ich gerne zu Copaiba, bei einem vollen Kopf zu Weihrauch und wenn besonders viel Erdung gefragt ist zu Vetiver.

Wenn ich nicht selbst mischen möchte, nehme ich Serenity oder den Serenity Stick.

Welche ätherischen Öle eignen sich für den Diffuser am Abend?

Lavendel, Copaiba, Wild Orange, Vetiver, römische Kamille und Serenity gehören zu meinen Favoriten.

Besonders häufig kombiniere ich Lavendel und Copaiba und ergänze je nach Situation Wild Orange oder Vetiver.

Welche ätherischen Öle nutze ich bei Kindern zum Schlafen?

Bei Kindern verwende ich besonders gerne Lavendel und römische Kamille. Auch Copaiba und Wild Orange gehören bei uns häufig zur Abendroutine.

Welche Öle passen und wie stark ich sie verdünne, hängt vom Alter des Kindes ab.

Welche ätherischen Öle nutze ich bei Babys zum Schlafen?

Bei Babys nutze ich Copaiba, Lavendel und Weihrauch.

Wo trage ich ätherische Öle zum Schlafen auf?

Ich verwende verdünnte ätherische Öle besonders gerne an den Füßen. Auch eine kleine Rücken- oder Fußmassage kann schön sein.

Alternativ nutzen wir die Öle aromatisch im Diffuser. Fertige Produkte wie der Serenity Stick finde ich praktisch, wenn ich etwas direkt und ohne vorheriges Mischen auftragen möchte.

Kann ich ätherische Öle jeden Abend verwenden?

Ausgewählte ätherische Öle sind bei uns ganz selbstverständlich Teil der Abendroutine.

Ich entscheide trotzdem gerne danach, was wir an diesem Abend brauchen, statt zwanghaft immer dieselbe Mischung zu verwenden.

Warum ist mein Kind abends müde und trotzdem völlig aufgedreht?

Weil Müdigkeit und ein ruhiges Nervensystem nicht dasselbe sind.

Gerade nach sehr reizvollen oder emotionalen Tagen können Kinder körperlich völlig erschöpft und gleichzeitig noch hochaktiv sein.

Deshalb helfen uns abends vor allem ruhige Übergänge, weniger Reize, Nähe, Berührung und vertraute Abläufe, die dem Nervensystem immer wieder signalisieren: Der Tag ist vorbei.

Schlaf darf einfach sein

Schlaf ist für mich eines dieser Themen, bei denen kleine Dinge erstaunlich viel verändern können.
  • Ein Diffuser, der schon läuft, wenn wir ins Schlafzimmer kommen.
  • Lavendel und Copaiba auf den Füßen.
  • Der Serenity Stick neben dem Bett.
  • Zwei Minuten Massage.
  • Ein vertrauter Duft, der jeden Abend wiederkommt.
Und vor allem das Verständnis dafür, dass ein erschöpfter Körper nicht automatisch ein ruhiges Nervensystem bedeutet. Ätherische Öle lösen nicht jedes Schlafproblem. Wenn jemand dauerhaft schlecht schläft, häufig nachts wach wird oder morgens trotz ausreichend Schlaf ständig erschöpft ist, würde ich immer auch schauen, warum das so ist. Aber ätherische Öle sind für uns eine sehr einfache Möglichkeit, unser Nervensystem und den Übergang vom vollen Tag in die Nacht zu unterstützen. Und gerade im Familienalltag ist einfach manchmal ziemlich viel wert. Du möchtest wissen, welche Öle zu deinem Schlafthema passen?

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