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Wochenbett vorbereiten: Der große Guide mit Wochenbett-Checkliste

Das Wochenbett ist eine besondere und empfindsame Zeit: Alles ist neu und aufregend, die ganze Familie sortiert sich, aber auch der Körper der Mutter und ihre Hormone spielen gerne mal verrückt. Hier liest du, wie du dein Wochenbett vorbereiten kannst und bekommst eine übersichtliche Wochenbett Checkliste, mit der du bestens für die holprige Anfangszeit mit Baby gewappnet bist.  

Das Wochenbett ist eine ganz besondere Zeit. Dein Baby ist endlich da, ihr lernt euch kennen und sortiert euch als Familie völlig neu. Gleichzeitig leistet dein Körper Unglaubliches, deine Hormone stellen sich um und auch emotional kann sich diese erste Zeit ganz schön intensiv anfühlen.

Und während wir uns oft monatelang auf die Geburt vorbereiten, wird die Zeit direkt danach erstaunlich oft vergessen.

Dabei kannst du auch dein Wochenbett vorbereiten und dir damit so einiges leichter machen.

Die ersten Wochen mit Baby lassen sich natürlich nicht komplett planen. Aber du kannst dir schon vorher ein Netz bauen, das dich auffängt, wenn du selbst noch gar nicht weißt, was du nach der Geburt brauchen wirst.

In diesem Guide zeige ich dir, was wirklich auf deine Wochenbett-Checkliste gehört, wie du Unterstützung organisierst und wie du dich körperlich und mental auf diese besondere erste Zeit mit deinem Baby vorbereiten kannst.

In diesem Guide erfährst du:

✓ Wie du dich körperlich und mental aufs Wochenbett vorbereitest.
✓ Was du wirklich brauchst und worauf du verzichten kannst.
✓ Wie du Unterstützung organisierst.
✓ Welche Rolle dein Nervensystem im Wochenbett spielt.
✓ Wie ätherische Öle dich in dieser besonderen Zeit begleiten können.
✓ Plus: kostenlose Wochenbett-Checkliste zum Download.

Wochenbett vorbereiten: Das Wichtigste auf einen Blick

Wenn du gerade schwanger bist und dein Wochenbett vorbereiten möchtest, sind diese Dinge besonders wichtig:

  • Nachsorgehebamme möglichst früh suchen
  • Unterstützung für Haushalt und Alltag organisieren
  • Essen vorkochen bzw. eure Versorgung planen
  • Besuch und Grenzen vorher besprechen
  • Betreuung und Unterstützung für Geschwister organisieren
  • einen gemütlichen Wochenbettplatz einrichten
  • wichtige Dinge für deine körperliche Regeneration besorgen
  • Stillen bzw. Füttern vorbereiten und wichtige Kontakte speichern
  • Papierkram soweit wie möglich vorbereiten
  • Erwartungen und Aufgaben mit deinem Partner oder deiner Partnerin besprechen

Du möchtest nichts vergessen?

Mit meiner kostenlosen Wochenbett-Checkliste kannst du die wichtigsten Punkte schon während der Schwangerschaft ganz in Ruhe abhaken.

→ Kostenlose Wochenbett-Checkliste runterladen

Wann sollte ich das Wochenbett vorbereiten?

Am besten beginnst du schon einige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin damit, dein Wochenbett vorzubereiten. Gerade im letzten Schwangerschaftsdrittel kannst du nach und nach Essen vorkochen (lassen), Unterstützung organisieren, wichtige Besorgungen erledigen und gemeinsam besprechen, wie ihr euch die erste Zeit mit Baby vorstellt.

Du musst dafür nicht an einem Wochenende deine komplette Wochenbett-Checkliste abarbeiten. Viel entspannter ist es, die einzelnen Punkte nach und nach während der letzten Schwangerschaftswochen zu erledigen.

Und je näher die Geburt rückt, desto schöner ist das Gefühl: Es ist alles da. Jetzt darf unser Baby kommen.

Warum du dein Wochenbett schon vor der Geburt vorbereiten solltest

Während sich alle Welt Gedanken über Babyschale, Kinderwagen und die optimale Erstausstattung macht, bekommt das Wochenbett erstaunlich wenig Aufmerksamkeit.

Dabei hat dein Körper mit Schwangerschaft und Geburt Unglaubliches geleistet. Nach der Geburt beginnt die Rückbildung, mögliche Geburtsverletzungen müssen heilen, deine Hormone verändern sich komplett und vielleicht stillst du dein Baby rund um die Uhr.

Gleichzeitig lernt ihr euch kennen und müsst euch als Familie völlig neu sortieren, beim ersten Kind genauso wie bei jedem weiteren.

Du kannst vor der Geburt nicht wissen, wie dein Wochenbett aussehen wird.

Vielleicht fühlst du dich wenige Tage nach der Geburt körperlich erstaunlich fit. Vielleicht brauchst du deutlich länger. Vielleicht klappt das Stillen sofort, vielleicht braucht ihr Unterstützung. Vielleicht schläft dein Baby viel, vielleicht möchte es am liebsten 24 Stunden auf deinem Körper verbringen.

Wochenbett vorbereiten bedeutet deshalb nicht, diese Zeit möglichst perfekt zu planen.

Es bedeutet, dir vorher ein Netz zu bauen, das dich auffängt.

Du sorgst dafür, dass Essen da ist, Menschen wissen, wie sie euch helfen können, wichtige Dinge griffbereit liegen und möglichst wenig organisiert werden muss, während du dich von der Geburt erholst und ihr euch als Familie kennenlernt.

Du darfst ankommen. Dein Baby kennenlernen. Heilen. Schlafen, wann immer es möglich ist. Essen. Kuscheln. Und dich selbst versorgen lassen.

Wochenbett Checkliste - So kannst du dein Wochenbett vorbereiten - entspannte Wochenbett Vorbereitung - Familiengarten

Wochenbett-Checkliste: Das solltest du vor der Geburt vorbereiten

Nachsorgehebamme und Unterstützung organisieren

Kümmere dich möglichst früh um eine Nachsorgehebamme. Sie begleitet dich und dein Baby nach der Geburt, schaut unter anderem nach deiner Rückbildung und deinem körperlichen Befinden, unterstützt euch beim Stillen bzw. Füttern und behält auch die Entwicklung deines Babys im Blick.

Überlegt außerdem schon vor der Geburt, wer euch im Alltag unterstützen kann.

Das können dein Partner oder deine Partnerin, Großeltern, Freunde oder andere vertraute Menschen sein. Je nachdem, wie eure Situation aussieht, kommen auch eine Haushaltshilfe, Mütterpflegerin, Familienlotsin oder andere professionelle Unterstützungsangebote infrage.

Und Hilfe im Wochenbett bedeutet nicht unbedingt, dass jemand dein Baby hält, damit du währenddessen die Spülmaschine ausräumst.

Gute Wochenbetthilfe kann heißen:

Essen bringen. Einkaufen. Wäsche aufhängen. Die Küche aufräumen. Mit dem Hund gehen. Das große Geschwisterkind mit auf den Spielplatz nehmen.

Damit du dein Baby halten kannst.

Überlegt auch schon vorher, wie dein Partner oder deine Partnerin die erste Zeit organisieren kann. Urlaub, Elternzeit oder andere Möglichkeiten, die ersten Tage bzw. Wochen wirklich präsent zu sein, können enorm helfen.

Essen fürs Wochenbett vorbereiten

Im Wochenbett brauchst du Essen, das dich nährt, und möglichst niemanden, der jeden Abend zur Essenszeit erst fragt, was ihr denn eigentlich essen wollt.

Gerade wenn du stillst und dein Körper sich gleichzeitig erholt, ist eine gute Versorgung wichtig. Ausgerechnet dann fehlt häufig die Zeit oder Energie, lange in der Küche zu stehen.

Deshalb gilt: Vorkochen, vorkochen, vorkochen.

Du musst dafür keine speziellen Wochenbettgerichte kochen. Macht von eurem normalen Essen in den Wochen vor der Geburt einfach immer wieder die doppelte Menge und friert Portionen ein.

Gut funktionieren zum Beispiel:

  • Linsenbolognese
  • Gemüsecurrys
  • Suppen und Eintöpfe
  • Lasagne und andere Aufläufe
  • Soßen
  • Stillkugeln bzw. energiereiche Snacks

Überlegt außerdem schon vorher:

  • Welche Restaurants liefern gutes Essen zu euch?
  • Gibt es einen Lebensmittel-Lieferservice?
  • Könnt ihr Kochboxen nutzen?
  • Wer aus der Familie oder dem Freundeskreis könnte euch mit Essen versorgen?

Und mein liebster Tipp: Wenn jemand fragt, was er euch zur Geburt schenken kann, wünscht euch einfach Essen.

Eine warme Mahlzeit vor der Tür kann im Wochenbett so viel wertvoller sein als der fünfte Strampler oder die Windeltorte.

Einen gemütlichen Wochenbettplatz vorbereiten

Wochenbett bedeutet natürlich nicht, dass du sechs Wochen ausschließlich im Bett verbringen musst.

Trotzdem lohnt es sich, dir zu Hause ein oder mehrere gemütliche Lager einzurichten.

Das kann dein Bett sein, das Sofa oder eine gemütliche Ecke im Kinderzimmer, wenn bereits Geschwister da sind.

Besonders praktisch ist ein kleiner Wochenbettkorb mit Dingen, die du ständig brauchst. Zum Beispiel:

  • große Wasserflasche
  • Snacks
  • Ladekabel
  • Spucktücher
  • Stilleinlagen
  • Still- oder Fütterzubehör
  • Kopfhörer
  • eventuell ein Buch oder E-Reader

Dann musst du nicht jedes Mal aufstehen, wenn du gerade mit einem schlafenden Baby auf dir festgewachsen bist.

Besuch im Wochenbett vorher klären

Auch frischgebackene Mütter sind verschieden.

Während die eine am liebsten schon am zweiten Tag ihre Familie um sich hat, möchte die andere erst einmal überhaupt niemanden sehen.

Beides ist okay.

Sprecht deshalb möglichst schon vor der Geburt darüber, wie ihr mit Besuch umgehen wollt.

Wollt ihr gleich Besuch empfangen oder erst einmal ein paar Tage für euch sein? Soll die ganze Familie gleichzeitig kommen oder lieber nacheinander? Wie lange soll Besuch bleiben? Und vor allem: Was wünscht ihr euch von eurem Besuch?

Denn Besuch im Wochenbett sollte euch möglichst entlasten und nicht dazu führen, dass du mit schmerzender Geburtsverletzung Kaffee kochst, während jemand anderes dein Baby herumreicht.

Besuch darf Essen mitbringen, einkaufen, die Spülmaschine ausräumen oder mit dem Geschwisterkind spielen.

Und du darfst Besuch verschieben, darfst sagen, dass eine Stunde genug ist. Du darfst dein Baby zurückhaben wollen und du darfst auch spontan merken, dass es dir heute doch zu viel ist.

Denn dein Wochenbett muss nicht die Erwartungen anderer erfüllen, sondern deine.

Geschwisterkinder auf die erste Zeit mit Baby vorbereiten

Wenn bereits Geschwister da sind, verändert sich auch für sie mit der Geburt plötzlich die ganze Welt.

Mama ist vielleicht körperlich weniger verfügbar, das Baby braucht viel Nähe und der gewohnte Alltag sieht erst mal ganz anders aus.

Überlegt deshalb schon vorher:

  • Wer kann Kindergarten- oder Schulkinder bringen und abholen?
  • Möchtet ihr sie in der ersten Zeit vielleicht bewusst mehr zu Hause lassen?
  • Wer kann mit ihnen auf den Spielplatz gehen oder etwas unternehmen?
  • Welche vertrauten Menschen können ihnen zusätzliche Aufmerksamkeit schenken?
  • Wie könnt ihr kleine Zeiten schaffen, in denen sie Mama oder Papa einmal ganz für sich haben?

Eine Still- oder Beschäftigungsbox kann ebenfalls praktisch sein. Darin könnt ihr Dinge sammeln, die das Geschwisterkind hauptsächlich dann bekommt, wenn du gerade lange mit dem Baby beschäftigt bist: Stickerhefte, Magnetspiele, Tiptoi, Bücher, Lego, Spielfiguren oder andere Dinge, die dein Kind gerne mag.

Und auch emotional gilt: Es muss nicht vom ersten Tag an alles harmonisch sein.

Eifersucht, Wut, Rückzug oder plötzlich wieder sehr „babyhaftes“ Verhalten dürfen Teil dieser großen Umstellung sein.

Stillen oder Füttern vorbereiten

Du kannst vor der Geburt nicht wissen, wie euer Weg rund ums Stillen oder Füttern aussehen wird.

Was du aber vorbereiten kannst, ist Unterstützung.

Speichere dir beispielsweise schon vorher die Kontaktdaten deiner Nachsorgehebamme und gegebenenfalls einer Stillberatung ab. So musst du nicht erst anfangen zu suchen, wenn du übermüdet mit einem hungrigen Baby im Arm dasitzt und gerade nicht weiterweißt.

Ein paar praktische Basics kannst du natürlich ebenfalls bereitlegen. Ich würde aber nicht vorsorglich den halben Babymarkt kaufen.

Vieles lässt sich schnell besorgen, wenn du weißt, was ihr tatsächlich braucht.

Papierkram vor dem Wochenbett vorbereiten

Leider macht auch der Papierkram vor dem Wochenbett keinen Halt.

Versuche deshalb, so viel wie möglich bereits vor der Geburt vorzubereiten. Unterlagen zusammensuchen, Formulare soweit möglich ausfüllen und vielleicht sogar schon Umschläge bzw. digitale Dokumente bereitlegen.

Je nach eurer Situation gehören unter anderem dazu:

  • Geburtsurkunde bzw. Anmeldung der Geburt
  • Elterngeld
  • Elternzeit
  • Kindergeld
  • Anmeldung des Babys bei der Krankenkasse

Was davon wann und wie beantragt werden muss, kann sich ändern. Prüfe deshalb vor der Geburt noch einmal die aktuellen Vorgaben der zuständigen Stellen.

Was du für deine körperliche Regeneration im Wochenbett brauchst

Neben all der Organisation gibt es natürlich auch ein paar Dinge, die du ganz praktisch für dich vorbereiten kannst.

Zum Beispiel:

  • Wochenbettbinden bzw. geeignete Einlagen
  • bequeme Unterwäsche
  • eventuell Einmalhöschen
  • bequeme, stilltaugliche Kleidung
  • gut sitzende Still-BHs
  • Stilleinlagen
  • eine Po-Dusche
  • Brustpflege, wenn du stillst
  • Dinge, die dir Wärme und Entspannung schenken

Du musst daraus aber keine riesige Wochenbett-Shoppingliste machen.

Viel wichtiger als die perfekte Wochenbettbox ist, dass du dich gut versorgt fühlst und im Zweifelsfall jemanden hast, der dir fehlende Dinge einfach besorgen kann.

Auch deine Nährstoffversorgung verdient nach Schwangerschaft und Geburt weiterhin Aufmerksamkeit. Dein Körper regeneriert und beim Stillen kommt eine weitere große körperliche Aufgabe dazu. Dafür braucht er ausreichend Nährstoffe, die er zur Not als erstes von dir wegzieht. Ich empfehle dir hier von Herzen das Wellness made simple Paket von doTERRA, eine hochqualitative rund-um-Basisversorgung für diese wichtige Zeit, die auch wirklich in deinen Zellen ankommt.

Auch Rückbildung gehört irgendwann dazu. Rückbildung beginnt aber nicht damit, möglichst schnell wieder deinen alten Körper zurückzubekommen. Dein Körper darf zunächst heilen und langsam wieder Stabilität aufbauen.

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Wochenbett vorbereiten, wenn du wenig Unterstützung hast

Nicht jede werdende Mutter hat Großeltern um die Ecke, einen Partner mit mehreren Wochen Elternzeit oder Freunde, die selbstverständlich Essen vor die Tür stellen.

Gerade dann lohnt es sich, schon während der Schwangerschaft aktiv nach Unterstützung zu suchen.

Mögliche Anlaufstellen sind beispielsweise:

  • wellcome, praktische Unterstützung für Familien nach der Geburt
  • Frühe Hilfen, je nach Region beispielsweise Familienhebammen, Familienpatenschaften oder Lotsenangebote
  • Mütterpflegerinnen
  • Familienlotsinnen
  • Haushaltshilfen
  • regionale Nachbarschaftshilfe

Auch bei der Versorgung kannst du möglichst viel abfangen: Essen einfrieren, Lebensmittel liefern lassen, Lieferdienste vorher heraussuchen oder Menschen ganz konkret fragen, ob sie euch beispielsweise einmal pro Woche eine Mahlzeit vorbeibringen können.

Hilfe muss nicht aus einem großen perfekten Dorf bestehen. Manchmal sind es mehrere kleine Lösungen, die zusammen trotzdem einen großen Unterschied machen.

Was dein Körper im Wochenbett eigentlich leistet

Während sich nach der Geburt plötzlich fast alles um das Baby dreht, passiert auch in deinem Körper unglaublich viel.

Die Gebärmutter bildet sich zurück, der Wochenfluss beginnt, mögliche Geburts- oder Kaiserschnittwunden müssen heilen und mit der Milchbildung verändert sich dein Körper erneut.

Dazu kommen möglicherweise Nachwehen, ein empfindlicher Beckenboden, schmerzende Brustwarzen und Erschöpfung – und Nächte, die mit Schlaf manchmal nicht mehr besonders viel zu tun haben.

Dein Körper arbeitet also keineswegs weniger, nur weil die Schwangerschaft vorbei ist.

Regeneration ist jetzt eine Aufgabe.

Ruhe, nährstoffreiches Essen, ausreichend Flüssigkeit, Wärme und Unterstützung sind keine Extras, die du dir gönnen kannst, wenn alles andere erledigt ist. Sie gehören zu deiner Grundversorgung.

Nervensystem und Gefühle im Wochenbett

Das Wochenbett ist nicht nur eine Zeit der körperlichen Regeneration. Auch dein Nervensystem verarbeitet Schwangerschaft, Geburt und die enorme Veränderung, die mit einem Baby in dein Leben kommt.

Wenig Schlaf, ständige Berührung, Weinen, starke hormonelle Veränderungen und die Verantwortung für einen kleinen Menschen können dein System ganz schön fordern.

Vielleicht bist du plötzlich geräuschempfindlicher. Vielleicht weinst du wegen Dingen, über die du sonst nicht einmal nachdenken würdest. Vielleicht möchtest du dein Baby keine Sekunde loslassen – und zehn Minuten später einfach nur kurz niemanden an deinem Körper haben.

Regulation im Wochenbett bedeutet aber nicht, dass du jetzt zusätzlich jeden Tag meditieren, Atemübungen machen und dein Nervensystem „in den Griff bekommen“ musst.

Viel wichtiger ist die Frage:

Was dir gerade am meisten guttut.

Vielleicht ist es Schlaf, Essen, Nähe, Ruhe, weniger Besuch, jemand, der den Haushalt übernimmt. Oder jemand, bei dem du nicht erklären musst, wie es dir gerade geht.

Deshalb beginnt ein gut vorbereitetes Wochenbett schon vor der Geburt: Je mehr Unterstützung und Entlastung du dir vorher organisierst, desto weniger musst du in dieser intensiven Zeit alleine tragen.

Auch die Liebe zum eigenen Baby muss nicht bei jeder Mutter in der ersten Sekunde wie ein Blitz einschlagen. Ihr dürft euch kennenlernen. Bindung darf wachsen.

Allein zu wissen, dass diese widersprüchlichen Gefühle vorkommen können, kann unglaublich entlastend sein.

Deshalb finde ich es so wichtig, nicht nur Windeln und Wochenbettbinden vorzubereiten, sondern auch miteinander darüber zu sprechen, wie es euch nach der Geburt emotional gehen könnte und was ihr dann braucht.

Ätherische Öle im Wochenbett

Ätherische Öle gehören für mich auch im Wochenbett zu den einfachsten Möglichkeiten, sich selbst im Alltag natürlich zu unterstützen.

Gerade in einer Zeit, in der für komplizierte Routinen ohnehin keinerlei Raum ist, liebe ich Dinge, die sich innerhalb weniger Sekunden in den Alltag integrieren lassen.

Viele der Öle, die dich bereits während der Schwangerschaft begleitet haben, kannst du auch nach der Geburt weiter nutzen.

Meine Favoriten fürs Wochenbett sind:

Geranie

Geranie ist für mich eines DER Frauenöle überhaupt und gerade rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett unglaublich vielseitig. Ich empfehle sie unter anderem rund um emotionale Balance, Rückbildung, Brust- und Stillthemen sowie zur Hautpflege.

Lavendel

Lavendel ist ein echtes Allround-Öl und gehört in jeden Haushalt fehlen, erst recht mit Kindern. Er sorgt für Ruhe und Entspannung, abends zum Runterkommen und für verschiedene Anwendungen rund um Haut und Regeneration.

Copaiba

Copaiba darf bei mir ohnehin nie fehlen. Gerade im Wochenbett liebe ich es für alles rund ums Nervensystem, Ruhe und Schmerzlinderung und zur Regeneration.

Wild Orange

Bringt Leichtigkeit, kann die Stimmung heben und beruhigen und gehört für mich auf jeden Fall ins Wochenbett dazu.

Adaptiv Kapseln

Wunderbare Unterstützung von Nerven und emotionaler Stabilität, lege ich Wöchnerinnen ganz besonders ans Herz.

Das ist für mich einer der großen Vorteile einer kleinen, gut zusammengestellten Hausapotheke: Du brauchst nicht für jedes Thema ein neues Produkt, sondern kannst dieselben vielseitigen Öle immer wieder unterschiedlich einsetzen.

Viele der Öle, die ich während der Schwangerschaft empfehle, begleiten dich deshalb auch schon in der Schwangerschaft, rund um die Geburt und später mit Baby weiter.

→ Hier das Natürlich Mama werden Set anschauen.

Wochenbett-Checkliste kostenlos herunterladen

Damit du dir das alles nicht merken musst, habe ich dir die wichtigsten Punkte in meiner kostenlosen Wochenbett-Checkliste zusammengestellt.

Du kannst sie dir herunterladen und in den letzten Schwangerschaftswochen einfach nach und nach abhaken.

→ Kostenlose Wochenbett-Checkliste herunterladen

Häufige Fragen zum Wochenbett vorbereiten

Wann sollte ich das Wochenbett vorbereiten?

Am besten beginnst du bereits einige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Im letzten Schwangerschaftsdrittel kannst du Essen vorkochen (lassen), Unterstützung organisieren, wichtige Dinge besorgen und den Papierkram vorbereiten. So musst du kurz vor der Geburt nicht alles auf einmal erledigen.

Was braucht man wirklich fürs Wochenbett?

Vor allem brauchst du Versorgung und Entlastung. Essen, Unterstützung im Haushalt, einen gemütlichen Platz, einige Dinge für deine körperliche Regeneration und Menschen, an die du dich bei Fragen wenden kannst, sind wichtiger als eine riesige Wochenbett-Ausstattung.

Was gehört auf eine Wochenbett-Checkliste?

Zu einer guten Wochenbett-Checkliste gehören unter anderem eine Nachsorgehebamme, Essensversorgung, Unterstützung im Alltag, Besuchsplanung, Betreuung von Geschwisterkindern, Dinge für deine körperliche Regeneration, ein gemütlicher Wochenbettplatz sowie vorbereiteter Papierkram.

Wer kann mich im Wochenbett unterstützen?

Neben deinem Partner oder deiner Partnerin können Familie und Freunde unterstützen. Je nach persönlicher Situation kommen außerdem Nachsorgehebamme, Haushaltshilfe, Mütterpflegerin, Familienlotsin oder Angebote wie Frühe Hilfen und wellcome infrage.

Wie lange dauert das Wochenbett?

Traditionell werden die ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt als Wochenbett bezeichnet. Wie lange du persönlich viel Ruhe und Unterstützung brauchst, ist jedoch individuell und hängt unter anderem von der Geburt, deiner körperlichen Regeneration und eurem Start mit Baby ab.

Wie kann ich mich mental auf das Wochenbett vorbereiten?

Beschäftige dich schon während der Schwangerschaft damit, was nach der Geburt körperlich und emotional passieren kann. Sprich mit deinem Partner oder deiner Partnerin über Erwartungen, Aufgaben, Besuch und deine Bedürfnisse. Plane vor allem nicht damit, möglichst schnell wieder zu funktionieren.

Was kann ich fürs Wochenbett vorkochen?

Besonders praktisch sind Gerichte, die sich portionsweise einfrieren und unkompliziert wieder aufwärmen lassen. Suppen, Eintöpfe, Currys, Lasagne, Aufläufe, Soßen oder Linsenbolognese eignen sich beispielsweise gut. Auch energiereiche Snacks kannst du bereits vorbereiten.

Du musst dein Wochenbett nicht perfekt planen

Du kannst dein Wochenbett noch so gut vorbereiten und trotzdem wird vieles anders kommen, als du es dir vorgestellt hast.

Darum geht es auch gar nicht. Eine gute Vorbereitung soll nicht dafür sorgen, dass nach der Geburt alles nach Plan läuft. Sie soll dir Sicherheit, Entlastung und vor allem Raum geben, wenn dein Baby da ist.

Nimm Hilfe an, lass dich versorgen und gib dir genauso viel Zeit zum Ankommen wie deinem Baby.

→ Kostenlose Wochenbett-Checkliste herunterladen

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