Buchcover Zuckerfrei für Kinder

Buchvorstellung und Verlosung: „Zuckerfrei für Kinder“

Zucker ist ungesund. Das weiß beinahe jedes Kind. Und doch ist er unser ständiger Begleiter. Hier ein Stück Schokolade, dort eine Kugel Eis, ein Stück Kuchen und eine Handvoll Gummibärchen. Aber das ist noch längst nicht alles. Hinzu kommt eine Menge versteckter Zucker, dem wir uns oft gar nicht wirklich bewusst sind. Aber Zucker gehört ja auch irgendwie dazu. Wie soll das denn ohne gehen?

 

Sarah Schocke klärt in ihrem Buch „Zuckerfrei für Kinder. Gesunde Alternativen und Strategien für den Alltag“ darüber auf, was genau Zucker ist, was ihn problematisch macht und wo er überall zu finden ist. Sehr informativ stellt sie verschiedene Zuckerarten vor und zeigt, was sie in unserem Körper bewirken.

In einem großen Praxisteil widmet sie sich schließlich unserem Alltag. Sie zeigt auf, wie wir den Zuckerkonsum unserer Kinder bewusster gestalten können und vor allem wie wir diese Vorhaben in unseren Alltag und unsere Familie integrieren können. Denn was nützt die beste Theorie, wenn wir sie nicht alltagstauglich umgesetzt bekommen.

Aprikosenketschup aus Zuckerfrei für Kinder

Hierfür hat Sarah Schocke einige wirklich schöne Tipps parat. So schlägt sie beispielsweise vor, mit den Kindern gemeinsam als Zuckerdetektive unterwegs zu sein und hat viele kreative Ideen, wie sich der übermäßige Zuckerkonsum auf Kindergeburtstagen eindämmen lässt. Auch zeigt sie auf, wie wir unseren Geschmackssinn Stück für Stück auf weniger Süß umprogrammieren können. Besonders gut gelungen finde ich, dass sie wirklich daraufsetzt, auch die Kinder mit ins Boot zu holen.

Im anschließenden Rezeptteil stellt sie insgesamt 46 alltagstaugliche Rezepte ohne Zucker vor. Ob Frühstücksideen, Shakes und Smoothies, Snacks und Backwaren, Desserts oder Getränke und Basics, es lässt sich für jeden Anlass etwas leckeres finden. Wir haben die herzhaften Snackkugeln und den Aprikosenketchup ausprobiert, die beide sehr gut angekommen sind und werden uns weiter durchessen.

Sarah Schocke setzt sich insgesamt für einen eher moderaten Zuckerkonsum für Kinder ein. Sie will keinesfalls, dass unsere Kinder direkt komplett auf Zucker verzichten müssen, will uns aber einen bewussteren Umgang an die Hand geben. Das ist auch schon mein größter Kritikpunkt. Auch wenn ich das für die Alltagstauglichkeit für unterwegs durchaus nachvollziehen kann, finde ich es für ein Buch mit dem Titel „Zuckerfrei für Kinder“ schwierig und irreführend. So war ich doch erstaunt, dass tatsächlich in einem Rezept Haushaltszucker und in einem anderen Rohrorzucker, der für mich keine nennenswerte Zuckeralternative ist, enthalten sind. Immerhin haben wir es in den Rezepten ja wirklich selbst in der Hand.

herzhafte Bällchen

Allerdings macht es für die Autorin aus gesundheitlicher Perspektive kaum einen Unterschied mit was wir süßen. Meiner Meinung steht das im Widerspruch zu einigen ihrer vorangegangenen Aussagen. So stellt sie selbst heraus, dass einige Zuckeralternativen deutlich weniger Kalorien wie auch einen niedrigeren glykämischen Index haben, zudem wirken einige nicht kariogen. Für mich sind das sehr wichtige Faktoren, die sehr wohl erhebliche gesundheitliche Auswirkungen haben. Gehen doch gerade Karies, Übergewicht, Bluthochdruck und andere Beschwerden oft mit starkem Zuckerkonsum einher. Dass zu viel süß auch in alternativen Zuckervarianten nicht gut ist, teile ich. Dennoch sehe ich in einigen Alternativen aus diesen Gründen einen erheblichen Vorteil.

An manchen Stellen empfinde ich „Zuckerfrei für Kinder“ daher leider als nicht konsistent. Es macht manchmal den Eindruck als wolle Sarah Schocke den Haushaltszucker wider besseren Wissens am Ende dann doch wieder relativeren.

Das Xylit nur als Trend abgetan wird und tatsächlich nur einen winzigen Eintrag erhält, finde ich schade. Es wird zwar herausgestellt, dass er nicht kariogen wirkt. Dass er aber sogar antikariogen ist, wird nicht erwähnt. Xylit mag stark verarbeitet sein, das ist aber beim Haushaltszucker ebenfalls der Fall. Für mich ist Birkenzucker daher dem normalen Haushaltszucker ganz klar vorzuziehen.

Fazit

Insgesamt ist „Zuckerfrei für Kinder“ ein gutes Einsteigerbuch, um sich mit zuckerfreier oder besser zuckerarmer Kinderernährung auseinander zu setzen. Neben vielen leicht verständlichen Informationen liefert es sehr gute praxisnahe Ideen, wie man den Zuckerkonsum der Familie identifizieren und nach und nach reduzieren kann. Auch bringt es jede Menge leckere und einfache Rezeptideen mit. Ich kann es also nur empfehlen, hätte mir aber insgesamt entweder einen anderen Titel oder aber noch einen Schritt weiter Richtung Zuckerfrei gewünscht.

Das Buch ist dennoch eine wirkliche Bereicherung für alle Familien. Ist doch schon jede noch so kleine Veränderung in den täglichen Essgewohnheiten ein großer und wichtiger Schritt für unsere Kinder.

Ausblick

Während Sarah Schocke eher für einen bewussten Zuckerkonsum für Kinder plädiert, gehen wir ein Stück weiter und leben mit unseren Kindern (Haushalts-)zuckerfrei. Dass das auch wunderbar ohne Verbote geht und wie und warum wir das genau handhaben, erzähle ich euch in einem der kommenden Beiträge. 

 

Sarah Schockes „Zuckerfrei für Kinder. Gesunde Alternativen und Strategien für den Alltag“ ist bei Gräfe und Unzer erschienen und kostet 14,99€. Es wurde mir als PR Sample von GU zur Verfügung gestellt. Zusätzlich darf ich ein Exemplar verlosen.

 

Gewinne „Zuckerfrei für Kinder“

Um zu gewinnen, erzählt mir doch in euren Kommentaren, wie ihr das Thema Zucker in eurem Familienalltag lebt und ob ihr euch einen anderen Umgang damit wünscht. Teilnehmen könnt ihr bis nächsten Sonntag (25.08.2019) um 24 Uhr.

Teilnahmebedingungen:

  • Eine Barauszahlung des Gewinnes ist nicht möglich
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
  • Die Gewinnbenachrichtung erfolgt am Montag, den 26.8. per email
  • Das Buch wird auf dem Postweg verschickt

Viel Glück!

 

Zuckerfrei mit Kindern

 

 

 

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8 comments

  • Domi und Katja sagt:

    Hallo Jufie,

    ich würde gern das Buch für meine Schwester gewinnen. Bei uns daheim gibt es auch Süßes aber nur eingeschränkt und nicht in Massen. Ganz verbieten schafft man kaum. Domi isst viel Obst und Gemüse von sich aus, da findet ich es ab und zu nicht schlimm. Vg Domi und Katja

  • Mandy sagt:

    Das klingt spannend. Ich hoffe ich verpasse deine nächsten Beiträge dazu nicht. 😉
    Danke für den Anstoß und deine Beiträge 🙏🏻🙂 LG Mandy

  • Silke sagt:

    Hallo, wir versuchen Zucker weitestgehend zu meiden. Ist nicht einfach mit 4 Kindern unterschiedlichen Alters.
    Wir suchen ständig neue Rezepte und sind schon sehr gespannt auf das Buch.
    Würde mich natürlich über einen Gewinn sehr freuen, würde es mir aber sicherlich ansonsten auch kaufen 🙂

  • Bianca sagt:

    Schön, wie kritisch du das Buch beleuchtest! Es hat mein Interesse geweckt. Wir haben das Thema bereits vor ein oder zwei Jahren in der Familie gestartet, erst haben wir sukzessive den Zucker eingeschränkt und parallel habe ich mit den Kindern auch die Wirkungen diskutiert und wir schauen immer auf den Verpackungen wieviel Zucker ein Lebensmittel hat und an welcher Stelle der Zucker steht… Ein spielerischer Umgang, der allerdings viel gebracht hat. Die Kinder sind geschmacklich sensibler geworden. Gummibärchen und Schokolade gibt es trotzdem, aber der Umgang ist anders geworden. Mich würden vor allem auch die Rezepte von den Balls und dem Ketchup interessieren. Ich habe auch einen selbstgemachten Ketchup für Kids auf meinem Blog, der hat bis jetzt allen Kids geschmeckt, ohne weißen Zucker, die Süße kommt hier aus Äpfeln. Ich würde mich über das Buch sehr freuen! Liebe Grüße, Bianca

  • Katy sagt:

    Ich bin keine Süße, aus dem Grund, weil mir schnell übel wird. Daher verzichte ich auf Zucker & Co wo es nur geht. Wir sind sogar dazu übergegangen, dass wir so viel wie möglich selber herstellen (Marmeladen & Co, Kompott, Sirup bis hin zum Backen von Kuchen, Brot etc.).
    Da ich immer auf der Suche nach neuen Rezepten bin, würde ich mich sehr über das Buch freuen.

  • Katja sagt:

    Glücklich und völlig erschöpft liege ich nun endlich neben meinen zwergen und habe deinen Beitrag gerade entdeckt und wilnoch schnell am gewinnspiel teilnehmen.

    Bei unserem großen sohn (3) haben wir die klassischen Anfängerfehler gemacht. U sere Zwillinge (1) Essen nukomplett mit und ich bin bedachte, was die Ernährung angeht. Jedoch bleibt mit 3 kids wenig Zeit Ideen zu suchen, wie mach zuckerfrei umsetzten kann. Irgendwie wäre ein begleitende Anfang toll… Wie mit diesem Buch…

    Wir wären sehr dankbar für diesen keinen wegweiser…

    Dir alles liebe und einen guten wochenstart

    • Jufie sagt:

      Liebe Katja, danke für deinen Kommentar. Leider hat der Zufallsgenerator sich anders entschieden. Viele Rezeptideen findest du zum Beispiel auch auf meinem Pinterest Profil. Leider noch etwas unübersichtlich, aber ich arbeite daran. Da sind auf jeden Fall viele auch schnelle und leichte Ideen dabei. Aber ich kann mir vorstellen, dass es mit drei so kleinen Kindern nciht einfach ist. Hier gab es auch lange Zeit kein optimales Essen, da ich es einfach nicht geschafft habe oder es schlicht nicht gegessen wurde :-/

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