Den Haushalt entschleunigen | Familiengarten

Den Haushalt entschleunigen: meine besten Tipps

Der Familienalltag ist voll: Ein To-Do reiht sich ans nächste, dazwischen Wäscheberge, kreischende Kinder und jede Menge Essen. Herzlich Willkommen in der Rush-Hour des Lebens. Was da aber an uns vorbei rast, ist UNSER Leben! Deshalb darf es so einfach wie möglich sein.

In diesem Artikel erfährst du meine besten Tipps, wie du oder ihr den Haushalt entschleunigen und dadurch wertvolle Zeit für das Wesentliche gewinnen könnt. Was kann dabei hilfreich sein? Welche Möglichkeiten und Geräte können Erleichterung bringen und wie finden wir Wege, die zu uns am besten passen?

Das bisschen Haushalt macht sich leider doch nicht von ganz allein. Genau so wenig wie der ganze unglaubliche Rest an Anforderungen, die im Sekundentakt auf eine Familie reinprasseln. Diese enormen Verantwortungsberge können uns manchmal regelrecht erschlagen und schnell zu einer echten Überforderung führen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die größte Last überwiegend bei einem Elternteil liegt, wenn sehr kleine Kinder zu versorgen sind oder noch zusätzlich besondere Herausforderungen wie Krankheiten oder Corona bedingte Veränderungen auftauchen. Denn es ist ganz einfach unglaublich viel, was wir da leisten.

Jeder Teilbereich könnte wenigstens einen Halbzeitjob füllen. Dazu kommt, dass diese ganze Arbeit keinerlei Wertschätzung erfährt. Diese Überforderung kann schnell in ein ernstzunehmendes und krankmachendes Burnout rutschen. Wie du ein Burnout erkennst, wo du Hilfe finden kannst und wie du einem Burnout vorbeugen kannst, kannst du in meinem Ebook nachlesen, dass in wenigen Tagen erscheint. Trage dich doch hier in meinen Newsletter ein, damit du es nicht verpasst.

Einige Ideen, wie du und ihr als Familie gut durch die Corona Maßnahmen kommen könnt, habe ich hier zusammengetragen.

Mit welchen Mitteln und Wegen sich der Haushalt entschleunigen lässt, findest du im Folgenden. 

 

Nicht jede Lösung ist für alle passend

Wie so oft, kann ich nur empfehlen vom Problemdenken loszukommen. Ich kenne Gefühle der Überforderung und auch der Wunsch sich in die Opferhaltung zu begeben, kommt mir bekannt vor. Das darf sein. Manchmal brauchen wir das einfach: Eine Runde in Selbstmitleid baden und das Gefühl zu haben, alles und jeder ist gegen uns, kann durchaus auch mal guttun. Aber mach es dir dort nicht zu bequem. Denn in diesem Zustand lassen sich nur schwer Lösungen finden. Das ist es aber, was bei Problemen wirklich weiterhilft.

Ebenso hilfreich ist es, zu akzeptieren, dass wir alle anders sind.

Während die einen schon beim Gedanken ans Bügeln einen echten Horror bekommen und es deswegen ganz getrost wenigstens für den Großteil der Sachen auch sein lassen dürfen, betrachten das andere als Teil ihrer Entspannungsübung. Aber nur weil das für Eva gilt, muss das für dich eben noch lange nicht so sein.

Schau also genau hin, was zu euch passt und probiere verschiedenen Wege aus. Es ist absolut in Ordnung, bestimmte Dinge nicht gerne zu machen und sie daher entweder sein zu lassen oder sie abzugeben. Auch wenn die meisten von uns anders aufgewachsen sind, wir müssen nicht einfach durch alles durch. Wir können unser Leben so gestalten wie es sich für uns gut anfühlt und dazu gehört meiner Meinung nach auch, Hilfe zu holen und manche Dinge vielleicht auch einfach ganz zu lassen. Es spielt keine Rolle was andere davon halten. Wir und natürlich der Rest unserer Familie muss sich wohlfühlen. Das ist alles, was wirklich zählt.

Auch ist nicht jede Hilfe für jede Familie gleich hilfreich. Denn während es den Ottos eine unglaubliche Unterstützung sein kann, dass Oma das Baby regelmäßig im Kinderwagen spazieren schiebt, kann diese Hilfe für Mertzens der pure Stress bedeuten. Dann zum Beispiel, wenn sich das Baby schlicht nicht schieben lassen will und es jedes Mal zu einer anstrengenden Diskussion übers Schreien lassen und Verwöhnen von Babys kommt. Familien sind ganz einfach verschieden. Kinder übrigens auch.

 

Was brauchst DU wirklich?

Wichtig: Ich weiß, dass ist nichts wirklich Neues. Aber es kann einfach nicht oft genug gesagt werden: Schau genau hin, was DU wirklich für dich brauchst. Schau hinter Glaubenssätze und „das macht man so“ und schäle dich Stück für Stück zu dem, was DU wirklich wichtig findest. Lass uns aufhören aus bloßem Pflichtbewusstsein zu handeln und uns dabei oft genug kaputt zu machen. Wir müssen nicht anderen gefallen, sondern schlicht und ergreifend uns selbst.

Dazu gehört auch, dass wir nicht dann noch die ganze Bude putzen müssen, wenn alles andere schläft. Versuch so viel es geht am Tag zu schaffen und bezieh die Kinder auch gerne spielerisch mit ein. Meine Kinder sind beispielsweise liebend gern mit dem Wäscheexpress nach Trocknerhausen gedüst (Wäschebox mit Rollen) und haben begeistert die leuchtenden Knöpfe vom Trockner gedrückt. Allerdings weiß ich auch, dass es mitunter sehr herausfordernd sein kann, die Kinder mit in den Haushalt zu integrieren und es vor allem sehr stark auf die vorhandenen Ressourcen ankommt. Gib Dinge daher auch mal ab, hol euch externe Hilfe dafür und versuch auch mal loszulassen. Das Ding ist ja, der Haushalt wird nicht davonlaufen. So schade das auch manchmal ist.

Mit einer gewissen Grundstruktur kannst du dir und euch auch so einiges erleichtern. Diese Routinen zu etablieren, ist oft gar nicht so einfach. Vor allem wenn die Ressourcen ohnehin knapp sind. Haben sie sich aber einmal eingespielt, machen sie den Haushalt doch oft bedeutend leichter.

Mögliche Ideen sind:

  • 5 Minuten Methode: Stellt euch einen Wecker und räumt für 5 Minuten in einem Zimmer oder in einem Bereich auf. Die ständige Ablenkung durch andere Dinge entfällt so und alles geht deutlich schneller.

  • Korbmethode: Schnappt euch einen Korb oder stellt idealerweise in jedes Zimmer einen und sammelt darin alle Dinge, die nichts in diesem Raum zu suchen haben. Zum einen sieht es mit Körben gleich viel aufgeräumter aus, zum anderen spart ihr euch permanentes hin und her Gerenne. 

  • Fly Lady: Hierbei handelt es sich um ein amerikanisches Putz- und Ordnungskonzept. Es ist sehr detailliert und mit unter recht aufwendig, zudem ist es sehr amerikanisch geprägt. Mir hat allerdings die Entwicklung von Routinen sehr gut gefallen. So lassen sich Morgen- und Abendroutinen etablieren, die täglich erledigt werden. Dadurch entsteht ohne großen Aufwand eine Grundsauberkeit. Um auch alle anderen anfallenden Aufgaben regelmäßig unterzubekommen, wird die Wohnung oder das Haus in 5 Zonen unterteilt, die jeweils eine Woche lang bearbeitet werden. Als Grundgerüst fand ich das System recht hilfreich. 

  • Haushaltsplan

  • Minimalismus: Regelmäßiges Ausmisten und sich auf die Wesentliche Dinge zu beschränken, bringt nicht nur mehr Klarheit ins Leben sondern hilft den Haushalt zu entschleunigen. 

 

Haushalts- und Küchengeräte, die den Haushalt entschleunigen helfen:

  • Saug-/Wischroboter entweder als Kombigerät oder einzeln: Ich hätte es nicht gedacht, aber als wir noch in unserer Stadtwohnung wohnten, war unser Robbi Top 1 in der Mission Haushalt entschleunigen. Denn Robbi hat seine Arbeiten dann erledigt, wenn wir wichtigeres zu tun hatten. Er kam zwar nicht komplett selbstständig in die gesamte Wohnung, aber das machte uns nichts. Beim Verlassen der Wohnung hat Robbi unsere Küche, den meterlangen Flur und das Wohnzimmer gesaugt. Um Bad, Schlafzimmer und Spielecke hat er sich schließlich gekümmert, wenn wir woanders zu Gange waren. Da in unserer Wohnung Parkett lag, trauten wir uns nicht an eine Saug-Wischkombination. Dafür hatte Robbi eine Absaugstation, die ich absolut empfehlen kann. Unser Robbi kam übrigens wie die allermeisten Dinge, die wir so nutzen, gebraucht zu uns. Dazu weiter unten dann noch mal mehr.

  • Sprühwischer: Neben unserem Robbi eine meiner liebsten Putzhilfen. Dank Wassertank entfällt mühsames Eimer schleppen. Eine echte Erleichterung und vor allem super Baby und Kleinkindtauglich. Es besteht keine Gefahr mehr, dass das Kleinkind mal eben die gesamte Wohnung unter Wasser stellt, während das Baby gerade ganz plötzlich doch nach unserer Aufmerksamkeit verlangt. Unser Sprühwischer kam mit einem gefüllten Putzmitteltank. Ich habe ihn allerdings kurzerhand mit Wasser und Essig befüllt

 

  • Eine große 8 Kilo Waschmaschine mit Programmierfunktion und Trockner: Diese Anschaffung fiel mir tatsächlich nicht leicht, da mein ökologisches Gewissen sich lautstark bemerkbar machte. Allerdings wohnten wir in einer Stadtwohnung. Es gab eine Dachterrasse ohne Überdachung und ansonsten keinen Platz zum Wäschetrocknen. Nachdem wir außerdem Stoffwindeln nutzten und eigentlich ständig irgendwelche Wäsche irgendwo hing und ich etliche Ladungen mehrfach waschen musste, weil wir das Aufhängen wahlweise vergessen oder nicht geschafft hatten, durfte er schließlich zu uns kommen.

 

  • Brotbackautomat, Reiskocher, programmierbarer Herd, Slow Cooker: Alle Geräte, die sich programmieren lassen und dann arbeiten, wenn wir wichtigeres zu tun haben, sind Goldwert um den Haushalt zu entschleunigen. Allerdings lohnt es sich genau hinzuschauen, was wirklich etwas bringt. Es ist nicht notwendig jedes noch so schicke Gerät anzusammeln, sondern wirklich zu schauen, was echte Erleichterung im Familienalltag bringt. Da wir nur eine Mietwohnung mit fertiger Küche hatten, machte ein Herd mit Programierfunkion leider keinen Sinn. Der Reiskocher und der Brotbackautomat haben uns aber einiges erleichtert. Denn während sie ihre Arbeit verrichteten konnten wir entweder schlafen, spielen oder draußen sein.

 

  • Wasserfilter und eventuell -Sprudler: Ersetzt das mühsame Kistenschleppen und ist zudem auch deutlich nachhaltiger. Macht aber auch finanziell einfach Sinn.

  

  • Küchenmaschinen wie der Thermomix, Cooking Chef oder ähnliches: Zu den beiden Varianten mit Kochfunktion kann ich nicht viel sagen. Ich kann mir vorstellen, dass es Erleichterung bringt. Wie groß aber der Unterschied zu einer „normalen“ Küchenmaschine ist, weiß ich nicht. Wir hatten die Kenwood Chef ohne Kochfunktion. Sie ist sicher eine Hilfe, für uns aber nicht unverzichtbar. Aber auch hier gilt, das kann für euch ganz anders sein.

 

Technische Haushaltshilfen müssen nicht zwingend unglaublich teuer sein

Nicht jeder kann oder will sich aus meiner Liste alles leisten. Denn nicht alles ist wirklich günstig zu haben. Hier, wie eigentlich immer, kann ich nur empfehlen auch gebraucht zu schauen. Natürlich ist bei technischen Geräten da Vorsicht geboten. Es gibt aber oft noch neue oder quasi neue Geräte für erhebliche Preisunterschiede zu ergattern. Auch lassen sich mitunter einzelne Komponenten neu kaufen. Beim Akkusauger beispielsweise der Akku. Es lohnt sich auf jeden Fall mal genauer zu schauen.

Unser Robbi fand beispielsweise über ebay Kleinanzeigen zu uns. Er kam mit Restgarantie und war insgesamt sehr wenig im Einsatz. Ich selbst habe bisher keine schlechten Erfahrungen bei ebay Kleinanzeigen gemacht, auch wenn mir schon so einiges untergekommen ist. Ein gutes Bauchgefühl und eine gewisse Vorsicht sind hier aber definitiv geboten. Auch bietet sich bei besonders beliebten Sachen eine Selbstabholung an. Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten: Bei Refurbed gibt es beispielsweise neu aufbereitete gebrauchte elektronische Artikel mit Garantie zu einem deutlich günstigeren Preis und auch bei Amazon Warehouse Deals gibt es geöffnete, gebrauchte oder optisch leicht beschädigte Waren, für deutlich weniger Geld mit einer Gewährleistung von 12 Monaten zu kaufen.

Vielleicht hört ihr euch aber auch vorher mal im Freundes- und Bekanntenkreis um? Zum einen lässt sich so manches Gerät vorab mal testen und ihr könnt genau sehen, ob es wirklich die vermeintliche Erleichterung bringt oder was ihr vielleicht anders bräuchtet. Zum anderen ist dort aber möglicherweise auch etwas abzugeben? Wieder anderes lässt sich vielleicht auch gemeinschaftlich nutzen?

 

Den Haushalt entschleunigen: weitere Möglichkeiten

Neben technischen Haushaltshilfen gibt es auch noch einige andere Wege den Haushalt zu entschleunigen und damit den Familienalltag deutlich zu erleichtern.

  • Einkaufslieferdienste: Das ist für mich die wohl großartigste Errungenschaft, die ich kenne. Kann ich doch dem Einkaufen und durch überfüllte Läden hetzten so gar nichts abgewinnen. Es gibt hier mittlerweile einige Möglichkeiten, von denen wiederum auch manche unabhängig vom Wohnort sind. Neben der regionalen Biokisten, bieten auch Supermärkte und Drogerien Lieferdienste oder wenigstens Abholdienste an. Tatsächlich muss das noch nicht mal teuer sein. Bei Rewe ist beispielweise die erste Lieferung mit einem Mindestbestellwert von 50€ kostenlos, danach variieren die Kosten von 0-5,90€. Auch der DM bietet ab einem Einkaufswert von 49€ eine kostenlose Lieferung nach Hause an. Als mein DM Kunde wird ab 19€ kostenlos in den Markt geliefert. Schaut euch das unbedingt mal bei eurem Markt an oder fragt aktiv. Gerade mit kleinen Kindern ist es eine absolute Erleichterung wenn wenigstens der größte Einkaufsstress entfällt.

 

 

  • Kochboxen: Seid ihr alle viel unterwegs, können Kochboxen eine gute Unterstützung sein. Sie sind recht variabel einsetzbar, es müssen also nicht zwingend gleich Abos abgeschlossen werden, weshalb sie auch nur in besonders stressigen Zeiten eingesetzt werden können. Du erhältst hier neben allen Zutaten auch die Rezepte. So entfällt nicht nur der Einkauf, sondern auch die Suche nach geeigneten Rezepten und Frage, was es denn heute schon wieder zu Essen geben soll. Neben der wohl bekanntesten Hellofresh gibt es auch noch weitere Anbieter. Unter anderem Vegantastic, eine reine vegane Kochbox. Bei Hellofresh gibt es leider nur eine vegetarische Variante.

 

 

  • Putzhilfe: Eine Putzhilfe kostet zwar zusätzlich Geld, kann aber für deutliche Entlastung im Haushalt sorgen und ist es dadurch möglicherweise wert. Allerdings ist das durchaus auch Typabhängig. Bist du ohnehin davon überzeugt, dass nur du alles richtig sauber machen kannst, kann es schnell schwierig werden. Oder stresst dich der Gedanke daran alles aufräumen u müssen, weil die Putzhilfe kommt? Dann ist eine Putzhilfe für dich wie für mich vielleicht doch nicht die beste Hilfe, um den Haushalt zu entschleunigen.

 

  • Gartenhilfe: Wie beim Haushalt auch, kann es durchaus Sinn machen, sich eine Hilfe für den Garten zu leisten. Hier kommt aber vielleicht auch eine Art Tauschgeschäft in Frage. Vielleicht kannst du etwas, was ein anderer gerade dringend sucht, der sich wiederum bestens im Garten auskennt?

 

Den Haushalt entschleunigen: Think outside the Box

Wie ich schon angedeutet habe, hilft es nicht in Problemen zu denken. Es schafft oft nur weitere. Nach Lösungen zu suchen und dabei auch mal um die Ecke zu denken, kann dagegen einen wirklichen Unterschied machen.

So kann es beispielweise Sinn machen, die komplette Wohnsituation zu überdenken. Tut es euch wirklich gut, ein großes Haus zu haben, welches euch dazu zwingt beide Vollzeit zu arbeiten, die Kinder in Betreuung zu geben und dabei jede Menge Ressourcen verbraucht, um es in Stand zu halten? Oder ist es die Stadtwohnung, in der ihr euch wie gefangen fühlt?

Wie schon erwähnt, fällt das für jeden von uns anders aus. Wir sollten uns aber überhaupt erstmal erlauben diese Fragen auch zu stellen. Was brauchen wir, um zufrieden zu sein? Was stresst uns? Was frisst unsere Ressourcen? Und was könnte uns Erleichterung bringen? Ist beispielsweise der Kindergarten eine wirkliche Entlastung für uns oder ist vielleicht das Gegenteil der Fall?

Für uns war das null entlastend. Es hat uns unglaublich gestresst und unserer Tochter ging es dort nicht gut. Kommt dir das bekannt vor? Es gibt hier durchaus auch recht hilfreiche Alternativen, die ich in einem der kommenden Artikeln vorstellen werde. 

Auch haben wir uns gegen unsere große Stadtwohnung entschieden und den Haushalt extrem reduziert. Mittlerweile leben wir teils im Gartenhaus mit großem Garten und teils im Wohnwagen on the road.

Zugegeben, die Auflösung selbst hatte wenig mit Entschleunigung zu tun, aber der Haushalt ist nun deutlich kleiner. Die Kinder und wir sind viel freier. Wir müssen nicht erst den halben Haushalt mit uns schleppen, um überhaupt mal raus ins Grüne zu kommen. Wir führen keine drölfzig Diskussionen, ob wir Eis oder Bratwurst kaufen oder in die Buchhandlung gehen und fühlen uns deutlich entschleunigt. Stattdessen schnappen sich die Kinder ihre Räder und sausen einfach damit rum. Wir verbringen einen Großteil des Tages draußen und genießen es einfach sehr. Aber natürlich „verzichten“ wir dafür auch auf einiges. Wenigstens in den Augen vieler anderer. Für uns ist es eher ein Zugewinn. Denn so können wir es uns leisten gemeinsam zu reisen.

Eine weitere Hilfe kann ein Mütter- bzw. Elternteam sein. Hier trefft ihr euch abwechselnd bei gleichgesinnten Mamas und könnt euch gegenseitig unter die Arme greifen. Ihr könnt euch im Haushalt helfen, abwechselnd kochen oder der oder dem anderen auch „nur“ eine Auszeit zum Verschnaufen, fürs Hobby oder die Arbeit ermöglichen. Wie du Gleichgesinnte für ein solches Mütterteam finden kannst, habe ich dir in einem kostenlosen Ebook zusammengetragen, dass in wenigen Tagen erscheint. Trage dich gern hier in meinen Newsletter ein, um es nicht zu verpassen.

Ich hoffe, meine Ideen helfen dir bei der Haushaltsentschleunigung. Denk daran, es darf leicht sein. Wir können und dürfen es uns so leicht wie möglich machen und dürfen uns vor allem auch um uns selbst kümmern. Damit ist unseren Liebsten nämlich am meisten geholfen. 

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5 comments

  • Hallo Jufue,

    schöner Artikel, den du hier geschrieben hast. Was mich interessiert: Welchen Saugroboter ihr hattet. Vielleicht lege ich mir auch einen zu, das wäre schön eine Optimierung für uns.

    Liebe Grüße
    Andrea

  • Jasmina sagt:

    Liebe Jufie! Tolle Tipps und Dinge, die du ansprichst. Wir stellen uns auch immer einen Timer, wenn wir Aufräumen und Putzen. Erstens verplempert man damit nicht so viel Zeit und andererseits konzentriert man sich damit auf die Wesentlichen Dinge beim Aufräumen und Putzen und verliert sich nicht in “KleinKlein”. Zum Thema Ausmisten: Nachdem ich mich gefühlte hundert Mal motivierten musste, um “endlich mal dies oder das auszumisten”, habe ich mir ein anderes System angeeignet. Es gibt nun keine Ausmist-Aktionen mehr. Wenn ich der Meinung bin, dass der Keller, das Kinderzimmer oder irgendwas ausgemistet werden müsste, dann beginne ich damit, jeden Tag nur ein Teil zu entfernen, es zu verstauen, aufzuräumen, auf dem Dachboden aufzubewahren, zu verschenken, zu verkaufen (oder was auch immer). Das hat mich extrem entlastet. Ich schiebe keine großen “Aufräum-Aktionen” mehr vor mich hin, sondern erledige jeden Tag einfach eine Kleinigkeit. LG Jasmina

    • Jufie sagt:

      Liebe Jasmina, danke für deinen Kommentar und deinen Tipp. Das ist eine echt gute Idee, mir geht es ja mit Ausmistaktionen sehr ähnlich. Das erscheint einfach oft viel zu groß, sodass ich gar nicht erst ins Tun komme. Einen Gegenstand am Tag klingt dagegen locker machbar. Das werde ich mal versuchen zu übernehmen. Liebe Grüße, Jufie

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