High-Need Babys - Familiengarten

High-Need-Babys verstehen: Warum dein Baby so viel Nähe braucht und was wirklich hilft

Fordert dein Baby deine permanente Aufmerksamkeit und Nähe? Hast du das Gefühl, es wäre nie wirklich zufrieden? Fragst du dich, warum es bei euch immer so anstrengend ist? Bist du völlig erschöpft und zweifelst an dir und deinen Fähigkeiten als Mama? Hier liest du alles über High-Need Babys und was euch helfen kann.

High-Need Babys verlangen ihren Eltern einiges ab: Sie wollen rund um die Uhr getragen oder gestillt werden und brauchen von allem eine extra Portion mehr: Sie brauchen ungeteilte Aufmerksamkeit, haben einen unglaublichen Bedürfnistank und fordern ständig Nähe ein. High-Need Babys haben oft große Schwierigkeiten in den Schlaf zu finden, wollen immer mit dabei sein, sind immer in Bewegung und können sich nicht selbst regulieren. High-Need Babys brauchen Mama oder Papa rund um die Uhr, vierundzwanzig Stunden lang. Viele von ihnen schreien dazu übermäßig viel. Nicht alle High-Need Babys sind aber auch gleichzeitig Schreibabys.

Natürlich brauchen alle Babys Aufmerksamkeit und Co-Regulation. Aber nicht alle sind dabei so intensiv. Nicht alle fordern permanente Nähe ein. Nicht alle brauchen Mama oder Papa so stark und rund um die Uhr, wie es High-Need Babys tun.

High-Need Babys in die Welt zu begleiten, ist daher eine echte Herausforderung, die zu extremer Erschöpfung bis hin zum Burnout führen kann. Vor allem, wenn es an Verständnis und Unterstützung aus dem Umfeld fehlt.

Vielleicht fragst du dich gerade:
„Warum schreit mein Baby so viel?“
„Warum kann ich mein Baby nie ablegen?“
„Warum schläft mein Baby nur auf mir?“
„Ist mein Baby einfach nur anstrengend, bin ich zu empfindlich oder steckt mehr dahinter?“

Wenn dir diese Fragen bekannt vorkommen, bist du nicht allein. Viele Eltern von High-Need-Babys erleben genau diese Gedanken. Und das Wichtigste vorweg: Mit deinem Baby ist nichts falsch. Es hat einfach besonders intensive Bedürfnisse und braucht viel Co-Regulation und Sicherheit.

In diesem Artikel zeige ich dir:

  • Was genau High-Need Babys brauchen
  • Wie du deinem Baby und auch dir helfen kannst
  • Wie ihr es euch leichter in eurem Alltag mit High-Need Baby machen könnt?

All diesen Fragen gehe ich im folgenden Artikel nach. Vor allem wünsche ich mir aber, dass du dich mit diesem Artikel gesehen fühlst. Denn ich weiß, wie einsam und kräftezehrend diese Zeit sein kann und wie sehr man irgendwann beginnt, an sich selbst zu zweifeln. Ich hoffe, dass er dir hilft, dein Baby ein Stück besser zu verstehen und vor allem wieder mehr Vertrauen in dich selbst zu finden.

High-Need Babys: Was ist das genau?

Die Bezeichnung High-Need Babys geht auf Dr. William Sears und seine Frau Martha zurück. Sie haben insgesamt 12 Eigenschaften zusammengetragen, die für High-Need Babys typisch sind. Die wichtigsten habe ich bereits einleitend erwähnt. Hierbei geht es nicht darum, das „Verhalten“ der Babys negativ zu bewerten. Es geht lediglich um ein besseres Verständnis und betroffenen Eltern eine Möglichkeit zu geben, in den Austausch zu kommen.

High-Need Babys: Warum Labels helfen können

Ich halte rein gar nichts von Schubläden und bin überzeugt, dass jeder Mensch einzigartig ist und auch genau so behandelt werden sollte. Und doch glaube ich, dass verzweifelten und erschöpften Eltern Begriffe wie „High-Need Babys“ sehr helfen können.

Wir selbst waren solche verzweifelten Eltern. Wir wussten, dass unser Baby irgendwie anders ist und haben uns im Außen gänzlich allein und unverstanden gefühlt. Als wir das erste Mal über den Begriff „High-Need Babys“ gestoßen sind, haben wir unser Baby darin sofort erkannt und uns endlich gesehen gefühlt.

Für mich war das Label „High-Need Baby“ daher sehr hilfreich, denn ich merkte, wir sind damit nicht allein. Da gibt es noch mehr Babys und Kinder, die nicht „einfach so“ einschlafen und rundherum zufrieden sind. Ich bin nicht einfach nur zu empfindlich. Es gibt da draußen noch mehr Eltern, die mit ihren High-Need Babys an ihre absoluten Grenzen kommen. Dieses Gefühl hat mir unglaublich viel geholfen. Deshalb möchte ich es dir hier auch unbedingt mitgeben.

Allerdings sehe ich auch eine Gefahr in diesen Labels und Schubläden, denn es macht etwas mit Babys und Kindern. Auch geht es hier nicht um medizinische Diagnosen, weshalb die Bezeichnung „High-Need Babys“ nicht immer wirklich hilfreich ist.

Im Idealzustand würden wir uns wohl einfach auf uns und das eigene Baby oder Kind besinnen und es „schlicht und ergreifend“ so annehmen, wie es ist.  Aber wir leben nicht in einem solchen Idealzustand. Um Austausch zu finden, Tipps zu bekommen und sich auch einfach „nur“ verstanden zu fühlen, können solche Begriffe daher durchaus hilfreich sein.

Warum ist mein High-Need-Baby so anstrengend?

High-Need Babys wollen ihre Eltern natürlich nicht belasten und sind nicht „bewusst“ anstrengend. Sie sind einfach sehr viel sensibler als andere, haben ein deutlich stärker ausgeprägtes Bedürfnis nach Nähe und Aufmerksamkeit und machen das auch kund.

Aus evolutionärer Sicht ergibt dieses Verhalten erstaunlich viel Sinn. High-Need-Babys werden manchmal auch als „Steinzeitbabys“ bezeichnet. In einer Zeit, in der ein Baby allein keine Überlebenschance hatte, war Nähe überlebenswichtig. Ein Baby, das ständig Körperkontakt suchte, schnell auf Trennung reagierte und sich laut bemerkbar machte, hatte deutlich bessere Chancen, geschützt zu werden.

Das, was uns heute im Familienalltag so oft an unsere Grenzen bringt, ist deshalb in erster Linie ein uraltes Überlebensprogramm. Dein Baby ist nicht manipulativ, verwöhnt oder besonders anstrengend, es tut genau das, wofür sein Nervensystem gemacht ist: Es sucht Sicherheit durch Nähe. Gleichzeitig leben wir heute in einer Welt voller Reize, Termine und Erwartungen. Viele High-Need-Babys scheinen diese Reize besonders intensiv wahrzunehmen. Ihr Nervensystem reagiert schneller auf Überforderung und braucht deshalb oft mehr Unterstützung, um wieder in die Regulation zu finden. Und letztlich zeigen uns diese Babys auf, was auch für uns nicht gut ist…

Warum dein Baby nicht „zu viel“ ist

Das ständige Fordern lässt sich mit einem Perspektivwechsel aber auch noch mal anders sehen: nämlich als ein sehr klares und selbstbewusstes Einstehen für die eigenen Bedürfnisse.

Ist das nicht eigentlich eine unglaublich wertvolle Eigenschaft?

Ist es nicht toll, dass dein Baby so klar „sagen“ kann, was es braucht?

Im Grunde ist es doch genau das, was sich Eltern für ihre Kinder wünschen?

Dass sie für sich selbst Einstehen können und wissen, was ihnen guttut. Dass sie selbstbewusste Erwachsene werden, die mitten im Leben stehen. Die eigenen Bedürfnisse zu kennen und danach zu leben ist hierfür eine ganz entscheidende Grundlage.

Diese Sichtweise macht die Anstrengung und die Erschöpfung natürlich nicht weg, aber sie kann helfen, in die Annahme zu kommen. Und genau das ist es, was langfristig in der Begleitung von High-Need Babys wirklich helfen kann.

Es bringt einfach nichts ständig gedanklich im Außen bei anderen zu sein. Auch wenn diese Gedanken völlig normal sind. Auch ich habe mich ständig gefragt:

„Warum kann diese Mama seelenruhig ein Buch auf der Parkbank lesen, während ihr Baby friedlich im Kinderwagen schläft?“

„Wo hat diese Mama die Zeit und die Nerven her, diese wundervollen Babysachen zu nähen?“

„Warum ist es bei allen anderen so viel leichter als bei uns?“

All diese Gedanken kreisten ständig in meinem Kopf herum. Aber sie haben mir nicht geholfen. Im Gegenteil. Sie führten nur noch mehr dazu, dass ich mich schlecht und unzulänglich fühlte. Und natürlich sind es auch nur sehr oberflächliche Gedanken eines mini kleinen Ausschnitts. Ich weiß doch gar nicht, wie es bei diesen Mamas und ihren Familien wirklich aussieht.

Woher soll ich wissen, dass dort wirklich immer alles so leicht ist?

Das ständige Vergleichen und das permanente sich selbst in Frage stellen oder gar sich schuldig zu fühlen, ist zusätzlich so zermürbend.

Erst recht, wenn Verständnis und Unterstützung im Umfeld fehlen.

Es hält uns vom Hier und Jetzt ab. Aber das ist es, was wir als einziges ändern können. Schaffen wir es, die Situation anzunehmen, wie sie ist, tun sich sehr viel eher auch Lösungen auf. Denn wenn wir mit Liebe auf unsere Situation schauen, zeigen sich Möglichkeiten, die für UNS Veränderung bringen können. Auch wenn es vielleicht nur ganz winzig kleine Schritte sind.

High-Need Babys: Was wirklich hilft

High-Need Babys brauchen oft permanenten Körperkontakt und ganz viel Sicherheit durch uns Eltern. Gleichzeitig brauchen aber auch wir Wege, um durchzuatmen und unsere eigenen Bedürfnisse nicht völlig aus dem Blick zu verlieren.

Denn auch mit deinem kleinen „Steinzeitbaby“ musst du nicht für immer regungslos auf dem Sofa liegen bleiben. Es gibt Möglichkeiten, die Bedürfnisse deines Babys und deine eigenen Stück für Stück miteinander zu verbinden.

Körperkontakt & Co-Regulation

High-Need Babys regulieren sich fast dauerhaft über Nähe, Bewegung und Körperkontakt. Was für Außenstehende oft wie „zu viel“ wirkt, ist für diese Babys meist ein echtes Grundbedürfnis.

Tragen kann hier eine enorme Erleichterung sein. Mit Tragetuch oder Tragehilfe bekommt dein Baby die Nähe und Sicherheit, die es braucht und du gleichzeitig wieder etwas mehr Bewegungsfreiheit im Alltag.

Auch gemeinsames Schlafen oder ein Familienbett kann vieles entspannen. Viele High-Need Babys schlafen in direkter Nähe deutlich ruhiger und finden schneller wieder zurück in den Schlaf, weil sie sich sicher und geborgen fühlen.

Warum High-Need Babys oft dauernd stillen wollen

Stillen oder Füttern bedeutet für Babys nicht nur Nahrungsaufnahme. Gerade High-Need Babys regulieren darüber ihr gesamtes Nervensystem. Sie tanken Nähe, Sicherheit und Geborgenheit.

Ist dieser Tank gefüllt, entspannt sich häufig auch der gesamte Alltag ein Stück weit.

Die Signale deines Babys verstehen

Babys kommunizieren nicht erst durchs Schreien mit uns. Oft senden sie schon vorher sehr feine und subtile Zeichen, die uns helfen können, ihre Bedürfnisse früher zu erkennen.

Mit der Zeit kann das den Alltag mit einem High-Need Baby deutlich entspannen.

Hunger

Je nach Alter fängt das Baby an zu schmatzen, es sucht mit dem Kopf und Mund hin und her, ist angespannt, ballt die Fäuste und saugt stark daran.

Müdigkeit

Das Baby ist weinerlich, der Blick glasig, es reibt sich die Augen oder spielt an den Ohren.

Mal müssen

Das Baby ist unruhig, es zieht immer wieder die Beinchen an, dockt beim Stillen ständig ab und an, kullert im Schlaf hin und her oder will partout nicht getragen werden? All das können Zeichen sein, dass das Baby mal muss. Windelfrei kann hier helfen. Denn Babys kommen nicht von Natur aus mit Windel auf die Welt. Sie wollen ihr „Nest“ nicht beschmutzen und einige zeigen dies sehr deutlich. Mehr über windelfrei liest du hier:

Windelfrei: Vorteile & Basics

Auch die Dunstan Babysprache kann für viele Eltern ein echter Gamechanger sein. Denn Babys kommunizieren schon sehr früh über bestimmte Laute ihre Bedürfnisse. Gerade bei High-Need Babys kann das enorm entlasten. Hier findest du einen ersten Überblick dazu.

Reize reduzieren & Sicherheit schaffen

Viele High-Need Babys reagieren extrem sensibel auf Reize. Sie nehmen Geräusche, Licht, Stimmungen und Veränderungen oft viel intensiver wahr und kommen dadurch nur schwer zur Ruhe. Eine möglichst reizärmere Umgebung kann deshalb einen enormen Unterschied machen.

Uns haben dabei vor allem eine ruhige Schlafsituationen, viel Körperkontakt, Tragen, ein Schaukelstuhl und weißes Rauschen geholfen.

Ich hätte es selbst nie für möglich gehalten, aber weißes Rauschen hat hier sehr oft richtig gut funktioniert. Es gibt verschiedene Apps und Youtube Videos dafür.

Auch eine Federwiege mit Motor kann gerade bei Babys, die dauerhaft Bewegung brauchen, eine enorme Entlastung sein.

Warum Akzeptanz so viel verändern kann

Das ist einer der wichtigsten und doch oft auch einer der schwersten Schritte. Statt immer und immer wieder nach dem warum zu fragen, ist das wie so viel hilfreicher:

Wie können wir alle möglichst gut mit der Situation umgehen?

Wie können wir unseren Tag so gestalten, dass es uns gut geht?

Was brauche ich als Mutter, um gut für mein Baby zu sorgen?

Was nicht?

Das schließt auch ein klares nein zu Dingen ein, für die im Moment keine Ressourcen zur Verfügung stehen oder die dir gerade nicht guttun. Es geht um euch und nicht um das, was andere da draußen meinen, wie es richtig wäre. Gerade Eltern sensibler oder intensiver Kinder verlieren sich oft zwischen gut gemeinten Ratschlägen und gesellschaftlichen Erwartungen.

Warum es so wichtig ist, wieder mehr auf die eigene Intuition zu hören und euch als Eltern zu ermächtigen, habe ich hier aufgeschrieben:

→ Eltern ermächtigt euch – 5 Ideen für mehr Selbstvertrauen

Wenn alle Nervensysteme am Limit sind

High-Need Babys co-regulieren sich fast dauerhaft über uns Eltern. Das bedeutet aber auch: Je erschöpfter, angespannter und überreizter unser eigenes Nervensystem ist, desto schwerer wird es, ruhig und stabil zu bleiben.

Genau deshalb ist es so wichtig, dass du nicht nur dein Baby umsorgst, sondern auch dich.

Ich weiß wie unfassbar schwer das ist. Denn wann bitte schön soll dafür Luft sein?

All unsere Kraft und Energie geht schließlich in unser Baby und so oft wissen wir als Eltern von High-Need Babys einfach nicht mehr, wo oben und unten ist und sind einfach nur so unendlich erschöpft. Selbstfürsorge fällt da ganz oft einfach komplett runter.

Genau diese dauerhafte Überlastung kann unser Nervensystem irgendwann komplett an seine Grenzen bringen. Wie sich mein eigener Mama Burnout angefühlt hat und warum er so schleichend entsteht, habe ich hier aufgeschrieben:

→ Mama Burnout: Wenn einfach nichts mehr geht

Es gibt natürlich keine Wunderlösung für High-Need-Babys. Aber es gibt Möglichkeiten, das Nervensystem von Eltern und Kind sanft zu unterstützen und genau hier können ätherische Öle ein unfassbar wertvoller Baustein sein. Gerade dann, wenn unser Nervensystem dauerhaft angespannt ist und sich Selbstfürsorge wie ein weiteres To-Do anfühlt, können sie helfen, wieder mehr Ruhe und Stabilität in euren Alltag zu bringen.

Denn sie wirken sofort. Mitten im Chaos. Bei Eltern und Kind.

Warum ätherische Öle so hilfreich sein können

Ätherische Öle wirken direkt über unseren Geruchssinn auf das limbische System im Gehirn, also genau den Bereich, der für Stress, Sicherheit, Emotionen und Regulation zuständig ist.

Gerade im völlig überreizten Baby- und Familienalltag können sie deshalb unglaublich unterstützend wirken.

Nicht, weil sie „alles wegzaubern“, sondern weil sie unser Nervensystem dabei unterstützen, schneller wieder aus dem Alarmzustand herauszufinden. Und uns Eltern helfen können, uns selbst besser zu halten. Vor allem sind sie aber wirklich einfach anzuwenden und funktionieren Mitten im Alltag. Genau dann, wenn alles um uns zusammenbricht.

Welche Öle besonders hilfreich für High-Need Babys sind

Für Babys und sensible Kinder besonders geeignet sind:

  • Lavendel
  • Copaiba
  • Weihrauch
  • römische Kamille
  • Tangerine bzw Wild Orange

Sie wirken beruhigend, schenken Sicherheit und Halt fürs Nervensystem, können bei der Reizverarbeitung helfen, unterstützen aber auch bei Bauchweh und dabei besser zur Ruhe und in den Schlaf zu kommen.

Wichtig ist mir hier:
Bitte achte unbedingt auf absolut reine und hochwertige Öle von doTERRA, gerade bei Babys und Kindern. Und lass dich von mir oder einer erfahrenen Person begleiten. Denn gerade bei Babys und kleinen Kindern ist die richtige Anwendung und Verdünnung besonders wichtig.

Wie du ätherische Öle sicher und altersgerecht anwenden kannst, habe ich dir hier genauer erklärt:

→ Ätherische Öle für Babys sicher anwenden.

Und natürlich unterstütze ich dich auch dabei, rauszufinden ob ätherische Öle für euch passend sind und welche Anwendungen für dein Baby und dich in eurer ganz konkreten Situation sinnvoll sein können. Schreib mir dafür einfach per WhatsApp, ich berate dich gerne persönlich.

Wenn du dir direkt Nervenunterstützung und natürliche Lösungen für dein Baby und dich ins Haus holen möchtest, findest du hier mein Baby- & Familien-Starterset mit den Ölen, die ich für Familien am häufigsten empfehle. 

Was euch außerdem entlasten kann

Du als Mama oder Papa brauchst deine Kräfte gerade komplett für dein Baby. Das ist unglaublich herausfordernd, besonders dann, wenn noch Geschwisterkinder da sind oder kaum Unterstützung im Alltag vorhanden ist.

Deshalb kann ich dir nur ans Herz legen:
Mach es euch so einfach wie möglich.

Ihr müsst gerade nicht „funktionieren“. Ihr dürft euch Hilfe holen.

Was euch im Alltag entlasten kann

  • Essen liefern lassen oder vorkochen (lassen)
  • Einkäufe abgeben
  • Unterstützung im Haushalt organisieren
  • Noise-Cancelling Kopfhörer tragen
  • bewusst reizärmere Tage schaffen
  • kleine tägliche Regulationsinseln einbauen

Gerade Geräuschschutz kann für Eltern von High-Need Babys ein echter Gamechanger sein. Und nein, das macht dich nicht zu einer schlechten Mutter oder einem schlechten Vater. Im Gegenteil: Es hilft dir, ruhiger und stabiler zu bleiben und dein Baby liebevoller zu begleiten.

Ursachen verstehen statt nur funktionieren

Nicht alle High-Need Babys haben einen äußeren Grund für ihre Intensität, manchmal gibt es aber Themen, bei denen es sich lohnt, etwas genauer hinzuschauen.

Zum Beispiel:

  • eine sehr intensive oder traumatische Geburt
  • starke Anspannung im Nervensystem
  • Regulationsschwierigkeiten
  • emotionale Überforderung bei Baby UND Eltern

Uns haben damals unter anderem Osteopathie, Hypnose und Nervensystemarbeit sehr geholfen. Auch hier sind ätherische Öle sehr hilfreich. Schreib mich gern an und ich erkläre dir mehr.

Du musst das nicht alleine schaffen

Einer der anstrengendsten Teile mit High-Need Baby ist oft nicht nur die Erschöpfung selbst sondern das ständige Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen.

Die Kommentare.
Die „gut gemeinten“ Ratschläge.
Das Gefühl, irgendwie alles falsch zu machen.

Deshalb wünsche ich dir von Herzen Menschen, die euch verstehen. Die euch nicht kleinreden, sondern euch Halt geben.

Und vor allem wünsche ich dir, dass du deiner eigenen Intuition wieder mehr Raum geben kannst als dem Außen.

Ich kenne all das und weiß, wie anstrengend es sein kann und wie sehr du an dir selbst zweifelst. Du bist nicht allein damit und du machst das großartig.

Du willst euer Nervensystem besser verstehen & Wege kennenlernen, die euch im Alltag unterstützen?

In meinem kostenlosen Ebook „Zurück zu dir“ findest du viele hilfreiche Impulse, wie du dich mit ätherischen Ölen auch mitten im Familienchaos wieder halten und regulieren kannst.

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FAQ: Häufige Fragen zu High-Need-Babys und ihrer Begleitung

Was ist ein High-Need-Baby?

Ein High-Need-Baby hat besonders intensive Bedürfnisse nach Nähe, Körperkontakt und Co-Regulation. Es braucht oft deutlich mehr Begleitung als andere Babys. Das ist keine Krankheit und keine Diagnose, sondern ein Begriff, der Eltern helfen kann, ihr Baby besser zu verstehen.

Woran erkenne ich ein High-Need-Baby?

Viele High-Need-Babys möchten ständig getragen werden, schlafen nur schwer ein, brauchen sehr viel Nähe, reagieren empfindlich auf Reize und lassen sich nur schwer beruhigen. Nicht jedes Baby zeigt alle Merkmale, denn jedes Kind ist individuell.

Ist ein High-Need-Baby dasselbe wie ein Schreibaby?

Nein. Ein Schreibaby schreit überdurchschnittlich viel. Ein High-Need-Baby hat besonders intensive Bedürfnisse. Manche High-Need-Babys schreien viel, andere, wenn ihre Bedürfnisse erfüllt werden, kaum. Umgekehrt ist nicht jedes Schreibaby automatisch auch ein High-Need-Baby.

Werden High-Need-Babys später ruhiger?

Viele Eltern erleben, dass ihr Kind mit zunehmendem Alter besser mit Reizen umgehen kann. Gleichzeitig profitieren High-Need-Kinder oft ein Leben lang von Verständnis, Co-Regulation und einem Umfeld, das ihre Bedürfnisse ernst nimmt.

Wie kann ich mein High-Need-Baby beruhigen?

Besonders hilfreich sind viel Körperkontakt, Tragen, eine reizarme Umgebung, feinfühliges Reagieren auf die Signale deines Babys und ganz viel Sicherheit. Auch die Regulation des eigenen Nervensystems spielt eine wichtige Rolle.

Welche ätherischen Öle eignen sich für High-Need-Babys?

Für Babys haben sich insbesondere Lavendel, Copaiba, römische Kamille und Wild Orange bewährt. Wichtig sind hochwertige ätherische Öle, die richtige Verdünnung und eine altersgerechte Anwendung. Mehr dazu findest du in meinem Artikel über die sichere Anwendung ätherischer Öle bei Babys.

Wo finde ich Unterstützung, wenn ich ein High-Need-Baby habe?

Du musst diese intensive Zeit nicht alleine bewältigen. Hilfreich können eine bindungsorientierte Hebamme, eine Trageberatung, eine Stillberatung oder der Austausch mit anderen betroffenen Eltern sein. Auch eine feinfühlige Familienberatung kann entlasten. Aus eigener Erfahrung rate ich dir aber: Achte genau darauf, wen du um Rat fragst. Passen eure Werte grundsätzlich zusammen? Hat die Person Erfahrung mit High-Need-Babys oder bindungsorientierter Begleitung? Nicht jede Empfehlung ist für jede Familie passend.

Wenn du dein Baby und sein Nervensystem besser verstehen möchtest, begleite ich dich außerdem gerne mit meinem Wissen rund um Nervensystem, natürliche Regulation und ätherische Öle. Schreib mich einfach an.

 

Ich wünsche dir viel Kraft und gute Nerven für diese herausfordernde Zeit und hoffe sehr, dass dir dieser Artikel helfen konnte.

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3 Kommentare zu „High-Need-Babys verstehen: Warum dein Baby so viel Nähe braucht und was wirklich hilft“

  1. Melanie Samsel

    Vielen Dank für den Beitrag! Meine Jüngste zählte leider auch zu den High-Need-Babys, manchmal denke ich, sie hat diesen Begriff geprägt. Bei ihr war es ein Geburtstrauma durch eine Saugglockengeburt. Aber mit der Zeit und dank einer Behandlung durch Osteopathie ging es dann tatsächlich besser und jetzt ist sie schon wieder sehr erträglich. Ich werde aber trotzdem mal die Emotional Freedom Techniques anschauen, das klingt sehr interessant!

    1. Das freut mich, dass es bei euch schon besser geworden ist. Wir hatten hier auch ein Geburtstrauma nach Zangengeburt, nicht nur beim Baby sondern auch bei mir. Ich kann Hypnose echt sehr empfehlen. Dannach ist auch mein Kind ruhiger geworden. Aber auch EFT ist super spannend. Viele liebe Grüße und alles Gute für euch, Julia

  2. Anton Schneider

    Unsere Tochter nimmt leider sehr viel Mühe und Arbeit in Anspruch. Vieles an Aufgaben, die nicht so betreffen, bleiben daher liegen. Es ist eine deswegen interessante Möglichkeit, eine Haushaltshilfe in Betracht zu ziehen.

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