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Schreibabys verlangen ihren Eltern einiges ab. Denn es ist unglaublich hart, wenn das eigene Baby gefühlt permanent nur am Schreien ist und du als Mama oder Papa dich „nicht in der Lage“ siehst, es zu trösten. Das Schreien bringt dich um den Verstand, die Hilflosigkeit lässt dich an dir selbst zweifeln und nagt an deinem Selbstwertgefühl und das Unverständnis da draußen, gibt dir den Rest.
Bist du selbst gerade am Verzweifeln, weil dein Baby ständig schreit?
Fühlst du dich als die schlechteste Mama oder der schlechteste Papa der Welt?
Bist du so erschöpfst, dass du nur noch weinen könntest?
Ich kenne das. Ich weiß, wie unglaublich hart diese Zeit sein kann. Ich weiß, wie dieses ständige Schreien dich in den Wahnsinn treiben kann. Was für eine extreme Grenzerfahrung ein „Schreibaby“ ist. Deshalb möchte ich dir vorweg möchte gerne etwas ganz Grundlegendes sagen: Du bist nicht schuld. Du bist keine schlechte Mutter. Ihr seid keine schlechten Eltern. Ihr seid nicht unfähig und ihr seid nicht allein! Es gibt viele Mamas und Papas mit Schreibabys, denen es genau in diesem Moment so geht, wie euch. Und auch wenn sich das im Moment nicht so anfühlen wird, es wird irgendwann leichter. Haltet durch!
Mit diesem Artikel möchte ich dir keine Patentlösung versprechen. Aber ich möchte dir helfen, dein Baby besser zu verstehen, mögliche Ursachen einzuordnen und Wege aufzeigen, die euch diese intensive Zeit etwas erleichtern können.
Schreibaby: Aber Babys schreien nun mal?
„Babys schreien nun mal.“ Diese Aussage haben wohl schon alle Eltern von Schreibabys gehört. Dieser Satz hat es in sich, denn es gibt kaum etwas toxischeres als das. Vermittelt er doch, dass sich die Eltern nur mal nicht so anstellen sollten und sich das „Babyding“ wohl offenkundig zu einfach vorgestellt hätten. Denn natürlich schreien Babys. Das ist keine Neuigkeit. Das weiß schließlich jedes Kind. Aber Schreibabys schreien ganz und gar anders, und zwar gefühlt permanent.
Dieser Satz ist verletzend und hat mit Empathie rein gar nichts zu tun. Eltern eines Schreibabys haben in den allermeisten Fällen bereits ordentlich mit ihrem Selbstwertgefühl zu kämpfen. Ein solcher Satz ist da ein weiterer Schlag mitten ins Gesicht. „Stellt euch halt nicht so an. Ein Baby ist nun mal anstrengend.“
Das eine typische Baby gibt es nicht. Wie wir Erwachsenen sind auch Babys unterschiedlich. Sie kommen mit verschiedenen Temperamenten, unterschiedlichen Voraussetzungen und ganz eigenen Bedürfnissen zur Welt. Vieles davon können wir als Eltern gar nicht beeinflussen. Und genau deshalb gibt es auch kein Patentrezept. Es reicht eben nicht, einfach nur selbst ruhig zu sein. Denn nein – entspannte Eltern haben nicht automatisch entspannte Kinder. Ein weiterer Satz in meiner persönlichen Top Ten der gut gemeinten Ratschläge, die verzweifelten Eltern von Schreibbabys nicht weiterhelfen.
Und trotzdem spielt das Nervensystem der Eltern eine wichtige Rolle, nur eben anders, als viele denken. Nicht, weil du schuld am Schreien deines Babys bist. Sondern weil ein Schreibaby das eigene Nervensystem jeden Tag aufs Neue herausfordert. Schlafmangel, ständige Alarmbereitschaft und das Gefühl, nichts richtig machen zu können, bringen selbst die stärksten Eltern an ihre Grenzen.
Genau darin liegt der eigentliche Teufelskreis: Ein Baby, das sich nur schwer regulieren kann, braucht besonders viel Co-Regulation. Gleichzeitig fällt es Eltern immer schwerer, diese Ruhe und Sicherheit zu geben, wenn ihr eigenes Nervensystem längst im Überlebensmodus ist. Deshalb braucht nicht nur dein Baby Unterstützung, sondern auch du.
Schreibabys: Ab wann zählt ein Baby als Schreibaby?
Als „Schreibabys“ gelten Babys, die mehr als drei Stunden täglich schreien und das an mindestens drei Tagen der Woche über drei Wochen lang. Diese sogenannte Dreierregelung soll bei der Abgrenzung zu „normalen“ Schreiverhalten helfen. Ich finde sie allerdings schwierig. Denn meiner Meinung nach sollte es weniger um eine bestimmte Schreidauer gehen als um die Überforderung und Erschöpfung von Eltern aufgrund langanhaltender Schreiphasen. Die Not der Eltern sollte also ernst genommen werden. Mich hat diese Definition damals davon abgehalten, klarer Hilfe einzufordern. War ich doch der Meinung, dass es „so schlimm“ ja doch noch nicht war und ich wohl einfach nur zu empfindlich bin.
20 Prozent aller Neugeborenen sind sogenannte Schreibabys. Meist fängt das exzessive Schreien mit etwa zwei Wochen an. Zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat betrifft es nur noch 6 Prozent, danach sind noch 2,5 Prozent der Babys Schreibabys. Andere Babys schreien durchschnittlich rund 30 Minuten pro Tag.
Der Begriff Schreibaby ist umstritten. Ich persönlich finde ihn auch eher schwierig, reduziert er doch Babys auf ihr Schreien. Schreibabys sind aber genauso wundervolle Babys, die erste Zeit mit ihnen ist nur deutlich intensiver und herausfordernder. Allerdings hilft der Begriff auch sich darüber auszutauschen. Eine andere, wohlwollendere Bezeichnung wäre „High Need Baby“ oder „24 Stunden Baby, wobei das nicht zwingend das gleiche ist. Ein High Need Baby ist auch sehr fordernd, muss aber nicht zwingend auch übermäßig schreien.
Schreibabys: 7 mögliche Ursachen
Die eine Ursache für ein Schreibaby gibt es nicht. Häufig spielen verschiedene Faktoren zusammen. Manche Babys haben eine besonders intensive Wahrnehmung, andere verarbeiten eine schwierige Geburt oder reagieren sehr sensibel auf Reize. Manchmal stecken auch körperliche Ursachen dahinter. Deshalb lohnt es sich, das Gesamtbild anzuschauen, statt nach der einen Erklärung zu suchen.
Ein besonders sensibles Nervensystem
Manche Babys kommen mit einem besonders empfindsamen Nervensystem zur Welt. Sie nehmen Reize intensiver wahr, können sie schlechter verarbeiten und brauchen deshalb deutlich länger, um wieder zur Ruhe zu finden. Licht, Geräusche, Gerüche oder Stimmungen – all das kann schon zu viel sein zu langem Schreien und Schwierigkeiten beim Einschlafen führen.
Viele dieser Kinder zeigen auch später eine besonders intensive Wahrnehmung.
Schwierigkeiten bei der Selbstregulation
Babys kommen ohne die Fähigkeit zur Selbstregulation auf die Welt. Manche lernen sie schneller, andere brauchen deutlich mehr Unterstützung. Diese Babys sind besonders auf Co-Regulation angewiesen und finden oft nur mit Körperkontakt, Tragen oder Stillen wieder zur Ruhe.
Geburtserfahrungen
Auch Schwangerschaft und Geburt können eine Rolle spielen. Eine sehr schnelle, besonders lange oder traumatische Geburt, medizinische Eingriffe oder andere belastende Erfahrungen können dazu führen, dass Babys mehr Zeit und Unterstützung brauchen, um anzukommen und sich sicher zu fühlen.
Körperliche Verspannungen, Blockaden oder andere Ursachen
Manchmal stecken körperliche Ursachen hinter dem vielen Schreien. Dazu gehören beispielsweise Verspannungen nach der Geburt, Bewegungseinschränkungen, Verdauungsbeschwerden, Reflux oder andere medizinische Ursachen. Auch Themen wie das KISS-Syndrom werden in diesem Zusammenhang immer wieder diskutiert. Deshalb kann es sinnvoll sein, dein Baby von erfahrenen Fachpersonen untersuchen zu lassen. Konkret empfehle ich dir auf Säuglinge spezialisierte und erfahrende Osteopathen.
Ein High-Need-Baby
Nicht jedes Schreibbaby ist automatisch ein High-Need-Baby und nicht jedes High-Need-Baby schreit viel. Trotzdem überschneiden sich beide Themen häufig. High-Need-Babys haben ein besonders großes Bedürfnis nach Nähe, Körperkontakt und Begleitung und reagieren oft intensiver auf Veränderungen oder Trennungen.
Häufig sind es viele kleine Bausteine, die zusammen dafür sorgen, dass euer Alltag Schritt für Schritt leichter wird.
Was akut hilft, wenn du mit deinem Schreibaby am Limit bist
Wenn dein Baby stundenlang schreit, geht es irgendwann nicht mehr nur um dein Baby. Es geht auch darum, dass du selbst nicht zusammenbrichst. Deshalb möchte ich dir zuerst Möglichkeiten zeigen, die euch in dieser akuten Situation entlasten können.
- Bitte jemanden um Hilfe, wenn du kannst: Schon eine halbe Stunde Schlaf, eine Dusche oder ein Spaziergang können einen riesigen Unterschied machen.
- Nutze Gehörschutz oder Kopfhörer: Das Schreien eines Babys ist biologisch darauf ausgelegt, sofort Stress in uns auszulösen. Ein guter Gehörschutz nimmt dem Schreien nicht seine Bedeutung – aber er kann dein Nervensystem so weit entlasten, dass du wieder handlungsfähig bleibst.
- Lege dein Baby für einen Moment sicher ab: wenn du merkst, dass du selbst an deine Grenze kommst. Atme tief durch, geh für ein bis zwei Minuten aus dem Zimmer, schüttel dich und schrei alles raus. Das ist manchmal die sicherste Entscheidung – für euch beide.
Hol dir Unterstützung
Wenn du das Gefühl hast, dass ihr alleine nicht mehr weiterkommt, scheue dich nicht, euch Unterstützung zu holen. Je nach Situation können eine erfahrene Hebamme, Familienbegleitung, Osteopathie, Schreiambulanz, Hypnose oder auch psychologische Begleitung für dich als Mama oder euch als Familie sinnvoll sein.
Wichtig ist mir dabei aber: Es kann schwer sein, die passende Unterstützung zu finden. Denn leider begegnen Eltern von Schreibbabys auch heute noch Menschen, die dazu raten, das Baby schreien zu lassen, damit es „lernt, sich selbst zu beruhigen“. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie groß die Verzweiflung sein kann und wie sehr man sich irgendwann an jeden Strohhalm klammert. Trotzdem möchte ich dir von Herzen mitgeben: Bitte geh diesen Weg nicht.
Ein Schreibbaby schreit nicht, um dich zu manipulieren oder dir das Leben schwer zu machen. Es schreit, weil es sich nicht anders mitteilen kann und gerade etwas braucht, auch wenn wir nicht immer erkennen können, was genau dahintersteckt. Gerade diese Babys sind besonders auf Nähe, Sicherheit und Co-Regulation angewiesen. Allein gelassen zu werden bedeutet für sie zusätzlichen Stress und kann das Gefühl von Überforderung noch verstärken. Wichtig: Dein Baby in der Akutsiuation kurz sicher alleine zu lassen, um selbst nicht komplett durchzudrehen, ist etwas anderes.
Suche dir deshalb Menschen, die euch als Familie wirklich sehen, eure Werte teilen und Erfahrung mit bindungs- und bedürfnisorientierter Begleitung haben. Gute Unterstützung erkennt man nicht daran, dass sie schnelle Lösungen verspricht, sondern daran, dass sie euch stärkt, ohne eure Intuition als Eltern zu übergehen.
Wie langfristig helfen kann
Auch wenn es kein Patentrezept für Schreibbabys gibt, haben sich einige Dinge für viele Familien bewährt. Nicht alles wird zu euch passen – und das muss es auch nicht. Nimm dir das mit, was sich für euch stimmig anfühlt. Oft sind es viele kleine Bausteine, die gemeinsam einen Unterschied machen.
Tragen – Nähe und Sicherheit schenken
Tragen hat nicht nur meinen Babys unglaublich gutgetan. Es war auch für uns Eltern eine enorme Erleichterung im Alltag. Die ständige Nähe hat meinen Kindern Sicherheit gegeben und gleichzeitig unsere Eltern-Kind-Bindung unglaublich gestärkt. Rückblickend würde ich sagen: Meine Babys haben praktisch auf uns gewohnt.
Gerade Schreibbabys profitieren häufig von viel Körperkontakt. Nähe hilft ihnen, ihr Nervensystem zu regulieren und sich sicher zu fühlen. Gleichzeitig hast du die Hände frei und kannst deinen Alltag zumindest ein Stück weit bewältigen.
Stillen nach Bedarf
Auch häufiges Stillen bzw Flasche geben, kann Schreibbabys Sicherheit und Regulation schenken. Dabei geht es nicht nur um Nahrung, sondern oft auch um Nähe, Geborgenheit und das Bedürfnis, sich wieder zu beruhigen. Gerade in intensiven Phasen durfte ich lernen, dass Stillen so viel mehr sein kann als reine Nahrungsaufnahme.
Lerne die Sprache deines Babys kennen
Babys sprechen nicht erst, wenn sie schreien. Das Schreien ist meist schon das letzte Signal. Davor zeigen sie oft viele kleine Zeichen, die leicht übersehen werden, besonders dann, wenn man selbst völlig erschöpft und überfordert ist.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer das mit einem Schreibbaby sein kann. Viele schreien scheinbar plötzlich los und man selbst ist irgendwann so im Dauerstress, dass man diese feinen Signale kaum noch wahrnimmt. Trotzdem lohnt es sich, sie nach und nach kennenzulernen.
Einige typische Zeichen können sein:
Hunger: Schmatzen, Suchbewegungen mit Kopf und Mund, angespannte Körperhaltung, geballte Fäuste oder Saugen an den Händen.
Müdigkeit: Das Baby wird weinerlich, der Blick wird glasig, es reibt sich die Augen oder spielt an den Ohren.
Ausscheidungsbedürfnis: Manche Babys werden unruhig, ziehen immer wieder die Beinchen an, docken beim Stillen ständig an und ab, wälzen sich im Schlaf oder möchten plötzlich nicht mehr getragen werden. All das können Hinweise darauf sein, dass dein Baby mal muss.
Windelfrei
Auch wenn es zunächst ungewöhnlich klingt: Babys kommen nicht mit einer Windel auf die Welt. Viele möchten ihr „Nest“ nicht beschmutzen und zeigen ihre Ausscheidungsbedürfnisse deutlich. Gerade bei sehr sensiblen Babys kann Windelfrei deshalb eine große Erleichterung sein. Es geht dabei nicht um Perfektion oder darum, komplett auf Windeln zu verzichten. Schon einzelne Momente können euren Alltag entspannen.
Babymassage
Da viele Schreibabys sehr empfindlich auf neue Reize und viele Menschen reagieren, macht es Sinn klassische Babykurse mit deinem Schreibbaby eher zu vermeiden. Es sei denn natürlich, sie tun euch beiden wirklich gut.
Eine liebevolle Babymassage kann dagegen eine wunderschöne Möglichkeit sein, dein Baby zu entspannen und eure Bindung weiter zu stärken. Falls ein Kurs vor Ort gerade zu viel ist, gibt es dafür auch tolle Onlineangebote.
Weißes Rauschen
Bei meinem Schreibbaby kannte ich weißes Rauschen leider noch nicht. Mein zweites Kind, mein High-Need-Baby, hat sich dadurch tatsächlich häufig beruhigen lassen. Auch wenn das natürlich nicht bei jedem Baby funktioniert, kann es einen Versuch wert sein.
Kümmere dich auch um dein eigenes Nervensystem
Ein Schreibbaby zu begleiten, fordert das eigene Nervensystem enorm heraus. Schlafmangel, ständiges Schreien und das Gefühl, nichts richtig machen zu können, bringen viele Eltern an ihre absoluten Grenzen. Deshalb geht es nicht nur darum, dein Baby zu unterstützen, sondern auch dich selbst.
Aus eigener Erfahrung weiß ich,wie schwer es in dieser intensiven Phase fällt, sich irgendwie um sich selbst zu kümmern. Es dreht sich alles nur noch um das Baby und schon erfolgreiches Duschen oder essen zählt plötzlich zum absoluten Highlight. An Selbstfürsorge ist da kaum zu denken. Und doch ist es so wichtig. Denn du kannst dein Baby nur begleiten und co-regulieren, wenn auch dein eigenes Nervensystem immer wieder kurze Entlastung findet.
Genau hier können ätherische Öle eine unglaublich wertvolle Unterstützung sein. Denn sie passen einfach mitten in euren Alltag – so chaotisch er auch gerade ist. Du musst keine Stunde meditieren oder komplizierte neue Routinen etablieren. Ein Diffuser im Wohnzimmer, ein Tropfen eines beruhigenden Öls in die Hände oder eine mini Abendroutine vor dem Schlafengehen reichen oft schon aus und machen einen so großen Unterschied.
Beim Einatmen gelangen die Duftmoleküle innerhalb weniger Sekunden in das limbische System, den Bereich unseres Gehirns, der eng mit Gefühlen, Erinnerungen und Stressreaktionen verbunden ist. So können ätherische Öle sowohl dich als auch dein Baby dabei unterstützen, leichter zur Ruhe zu kommen und euer Nervensystem sanft zu begleiten. Genau deshalb habe ich ein Baby-Starterset zusammengestellt, das euch sicher und alltagstauglich durch diese besondere Phase begleitet.
Diese Öle unterstützen auch dich und dein Nervensystem. Gerne schaue ich aber auch individuell mit dir auf euere Situation. Gemeinsam finden wir eine einfache, alltagstaugliche Routine, die euch wirklich weiterhilft. Schreib mir dafür hier.
→ Wie du ätherische Öle bei Babys sicher und altersgerecht anwendest und welche Öle ich für diese besondere Zeit empfehle, erfährst du in meinem Artikel über ätherische Öle für Babys
Vertraue deiner Intuition und bleib bei dir
Was ich mir damals am meisten gewünscht hätte, war Verständnis. Jemanden, der einfach zuhört, da ist und nicht sofort versucht, eine Lösung zu finden. Leider begegnen Eltern von Schreibbabys oft genau dem Gegenteil. Gut gemeinte Ratschläge werden schnell verteilt: „Leg dein Baby doch einfach mal hin.“, „Es muss sich nur mal ausweinen.“ oder „Du verwöhnst es ja total.“ Doch gerade diese Sätze lassen Eltern häufig noch mehr an sich selbst zweifeln, statt ihnen wirklich zu helfen.
Ich möchte dich deshalb vor allem in deinem eigenen Weg bestärken. Du kennst dein Baby besser als jeder andere Mensch. Vertraue deiner Intuition. Suche dir Menschen, die euch zuhören, eure Werte teilen und euch begleiten, statt euch zu bewerten.
Ich weiß, wie herausfordernd diese Zeit sein kann und wie einsam man sich manchmal damit fühlt. Genau deshalb ist dieser Artikel entstanden. Ich hoffe, er konnte dir helfen.
Wenn du dir Unterstützung wünschst, begleite ich euch gerne mit einem ganzheitlichen Blick auf euer Baby, euer Nervensystem und eure ganz persönliche Situation. Schreib mir einfach hier.
FAQ – Schreibabys verstehen
Ist ein Schreibaby immer ein High-Need-Baby?
Nein. Es gibt Überschneidungen, aber nicht jedes Schreibbaby ist gleichzeitig ein High-Need-Baby. Während ein Schreibbaby vor allem durch langes, häufiges Schreien auffällt, beschreibt High Need ein besonders intensives Temperament und ein großes Bedürfnis nach Nähe und Begleitung.
Wann hört ein Schreibbaby auf zu schreien?
Das ist sehr unterschiedlich. Viele Schreibbabys werden mit zunehmender Reife des Nervensystems ruhiger. Manche bereits nach wenigen Monaten, andere brauchen etwas länger.
Was hilft bei einem Schreibbaby wirklich?
Eine Patentlösung gibt es leider nicht. Vielen Familien helfen eine Kombination aus viel Nähe, Tragen, Stillen nach Bedarf, einem sehr reizarmen Alltag, dem besseren Verständnis der Babyzeichen und einer guten Begleitung. Auch ätherische Öle können sowohl Eltern als auch Babys dabei unterstützen, leichter zur Ruhe zu finden und das Nervensystem zu regulieren.
Soll ich mein Schreibbaby schreien lassen?
Nein. Bitte lass dein Baby niemals schreien, um irgendetwas zu trainieren. Ein Schreibaby schreit nicht, um zu manipulieren oder Aufmerksamkeit zu bekommen. Es kommuniziert auf die einzige Weise, die ihm möglich ist. Gerade diese Babys brauchen besonders viel Sicherheit, Nähe und Co-Regulation. Entziehst du ihm das bewusst, richtest du so viel mehr Schaden an.
Wann sollte ich mir Unterstützung holen?
Immer dann, wenn du merkst, dass dich die Situation überfordert oder ihr alleine nicht mehr weiterkommt. Eine erfahrene Hebamme, eine bindungsorientierte Familienberatung, eine Osteopathin oder andere Fachpersonen können euch begleiten. Wichtig ist, dass ihr euch mit der Unterstützung wohlfühlt und eure Werte respektiert werden.
Gibt es ätherische Öle, die bei einem Schreibbaby helfen können?
Ja. Ätherische Öle können die Ursache des Schreiens zwar nicht beseitigen. Aber sie können sowohl dein Baby als auch dich dabei unterstützen, leichter zur Ruhe zu kommen und euer Nervensystem sanft zu begleiten und dabei Sicherheit und Halt geben. Welche Öle sich dafür eignen und wie du sie sicher anwendest, erfährst du in meinem Artikel Ätherische Öle für Babys.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

Hast du selbst ein Schreibaby begleitet und möchtest mit deinen Erfahrungen anderen Müttern und Vätern gerne Mut machen oder zeigen, dass sie nicht alleine sind? Ich freue mich immer sehr über Gastbeiträge. Schreib mich gerne einfach an.








1 Kommentar zu „Schreibaby: Warum dein Baby so viel schreit und wie du diese Zeit überstehst“
Vielen Dank für den informativen Beitrag. Ich bin auch Mama eines Sohnes, der am Anfang sehr viel beschrieb hat. Ich kann wirklich sagen, dass uns eine Osteopathiebehandlung für Säuglinge sehr geholfen hat. Danach war er deutlich entspannter.