nachhaltige Weihnachten ohne Verzicht | Familiengarten

Nachhaltige Weihnachten ohne Verzicht

Nachhaltigkeit ist eines der wichtigsten Themen unserer Zeit und doch wird es oft mit Verzicht und Müßiggang verbunden. Zwei Dinge, die wir garantiert nicht fürs Weihnachtsfest brauchen. Aber müssen denn nachhaltige Weihnachten wirklich sein? Können wir für die paar Tage im Jahr nicht einfach mal eine Ausnahme machen?

Da wir gerade an den Weihnachtstagen Unmengen an Ressourcen verschwenden, sage ich ganz klar nein. Aber nachhaltige Weihnachten sind absolut kein Hexenwerk und an vielen Stellen relativ einfach umzusetzen.

Mit diesem Guide erhälst du daher einen umfassenden Überblick, an welchen Stellen sich mehr Nachhaltigkeit ins Weihnachtsfest bringen lässt. So kanst du dir ganz in Ruhe einige Punkte aussuchen, die du dieses Jahr angehen willst. Denn Nachhaltigkeit ist wichtig, soll und muss aber vor allem auch Spaß machen.

 
  1. Nachhaltige Weihnachten Schritt für Schritt
  2. Weihnachtsbaum: diese Alternativen und Siegel gibt es
  3. Nachhaltig dekorieren
  4. Nachhaltige Weihnachten: Beleuchtung
  5. Geschenke nachhaltig verpacken
  6. Nachhaltig Schenken
  7. Nachhaltige Weihnachten: Essen

1. Nachhaltige Weihnachten Schritt für Schritt

Dieser Beitrag enthält viele Informationen und Aspekte rund um Nachhaltigkeit. Lass dich nicht davon erschlagen. Nimm dir nicht zu viel mit einmal vor. Denn wie in allen anderen Lebensbereichen auch, müssen die Veränderungen zu dir und deiner Familie passen. Nicht alles ist genau jetzt zu diesem Zeitpunkt gut und richtig für euch. Was der einen Familie überhaupt nichts ausmacht, ist für die andere vielleicht ein enormer Schritt. Familien sind verschieden, auch zu Weihnachten.

Veränderungen brauchen Zeit

Klar ist es wichtig, möglichst viel zu verändern. Aber nachhaltige Veränderungen brauchen vor allem eins: Zeit. Alles andere kann schnell zu Frust führen und bringt am Ende einfach nichts. Auch gehen nachhaltige Weihnachten die ganze Familie etwas an. Schau daher unbedingt auch darauf, wem welche Dinge besonders am Herzen liegen. Entscheide also nicht einfach alles allein. Nimm alle Familienmitglieder mit ins Boot, besprecht zusammen warum Nachhaltigkeit wichtig ist und schaut, welche wenn auch kleinen Dinge sich für euch vielleicht relativ einfach umsetzen lassen.

Veränderungen finden im Kleinen statt, sie brauchen Zeit und sind ein Prozess. Wer weiß, vielleicht sieht es im nächsten Jahr ja auch schon ganz anders aus? Vielleicht fällt es euch dann erheblich leichter nachhaltige Weihnachten zu feiern? Seit nachgiebig mit euch, aber packt es doch bitte einfach an. Denn jede kleine Veränderung ist wichtig. Für uns, unsere Kinder und unsere Welt.

ganz ohne Verzicht

Wie bei vielen anderen Themen eines bewussteren Lebens auch, gehört Verzicht in meinen Augen nicht dazu. Oft ist gar das Gegenteil der Fall: Hat man erstmal den ein oder anderen Glaubenssatz losgelassen, erscheinen meist jede Menge neuer Möglichkeiten. Für mich sind nachhaltige Weihnachten also eher eine Bereicherung, geht es doch oft mit viel Kreativität einher. Aber schaut doch einfach selbst:

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2. Weihnachtsbaum: Diese Alternativen und Siegel gibt es

Rund 28 Millionen Weihnachtsbäume werden in Deutschland jährlich verkauft. Nur etwa 15 Prozent davon kommen aus Waldbetrieben. Der Großteil stammt aus Plantagen und damit aus Monokulturen, die gedüngt und mit jeder Menge Pestizide gespritzt werden. Damit stellen Weihnachtsbäume eine echte Belastung für Böden, Gewässer und Tiere, insbesondere Insekten dar. Nachhaltige Weihnachten sehen anders aus.

Während der Verzicht auf einen extra Weihnachtsbaum natürlich die nachhaltigste Variante wäre, ist das für die meisten Menschen kaum vorstellbar. Das muss es aber auch nicht, denn es gibt viele gute Alternativen:

Zertifizierte Bio-Weihnachtsbäume (am besten aus der Region) wachsen in Mischkulturen, sind weniger anfällig für Schädlinge und kommen ohne Pestizide aus. Folgende Siegel gibt es:

    • Bio, Biokreis, Bioland, Demeter und Naturland
    • FSC-Weihnachtsbäume
    • PEFC-Tannenbäume (Achtung, hier darf nach bestimmten Kriterien gespritzt und gedüngt werden, dennoch sind die Bestimmungen besser als ohne Siegel)

Mehr zu ökologischen Weihnachtsbäumen und ihren Siegeln gibt es bei der Umweltorganisation Robin Wood. Auch eine PDF Liste mit Bezugsquellen von Bio-Weihnachtsbäumen findest du hier.

Ein weitere nachhaltige Variante ist ein Weihnachtsbaum aus der regionalen Forstwirtschaft. Diese gibt es manchmal auch zum selber schlagen. Auch sind es oft Bäume, die ohnehin beim Durchforsten von Wäldern anfallen. Beim Förster oder Forstamt bekommst du alle Informationen.

Mit einem fairen Weihnachtsbaum mit „Fair Trees“ Zertifikat kannst du dagegen vernünftige Arbeitsbedingungen und eine angemessene Entlohnung von Saatgutpflückern unterstützen. Auch wird auf umweltschonenden Anbau und Schadstoffarmut geachtet. Mehr zu den Hintergründen kannst du bei Utopia lesen. Fair-Tree zertifizierte Bäume gibt es dieses Jahr zum Beispiel in toom Baumärkten zu kaufen.

Ein Weihnachtsbaum aus dem Topf ist auch ein Versuch wert. Bei uns hat er früher leider das Umsetzen nicht überstanden. Aber vielleicht habt ihr ja einen grüneren Daumen?

Einen Weihnachtsbaum mieten ist auch eine gute Variante. Miet-Weihnachtsbäume gibt es bei lokalen Baumschulen, Förstereien oder Gärtnereien. Sie kommen im Topf und werden nach den Feiertagen wieder abgeholt und eingepflanzt. Auch hier solltest du allerdings auf die Herkunft achten. Zudem sei angemerkt, dass dieses Verfahren eine große Belastung für die Bäume darstellt und es nicht alle vertragen.

Ein Plastik-Weihnachtsbaum stellt eigentlich keine echte Alternative dar. Immerhin besteht er aus Plastik, ist meist deutlich weniger langlebig als gedacht und stammt noch dazu meist aus Fernost. Dennoch möchte ich ihn hier als Alternative erwähnen und einfach einen gebrauchten vorschlagen. Bei Ebay Kleinanzeigen wirst du bestimmt fündig.

Eine weitere Möglichkeit ist es, auf Weihnachtsmärkten, in Geschäften, Restaurants und anderen öffentlichen Einrichtungen zu fragen, ob die dort aufgestellten Weihnachtsbäume vor Weihnachten abgegeben werden. Das schont noch dazu den Geldbeutel.

Es geht aber natürlich auch ganz ohne (eigenen) Weihnachtsbaum. Schöner Weihnachtsbaumersatz lässt sich zum Beispiel relativ leicht basteln und gibt trotzdem eine Menge her. Natürlich ist das erstmal ungewöhnlich, letztlich ist es aber auch einfach nur eine Frage der Umgewöhnung. Unserer dient dazu noch als Adventskalender und bereitet uns sehr viel Freude.

Eine recht einfache und doch sehr schöne Idee ist das Schmücken vorhandener Zimmerpflanzen. Es ist eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen an die Weihnachtszeit und hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe dabei nie so etwas wie Verzicht gespürt.

Auch können Zweige in Vasen gestellt und festlich geschmückt werden. Eine andere Möglichkeit ist das Schmücken von Bäumen für Tiere. Das lässt sich wunderbar mit einem schönen Waldausflug mit den Kindern verbinden und zeigt zudem worum es an Weihnachten wirklich geht: Nächstenliebe.

Eine weitere sinnvolle Möglichkeit etwas zu Geben statt zu Nehmen ist eine Weihnachtsbaumspende für den Wald. Für 17 Euro kannst du so zum ökologischen Waldumbau beitragen und hast gleichzeitig ein wirklich nachhaltiges Geschenk. Natürlich kannst du dieses Projekt auch mit eigenem Weihnachtsbaum unterstützen.

3. Nachhaltig dekorieren

Aber nicht nur mit dem bewussten Kauf deines Weihnachtsbaumes kannst du nachhaltige Weihnachten gestalten. Auch beim Dekorieren gibt es jede Menge auch kleine Dinge, die sich in Richtung Nachhaltigkeit verändern lassen. Dass es dabei nicht jedes Jahr neue Dekoartikel braucht, sollte eigentlich klar sein.

Schöner und auch traditioneller ist da beispielsweise der Einsatz von Omas Christbaumkugeln und selbstgemachter Baumschmuck aus Salzteig, Filz, Holz oder Stroh.

Weitere Alternativen wären:

  • Bunte Baumwollbänder statt Lametta
  • Gesammelte Baumzapfen
  • Getrocknete Orangen- oder Apfelscheiben
  • Zimtstangen
  • Hagebutten

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4. Nachhaltige Weihnachten: Beleuchtung

Auch mit der entsprechenden Beleuchtung kann Weihnachten nachhaltiger werden. Neben LED Lichterketten und LED Kerzen, gibt es vor allem beim Thema Kerzen einiges zu beachten.

Rund 200 000 Tonnen (!) werden in Deutschland pro Jahr verkauft. Das entspricht dem höchsten Verbrauch in der EU. Drei Viertel dieser Kerzen bestehen aus Paraffin, also aus Erdöl und sind somit alles andere als ökologisch.

Eine Alternative hierzu wäre Stearin. Aber Achtung, es wird meist aus Palmöl gewonnen. So handelt es sich zwar um nachwachsende Rohstoffe und ist biologisch abbaubar, ist aber ebenfalls höchst bedenklich. Denn für Palmöl werden riesige Flächen des Regenwaldes gerodet und so die Lebensgrundlage von Mensch und Tier zerstört.

Aber es gibt weitere Alternativen:

  • Bienenwachskerzen sind ein echtes Naturprodukt.

Allerdings auch ein ziemlich teures (und nicht vegan). Meist werden sie zudem importiert. Am besten kaufst du sie also beim regionalen Imker.

  • Kerzen aus Biomasse sind eine relativ günstige Alternative.

Hierfür werden Fette und Öle aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet, die in der Nahrungsmittelindustrie als Reste anfallen. Zu kaufen gibt es sie unter anderem in diversen Grünen Online Shops.

  • Kerzen aus Sojawachs, aus Raps oder aus Sonnenblumenöl
  • Selber gießen und Kerzenreste weiterverarbeiten

Kommen diese Kerzen in Teelichtform daher, wird auch die Alu-Hülle zum Problem. Teelichter gibt es aber auch ohne Hüllen oder aber mit wiederverwendbaren Glasschälchen oder Edelstahlhüllen zu kaufen. Ist die Aluminiumvariante aber einmal im Haus, lässt sich die Hülle wenigstens aufheben und wiederverwenden.

Einige dieser Alternativen sind recht Preisintensiv und eigenen sich daher vielleicht auch einfach als besonderes Geschenk.

Auch die Herstellungsart und die Qualität der Kerzen spielt eine Rolle. Über Schadstofffreiheit, Abbrennverhalten und Sicherheit gibt das Gütezeichen RAL Auskunft, das von der „Gütegemeinschaft Kerzen“ vergeben wird

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5. Geschenke nachhaltig verpacken

Nachhaltige Weihnachten lassen sich natürlich am leichtesten mit unverpackten Geschenken oder gar gänzlich ohne Geschenke feiern. Das muss aber nicht sein. Neben Recycling Geschenkpapier (blauer Engel) bzw. dem Wiederverwenden von bereits genutztem Geschenkpapier, gibt es jede Menge Möglichkeiten, bei denen der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind:

  • So lassen sich Geschenke beispielsweise in festlichen Stoff, Schals, Geschirrtücher oder für Kinder auch in Spieltücher verpacken.

Diese sind dann sogar Teil des Geschenkes und ein absoluter Hit. Bei uns werden die Spieltücher als Halsbänder, Geschenkverpackungen, Gürtel, Umhänge, Kopfschmuck, Wimpelketten oder aber als Seen und Wiesen verwendet, zum Knoten und Schleifen üben genutzt oder als Strand- und Picknicktücher gebraucht.

  • Zeitungspapier und Packpapier lassen sich gut als Geschenkeverpackung nutzen. Letzteres kann mit Kindern vorher bemalt, gestempelt oder beklebt werden.
  • Auch Gläser, Körbe, Dosen oder Schachteln lassen sich umfunktionieren. Du kannst sie beispielsweise mit schon verwendetem Geschenkpapier bekleben oder aber mit den Kindern zusammen bemalen.
  • Gekaufte, recycelte, genähte oder gebastelte Geschenktüten oder Stoffsäckchen geben deinen Geschenken auch eine schöne aber nachhaltige Hülle.
  • Sofern sich auch bei euch die Einkaufsbeutel aus Stoff häufen, könnt ihr diese zur Geschenkverpackung umfunktionieren.

Mit Handabdrücken der Kinder versehen oder mit Kartoffeldruck verschönert, bekommen sie so einen neuen Wirkungskreis.

  • Klebeband und Plastikbänder lassen sich durch Schnüre aus Naturfasern problemlos ersetzen. Als Dekorationsmaterialien bieten sich Zweige, Stöcke, Tannenzapfen, Nüsse oder getrocknete Früchte an.

Weitere tolle Ideen gibt es zum Beispiel bei Mamahoch2 oder bei die kleine Botin.

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6. nachhaltig Schenken

Was wäre Weihnachten ohne Geschenke? Auch wenn es nicht die totale Geschenkeflut sein muss, ist Schenken eine schöne Geste und gerade für Kinder nicht wegzudenken.

Allerdings gilt auch hier: weniger ist oft mehr. Denn zu viel Spielzeug kann den Spielfluss hemmen und das freie Spiel einschränken. Es ist daher häufig sinnvoller eher auf qualitativ höherwertiges zu setzen und dafür weniger zu schenken.

Eine andere Möglichkeit nachhaltig zu Schenken ist, Dinge gebraucht zu kaufen. Das geht auch bei einigen Geschenken gut, denn oft finden sich Dinge, die tatsächlich noch nie benutzt wurden oder aber keine Gebrauchspuren haben. So lassen sich nicht nur Ressourcen, sondern auch jede Menge Geld sparen.

Eine andere nachhaltige Variante ist Zeit statt Zeug zu verschenken. Während sich Zeug einfach unglaublich schnell anhäuft, schnell unnütz wird und zu einer echten Belastung werden kann, ist gemeinsame Zeit ein wirklich seltenes Gut. Daher finde ich das eine der schönsten Geschenkideen: Gemeinsam in die Therme fahren, ein Besuch im Planetarium, ein gemütlicher Filmenachmittag, Plätzchen backen, ein Winterpicknick oder ein lustiges Familienfotoshooting. Hier sind den Ideen keine Grenzen gesetzt.

Auch Selbstgemachtes ist eine schöne nachhaltige und noch dazu sehr persönliche Möglichkeit zu Schenken. Es lässt sich außerdem gut zusammen mit den Kindern herstellen und ist je nach verwendeten Zutaten auch ökologisch. Selbstgebrannte Mandeln, eine süß-salzige Nussmischung, eine Brotbackmischung, selbstgemachte Creme, Kuchen im Glas oder ein Fotokalender. Auch hier lässt es sich wunderbar austoben.

Nachhaltige Weihnachten lassen sich aber natürlich auch mit gekauften Geschenken feiern. Darauf kannst du beim Kaufen achten:

  • Höherwertige Materialien bevorzugen, insgesamt auf Herkunft und Produktion der Sachen achten
  • FSC zertifizierte Holzprodukte
  • Biomaterialien
  • heimische Produkte aus der Region
  • Fairtrade Produkte
  • faires Gold bzw. Altgold
  • Nicht nur die Herkunft der Geschenke hat Einfluss auf die Nachhaltigkeit, sondern auch wo sie gekauft werden.

Am besten ist es natürlich beim lokalen Händler direkt vor Ort zu kaufen. Gerade auch Bücher lassen sich in der Buchhandlung ebenfalls bestellen und sind durch die Buchpreisbindung noch nicht einmal teurer.

Viele ökologische Produkte sind aber nur schwer vor Ort zu finden und müssen daher oft bestellt werden. Am besten nutzt du dafür ökologische Online Shops. Lässt sich Amazon nicht verhindern, da es einfach schnell gehen muss, nutze doch wenigstens Amazon smile. Für dich macht es keinen Unterschied, da die Produkte gleich viel kosten. Allerdings erhält eine von dir ausgewählte soziale Organisation 0,5 Prozent deines Einkaufswertes als Spende.

7. nachhaltige Weihnachten: Essen

Das gemeinsame festliche Essen hat für viele Familien eine große Bedeutung und meist auch eine gewisse Tradition. In den meisten Fällen hat es dabei leider nicht viel mit Nachhaltigkeit gemein.

Das ganze Weihnachtsessen mal eben auf vegetarisch oder gar vegan umzustellen, ist wohl bei den meisten eher nicht denkbar. Jedenfalls dann nicht, wenn mit der ganzen Verwandtschaft gefeiert wird und ein Familienstreit an Weihnachten vermieden werden soll. Vielleicht lässt sich aber bei Teilen etwas ändern? Eine vegane Nachspeise wäre doch mal ein Anfang? Es muss ja auch nicht umbedingt jeder Wissen…

Wer nicht alle Tage mit der Verwandtschaft feiert, hat da schon deutlich mehr Gestaltungsspielraum. Vielleicht wäre ja mal ein veganer Nussbraten ein Versuch wert?

Es muss aber meiner Meinung nach wirklich nicht unbedingt Weihnachten sein, um mit einer veganen Ernährung zu starten (aber vielleicht ist das ja eine Idee fürs neue Jahr?).

Was für mich aber unerlässlich ist, ist die Mengen an Fleisch und Fisch zu hinterfragen, die konsumiert wird. Ebenso deren Herkunft. So wurden letztes Jahr rund 3000 Tonnen Gänse in Deutschland geschlachtet. Der weit aus größte Teil davon wird in der Weihnachtszeit verspeist. 85-90 Prozent der Gänse stammen allerdings aus Osteuropa und sind größtenteils Schnellmastgänse. Zudem können sie aus Stopfleberproduktion stammen. Diese tierquälende Praktik ist in Deutschland und in großen Teilen der EU verboten, dieses Fleisch zu importieren allerdings nicht.  

Tierquälerei und Nächstenliebe passen für mich rein gar nicht zusammen. Wer (noch) nicht auf tieriche Produkte verzichten kann, kann dennoch einen Beitrag leisten, indem wenigstens auf eine möglichst artgerechte Haltung geachtet wird. Zudem sollten die Nahrungsmittel möglichst biologisch angebaut, saisonal und bei Gewürzen, Schokolade und KAffee möglichst fair trade zertifiziert sein.

Das ist nicht nur das Gesündeste für uns, sondern auch das Beste für unsere Umwelt. Und darum sollte es doch schließlich gerade an Weihnachten gehen oder nicht?

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Habt wundervolle nachhaltige Weihnachten ihr Lieben, genießt die Familienzeit und lasst euch nicht stressen!

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