Städtetrip mit Kindern - Tipps für euren entspannten Familienausflug - Familiengarten

Städtetrip mit Kindern: Tipps für euren Familienausflug

Ein Städtetrip mit Kindern ist auf den ersten Blick eher unpassend: zu langweilig, viel zu anstrengend und nervenaufreibend für alle Beteiligten. Aber muss das zwingend so sein? Wir finden nein und haben dir hier unsere besten Tipps für einen entspannten Städtetrip mit Kindern zusammengetragen. Denn Städte mit Kindern zu entdecken kann richtig Spaß machen! Wie, liest du hier.

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Seit wir Kinder haben, sind wir das ganze Gegenteil von Stadtmenschen, denn uns zieht es einfach raus in die freie Natur. Hier fühlen wir uns mit unseren Kindern sehr viel wohler und spüren, wie gut es uns dank intensiver Naturerfahrungen geht. Aber mit zunehmendem Alter unserer Kinder bekommen auch Städte wieder einen stärkeren Reiz für uns Langzeitreisende. Mit einigen Tipps kann so ein Städtetrip mit Kindern richtig viel Spaß bringen und ist eine gelungene Abwechslung zu Badeurlaub oder Naturerlebnissen.

Hier zeigen wir dir unsere besten Tipps für einen möglichst entspannten Städtetrip mit Kindern.

Städtetrip mit Kindern: Sightseeingmarathon vermeiden

Für einen möglichst entspannten Städtetrip mit Kindern lohnt es sich, die eigenen Erwartungen etwas genauer zu betrachten und sich klarzumachen, dass es mit Kindern definitiv anders ist, eine Stadt anzuschauen als ohne. Das heißt aber nicht, dass es auch schlechter sein muss.

Verabschiedet euch also von dem Gedanken eines straffen Sightseeingprogramms und gebt euch stattdessen der Stadt hin. Baut immer wieder kleine oder große Stopps für die Kinder in Parks oder auf Spielplätzen ein, macht ein gemütliches Picknick und seid, je nach Alter der Kinder auch darauf gefasst, dass ihr improvisieren müsst. Teilt euch zur Not auf und plant im Idealfall einen Tag mehr ein, um ganz entspannt sein zu können und trotzdem nicht das Gefühl zu haben, „nichts“ sehen zu können.

Städtetrip mit Kindern: Ab wann macht das Sinn?

Das lässt sich so pauschal nicht sagen, denn zum einen ist jedes Kind anders und natürlich sind auch alle Städte verschieden. Bei ganz kleinen Minis ist das ganze eher unkompliziert, sofern ihr euch wohlfühlt und selbst einfach Lust darauf habt, eine Stadt zu erkunden. Danach wird es erstmal etwas schwieriger. Denn mit kleinen entdeckungsfreudigen Wirbelwinden, kann es schnell sehr anstrengend werden. Aber auch hier lassen sich kindgerechte Aktivitäten finden. So ab 5-7 Jahren werden Städtetrips mit Kindern dann wieder etwas entspannter. Es sei denn die „Nullbockphase“ hat zugeschlagen.

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Entspannter Städtetrip mit Kindern: Unterschätzt eure Kinder nicht

Wir stellen immer wieder erstaunt fest, dass unsere beiden (5 und 7) doch sehr viel mehr „aushalten“ als wir denken. Haben sie Spaß an unseren Unternehmungen, dann laufen sie ohne mit der Wimper zu zucken auch gut und gerne mal den ganzen Tag. So haben sie unseren Gibraltar Besuch beinahe besser weggesteckt als wir Großen und auch bei der Alhambra waren sie den gesamten Tag auf den Beinen. Auch unser Cádiz Besuch war erstaunlich unproblematisch und hat ihnen unglaublich gut gefallen. Wichtig hierfür ist, dass es sich um für sie interessante Dinge handelt. Die Alhambra glich einem Märchenschloss und wir alle sind in eine verträumte Märchenwelt abgetaucht. Bei Gibraltar waren die Berberaffen das Highlight schlecht hin, was ihnen jeden Antrieb gegeben hat. In Cádiz haben wir viele Pausen eingelegt, Spielplätze und Parks besucht und dank Flohmarkt auch noch ein paar spannende Kleinigkeiten für sie ergattert. Und in Kopenhagen war es die Meerjungfrau und die Stadtrundfahrt mit dem Bus, die sie in ihren Bann gezogen haben.

Städtetrip mit Kindern: Überlegt euch im Vorfeld Kindgerechte Aktivitäten

Für gelungene Unternehmungen mit unseren Kindern ist eine gute Vorbereitung das A und O. Wir besprechen im Vorfeld, was wir vorhaben. Nicht im Detail, denn wir lassen uns auch super gerne treiben. Aber wir bereiten unsere Kinder etwas darauf vor, was es dort zu sehen und entdecken gibt, erzählen vom Märchenschloss und schauen uns vorher auch schon mal einige Bilder an. Vor allem aber geben wir unsere eigene Begeisterung wieder und hören auch zu, was sie gerne erleben wollen.

Außerdem schauen wir Eltern vorab, was es an kindgerechten Aktivitäten gibt. Folgende Dinge sind für einen Städtetrip mit Kindern besonders geeignet:

  • Kindermuseen
  • Burgen oder Schlösser
  • imposante Häuser
  • Ausgefallene Parks
  • Spielplätze
  • Belebte Plätze zum Verweilen und gucken
  • Skaterbahn oder ähnliches
  • Städtefahrt mit dem Bus: Das muss gar kein teurer Hopp & Off Bus sein. Ein normaler Linienbus entlang einiger Sehenswerter Ecken reicht völlig.
  • Seen oder Flüsse
  • Aussichtstürme
  • Wir waren aber auch schon in einer Galerie und haben die Kathedrale besichtigt.

Versucht euch selbst auch immer mal etwas zurückzunehmen und euch auch mal „treiben“ zu lassen. Auch kann es helfen, nicht zu viel (ungefragtes) Wissen vermitteln zu wollen.

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Städtetrip mit Kindern: Plant genügend Pausen ein

Mit Kindern braucht alles ein wenig länger, auch ein Städtetrip. Wir legen daher immer wieder Pausen ein, nehmen uns deutlich mehr Zeit für eine Stadt oder machen auch mal nur Teile davon. Die Alhambra beispielsweise hätten wir mit einer Granadabesichtigung wohl nicht geschafft. Entspannt und in Ruhe hätten wir mindestens drei Tage, besser noch vier hierfür gebraucht. Denn nach einem vollen Tag voller Alhambra Eindrücke schaffen wir kein weiteres Sightseeing mehr. Da ist dann eher ein entspannter Tag mit viel Park und aller höchstens einem kleinen Stadtbummel angesagt, bevor es auf neue Abenteuer gehen kann.

Städtetrip mit Kindern: Fortbewegung

Auch wenn ich glaube, dass wir unsere Kinder oft unterschätzen, ist es definitiv ratsam, zu überlegen, wie ihr euch möglichst kindgerecht bei eurer Städtetour fortbewegen wollt. Denn je nach Alter der Kinder und Größe der Stadt ist es durchaus sinnvoll, nicht nur zu Fuß unterwegs zu sein.

Unsere so „fleißig laufenden“ Kinder sind zum Beispiel nicht immer so. Auch sie haben oft gar keinen Bock auf Laufen und schimpfen wegen jedem Schritt. Bei unseren „großen“ gemeinsamen Ausflügen sind sie aber so begeistert, dass wir tatsächlich erst gegen Ende Schwierigkeiten bekommen. Hier hilft dann vor allem Verständnis, Pausen anbieten und tragen. Wir tragen sie nicht die ganze Zeit, da sie wirklich keine Fliegengewichte mehr sind und wir ganz einfach irgendwann nicht mehr können, aber doch immer wieder, denn wir verstehen, dass sie erschöpft sind. So ärgerlich und anstrengend das ist, aber wir waren diejenigen, die uns in einem solchen Fall zu viel zugemutet haben.

Bei unserem letzten großem Städtetrip nach Gibraltar habe ich mir geschworen ab sofort wenigstens ein großes (normales) Tuch dabei zu haben. Das kann gleich mehrere Zwecke erfüllen und wahlweise vor Sonne schützen, etwas Wärme schenken oder aber ein klein wenig Stütze beim Tragen des Kindes bieten. Der Praxistest steht allerdings noch aus.

Mit jüngeren Kindern ist meiner Meinung ein Tragetuch, eine Trage oder ein Sling absolute Pflicht. Je nach Vorhaben kann natürlich auch ein Buggy oder ein Faltbollerwagen Sinn machen. Wir fühlen uns damit aber schnell eingeschränkter als das es uns helfen würde. Sind sie doch in unwegsamem Gelände oder bei vielen Stufen schnell ein echter Klotz am Bein. Die Tragehilfen lassen sich dagegen schnell und unkompliziert in der Tasche verstauen.

alle Ideen zur leichteren Fortbewegung mit Kindern auf einem Blick:

  • Viele größere Städte lassen sich prima mit Bus erkunden: Es muss gar nicht zwingend ein spezieller Touristenbus sein, eine Stadtlinie reicht oft schon aus.
  • In immer mehr Städten kann man sich Roller leihen.
  • Faltbollerwagen
  • Tragetuch bzw. Trage: Uns haben die Tragehilfen von Kokadi* über viele Jahre begleitet. Sie sind aus Biomaterialien hergestellt, wachsen lange mit, sind ergonomisch und einfach wunderschön anzusehen.
  • Fahrrad

Entspannter Städtetrip mit Kindern: Ausreichend Proviant

Mit der Verpflegung steht und fällt meiner Meinung nach alles. Nichts ist schlimmer als müde UND hungrige Kinder. Deshalb versuchen wir, möglichst viel Proviant dabei zu haben und auch gerne mal was, was es sonst eher selten gibt. Aufgrund unserer Glutenunverträglichkeit können wir nicht überall einfach mal was kaufen, außerdem ist es an besonders touristischen Plätzen oft unglaublich teuer. Deshalb sind wir mit Notfallproviant ausgestattet oder kaufen auf dem Markt oder im Supermarkt noch Obst, Gemüse und Brot, Nüsse, Reiswaffeln und Tofu ein. Außerdem haben wir gerne einige zuckerfreie Süßigkeiten wie zum Beispiel die leckeren Riegel von the NuCompany* und ausreichend Trinken. Natürlich gehen wir auch mal Essen, dann aber meist draußen oder wir lassen uns das Essen für unterwegs einpacken und suchen uns ein gemütliches Plätzchen im Park. So können die Kinder sich so viel bewegen, wie sie es gerade brauchen und wir sind entspannt. Wobei das außerhalb Deutschlands ohnehin kein großes Problem ist…

 

So macht uns ein Städtetrip mit Kindern wirklich Spaß. Wie ist das bei euch? Mögt ihr es, auch mal Städte mit euren Kindern zu erkunden und habt ihr vielleicht noch einen Tipp für eine entspannte Zeit in der Stadt?

Möchtest du noch mehr Tipps rund ums Reisen mit Kindern und Reiseinspiration? Dann schau dich gerne hier im Magazin noch weiter um und trag dich unten in den Newsletter ein, es werden weitere Beiträge zum (Langzeit-)Reisen mit Kindern und Reiseberichte folgen. Außerdem möchte ich dir den unglaublich inspirierenden Film “Zwei Familien auf Weltreise*” ans Herz legen. Aber Achtung, dieser Film stürzt dich ins absolute Reisefieber. Wenn du es nicht eh schon vor hast, möchtest du danach garantiert eure Siebensachen packen!

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