Jahresrückblick

Jahresrückblick – holprige Reise zu uns selbst und volle Fahrt ins Abenteuer 2020

Mensch 2019, was hast du uns durchgeschüttelt. Du hast unser Inneres einmal nach außen gestülpt und uns auf eine holprige Reise zu uns selbst geschickt. Dank dieser vielen inneren Prozesse dürfen wir nun klarer starten, unsere Werte sind gefestigt und unsere Ziele gesteckt. Damit warst du die beste Vorbereitung auf das, was uns 2020 bringen wird. Und das wird gewaltig sein!

Ernährungsumstellung für die ganze Familie

Anfang des Jahres zwang uns die Zöliakie meiner Kinder, unsere Ernährung noch einmal komplett auf den Kopf zu stellen und hat uns zugleich die Chance gegeben, sie noch gesünder zu gestalten. Auch wenn es für uns eine echte Erleichterung war, endlich zu wissen, woher die vielen Probleme kamen, die uns hier ordentlich auf Trab hielten und uns um den Schlaf brachten, war es wahrlich kein leichter Weg.

Er war geprägt von jeder Menge Ängste und Sorgen, begleitet von einer ordentlichen Portion Unverständnis und Kritik aus dem Außen. Nicht gerade hilfreich, wenn ohnehin schon alles um einen wackelt. Denn so eine Ernährungsumstellung von jetzt auf gleich mit der gesamten Familie zu vollziehen und auch auf jede noch so kleine Spur von Gluten zu achten, hat es wirklich in sich. Es geht dabei auch weit mehr als „nur“ um Essen. Eine so radikale Veränderung löst gleichzeitig vieles im Inneren und bringt eine ganze Menge anderer Prozesse mit sich.

Heute bin ich dankbar für all diese aufwühlenden Ereignisse und dafür, dass wir uns dank der Zöliakie viel gesünder und nährstoffreicher ernähren als je zuvor.

Jahresrückblick

Der Garten ruft

War 2018 noch geprägt von der verzweifelten Suche nach einer neuen Wohnlösung und einem Ort für den Familiengarten, habe ich es 2019 endlich geschafft, loszulassen. Ich wollte diese Dinge immer noch, keine Frage. Aber ich habe es geschafft, mich nicht mehr darauf zu versteifen. Damit konnte ich auch den Fokus auf das Problem lösen und endlich Raum für wirkliche Alternativen schaffen. Und dann war er plötzlich da: Unser Garten. Knapp 1000qm mit massivem Gartenhaus und wir mittendrinnen. Endlich ein eigener Ort zum draußen sein.

Schon im April sind wir dort mehr oder weniger eingezogen. Wir verbrachten mehr als sieben Monate dort und damit viele wunderschöne Gartentage im Freien. Es war herrlich. Wir konnten einfach draußen sein, ohne ewiges Gepackte und ohne endlose Diskussionen. Und der eigentlich so kleine Raum wurde unendlich weit für uns.

Der Garten ist zugleich ein weiteres großes Puzzlestück in unserem Abenteuer Leben. Denn er macht unsere bevorstehende Reise und die damit verbundene Wohnungsauflösung erheblich leichter. Da sich zudem direkt daneben ein weiterer freier Garten befindet, wird hier nun auch endlich unser Familiengarten realisiert.

Aber auch das war ein wahrlich aufregender und langwieriger Prozess. Wollen wir es wagen? Macht es überhaupt Sinn? Da für uns als Familie ja bald das Abenteuer Reisen wartet, war uns nicht ganz klar, wie dieses Puzzle zusammenzuführen ist. Nach langen inneren Zweifeln, die uns nicht nur jede Menge Zeit, sondern natürlich auch unglaublich viel Energie gekostet haben, haben wir ein klares JA und folgen damit meinem aller ersten Impuls. Denn wir werden zwischendurch immer wieder hier sein und schaffen uns so eine kleine gemeinschaftliche Base. Und auch hier durfte ich wieder einiges lernen: Vertrauen. Vertrauen in meine Intuition, Vertrauen in unseren Weg. Wir wissen nicht, ob es funktionieren wird. Aber wir brauchen keinen perfekt durchgetakteten Plan, der uns dieses Wissen ohnehin nicht liefern wird. Wir spüren, dass es richtig ist. Und das ist genug. Wir lassen los und sehen, was zu uns kommen will.

Keine Entscheidung muss eine Entscheidung für immer sein. Es gibt immer auch ein Zurück und wir tuen gut daran, manche Dinge einfach mal zu wagen. Ein Stück zu leben und dabei eben auch vermeintliche Sicherheit aufzugeben. Denn am Ende werden wir vor allem das bereuen, was wir nicht gemacht haben. Ein nicht verfolgter Traum kann mehr schmerzen als ein gescheiterter, zumal jeder Versuch doch auch wieder neue Erkenntnisse und neue Wendungen mit sich bringt.

Wenn plötzlich nichts mehr geht

Unser erstes Gartenjahr war allerdings kein reines Paradies. Denn mit der einsetzenden Ruhe brach auch meine Erschöpfung aus mir heraus. Mit einem Mal ging gar nichts mehr und wir mussten die Notbremse ziehen. Dank einer Hypnose gelang es mir relativ schnell wieder auf die Beine zu kommen. Endlich konnte ich mich wieder spüren. Endlich wieder klar denken. Und wie so oft, stellte ich erst im Nachhinein fest, wie furchtbar eingeschränkt und erschöpft ich schon seit Jahren war. Wieder wurden unzählige Blockaden gelöst, Wunden geheilt und das Bewusstsein für meine eigenen Grenzen geschärft. Auch hat es uns alle wieder ein Stück nähergebracht. Das Bewusstsein über die Endlichkeit der eigenen Kräfte hat uns erneut zum Umdenken gezwungen. So schmerzhaft und kräftezehrend diese Prozesse manchmal sind, so wertvoll sind sie am Ende. Denn wir kommen immer näher bei uns selbst an.

Jahresrückblick

Im September ging es schließlich zum Schulfreifestival. Wir erlebten schöne Tage in Gemeinschaft gleichgesinnter Familien mit vielen spannenden Vorträgen und Workshops. Ganz besonders begeistert hat mich der Vortrag von Laura Dekker, die als 16jähriges Mädchen die Welt umsegelte. Ihre beeindruckende Geschichte zu hören, hat mich auf unserem Kurs noch einmal mehr bestärkt.

Im November mussten wir dann schließlich doch einsehen, dass es zu kalt in unserem Gartenhaus wird. Plötzlich waren wir wieder mitten in der Stadt und hatten schon bald den Weihnachtsmarkt direkt vor der Tür. Das Rausgehen gestaltet sich wie immer schwierig, zu schön gemütlich finden es beide Kinder drinnen. Dennoch habe ich meinen Frieden damit gemacht, denn es ist der letzte Winter hier und das macht es erträglich.

Was für ein Jahr. 2019 war gefühlt eine riesige Innenschau. Eine lange und spannende Reise zu uns selbst. Ich bin in diesem Jahr enorm an den vielen Herausforderungen gewachsen und bekomme so langsam eine leise Ahnung vom Gesamtpuzzle. Es ist, als ob sich viele zunächst wirre Wege zu einem großen Strang zusammenfügen würden und nun alles einen größeren Sinn ergibt. Endlich weiß ich nicht nur theoretisch, dass auch zunächst negative Erlebnisse etwas Gutes mit sich bringen. Ich habe es tatsächlich praktisch verstanden. Ich lebe es und das fühlt sich verdammt gut an.  

Jahresrückblick

Das Bloggerjahr im Rückblick

Mein Bloggerjahr war leider deutlich kürzer als geplant. Denn mein Burnout zwang mich zu einer fünfmonatigen Blogpause. Sie war dringend nötig und doch hat mir das Bloggen auch gewaltig gefehlt.

Da ich aber nicht untätig war, hier meine wichtigsten Beiträge des Jahres:

Mit einer bittersüßen Satire über das überfrachtete Fest der Liebe und die gute Verwandtschaft habe ich das neue Jahr eingeleitet.

Kindergartenfrei hat viele Vorteile, dennoch gibt es einige Hürden. So ist es oft gar nicht so einfach Kontakte zu anderen Kindern, aber auch insgesamt zu Gleichgesinnten zu knüpfen. Hier gibt es einige Tipps, wie du das ändern kannst.

Zu Hause bei den Kindern zu bleiben ist nicht gerade sonderlich angesehen. Warum ich es dennoch tue und warum das für mich Feminismus pur ist, habe ich hier geschrieben.

Anschließend gab es den ersten Beitrag meiner neuen Interviewreihe zum alternativen Familienleben. Ich habe meine Freundin Julia von Textilsucht ausgequetscht, wie es sich als Familie auf Langzeitreise lebt.

Weiter ging es mit einem sehr persönlichen Beitrag über meine tiefe Erschöpfung und meine Zerrissenheit. Ich berichte darüber, wie es sich anfühlt, wenn plötzlich nichts mehr geht, wie sich das zeigt und woran du selbst merken kannst, ob du wohlmöglich an einem Burnout leidest.

Während alle Welt bestens darüber Bescheid zu wissen scheint, was unsere Kinder brauchen, haben wir Eltern scheinbar jedwede Kompetenz mit der Geburt abgegeben. „Eltern ermächtig euch! 5 Ideen für mehr Selbstvertrauen“, ist meine Antwort darauf.

Neben allen anderen Anforderungen auch noch für gesunde und nährstoffreiche Mahlzeiten zu sorgen, kann ganz schön herausfordernd sein. Gut geplant sind deutlich weniger Ressourcen nötig. Deshalb kann Meal Prep eine echte Erleichterung sein. Hier gibt es jede Menge Tipps und Tricks und einen kompletten Wochenplan.

Die Geburt des eigenen Kindes sollte einer der schönsten Momente des Lebens sein. Und doch ist dieser leider bei jeder dritten Frau von traumatischen Erlebnissen geprägt. Wie sich Gewalt während der Geburt zeigt und welche Gründe es hierfür gibt, habe ich hier näher untersucht.

Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe, sondern leider in den meisten Fällen auch des massiven Konsums. Hier gibt es viele Tipps, wie sich Weihnachten nachhaltiger gestalten lässt und zwar ganz ohne Verzicht. Im Gegenteil mit etwas Kreativität lassen sich ganz einfach neue schöne Traditionen etablieren.

Mit hochsensiblen Kindern kann Weihnachten eine echte Herausforderung werden. Hier gebe ich Tipps, wie es trotzdem ein gelungenes Fest werden kann.

Ausblick 2020 – der Familiengarten und eine Reise warten auf uns

„Neues Jahr, Neues Glück“ – ich bin zwar davon überzeugt, dass wir jederzeit unser Glück in der Hand haben und dafür nicht auf den Jahreswechsel warten müssen. Dennoch ist der Spruch gerade ziemlich passend für uns. Denn 2020 wird groß und zwar richtig.

Zunächst einmal wird es endlich unseren Familiengarten geben. Ich kann es zwar kaum abwarten, aber mehr Details wird es erst in einem der kommenden Beiträge und im Newsletter geben.

Und dann stehen für uns als Familie die schon angedeuteten Veränderungen an: Wir lösen unsere Wohnung auf, schnappen uns unseren Wohnwagen und begeben uns auf Europatour. Und natürlich nehmen wir euch mit.

Ich freue mich sehr auf dieses Jahr und all seine spannenden Abenteuer. Mir ist dabei wohl bewusst, dass es auch diesmal den ein oder anderen Stolperstein geben wird. Aber wir werden drüber hüpfen, sie bei Seite stapeln oder damit Brücken bauen – irgendetwas sinnvolles fangen wir mit ihnen an und das ist die Hauptsache.

Blogausblick

Die viele Innenschau des letzten Jahres hat mir auch in Bezug zum Blog mehr Klarheit gebracht. Ich weiß jetzt, wohin die Blogreise gehen wird und was ich eigentlich bezwecken will:

Ich möchte Familien inspirieren und eine extra Portion Mut versprühen, ihren ganz eigenen Weg zu finden. Denn Dinge anders zu machen, anzuecken und zu hinterfragen, kann ganz schön zermürben und manchmal auch recht einsam sein. Das Gefühl mit alternativen Ideen und Gedanken nicht allein zu sein und irgendwo dazu zu gehören, ist immens wichtig für unser Wohlbefinden. Deshalb möchte ich zeigen, dass wir viele sind. Mit jeder Menge Interviews und Porträts nehme ich euch daher mit in die alternative Familienwelt und zeige wie bunt und vielfältig Familie gelebt werden kann.

Ich habe schon einige spannende Interviews vorbereitet. Am Freitag starten wir beispielsweise mit Jenny, die alleinerziehend mit ihrer knapp dreijährigen Tochter auf Open End Reise um die Welt ist. Auch wird es viele abwechslungsreiche Beiträge zu unterschiedlichsten alternativen Themen wie Kindergartenfrei, schulfrei, alternatives wohnen und reisen als Familie, Beziehung statt Erziehung, Nachhaltigkeit, selbstbestimmt leben und gebären oder gesunde Familienernährung geben. Ich freue mich schon sehr darauf und hoffe, euch mit meinem Blog einen echten Mehrwert zu bieten.

Falls ihr selbst auf alternativen Pfaden unterwegs seid und gerne ein Interview oder auch einen Gastbeitrag beisteuern wollt, schreibt mich einfach an. Lasst uns gegenseitig stärken und zeigen, dass es sich lohnt auf das eigene Herz zu hören. Gemeinsam können wir vieles bewegen und verändern.

Ich freue mich auf ein neues Jahr mit euch und wünsche euch eine wundervolle Zeit mit euren Lieben, Gesundheit und jede Menge Abenteuer!

 

 

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